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Gehstock funkt Alarm

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RFID soll in Altenpflegeeinrichtungen die Aufsicht dementer Personen erleichtern.Saarländische Altenpflegeheime erproben RFID zur Unterstützung von Demenzpatienten

Das von der saarländischen Forschergruppe RI-ComET entwickelte RFID-basierte AutoMedScan-System findet derzeit bei zwei saarländischen Institutionen, in Häusern der Cusanus Trägergesellschaft Trier (CTT) und den Barmherzigen Brüdern in Saarbrücken, Anwendung. Zum Einsatz kommen bei der CTT seit Mitte 2010 eigens entwickelte RFID-Reader und -Antennen, die über einen Multiplexer gesteuert werden, sowie die dazugehörige Software.

„Der Einsatz der RFID-Technologie ist gerade im Altenpflegebereich sehr sensibel", betont Prof. Dr. Martin Buchholz, Technical Director von RI-ComET. „Zum einen müssen ethisch-rechtliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Es muss klar gestellt werden, dass RFID keine ‚elektronische Fußfessel' ist, sondern vielmehr eine technische Unterstützung, die hilfebedürftige Menschen vor der Selbstgefährdung schützt. Zum anderen liegt die Crux oft im technischen Detail. Aus Akzeptanz- gund Kostengründen kommen nur passive UHF-Tags in Frage. Diese müssen allerdings für die spezielle Anwendung angepasst und optimiert werden", erklärt der Experte.

„Körpernahe RFID-Armbänder werden durch das Körpergewebe beeinträchtigt. Außerdem können die Patienten diese als störend empfinden und ablösen. Wir verfolgen daher einen anderen Ansatz: Schuhe oder Gehstöcke, welche die Heimbewohner immer bei sich tragen, oder Rollstühle und Rollatoren eignen sich sehr gut, um diese mit RFID-Tags zu versehen", erklärt der Leiter der Forschungsgruppe. „Eine weitere Möglichkeit, welche wir derzeit für die AWO entwickeln, ist die Integration von Tags in Kleider-Batches".

Sobald ein Bewohner einen der Ausgänge der Einrichtung verlässt, wird ein Alarm ausgelöst und an eine Lichtruf- oder Telefonanlage weitergeleitet. „Derzeit entwickeln wir ein Voicemailsystem, mit dem die Pflegekraft nicht nur über das Verlassen informiert wird, sondern dies auch per Menüsteuerung bestätigen und Hilfe anfordern kann", erläutert Matthias Flieger, der das System mitentwickelt hat und die technische Betreuung der Feldtests übernimmt.

Bild: Gina Sanders (Fotolia.com)

 

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