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CeBIT Forum AutoID/RFID: Notfallmedizin

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Sichere Datenerfassung und zielgerichtete Datenauswertung dank „Pen & Paper"-System

Dr. Andreas Bohn vom Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr Münster sprach am Mittwochvormittag im CeBIT Forum AutoID/RFID über die Protokollierung von Notarzteinsätzen mittels digitaler Stifte. „Der Notarztdienst entwickelt sich in Deutschland prosperierend. Die Menschen werden älter. Auch deshalb werden wir immer gut zu tun haben", sagt Bohn. „Ein Notarzt in Nordrhein-Westfalen muss den Einsatzort innerhalb von acht Minuten erreichen. Das müssen wir auch dokumentieren." Hierzu hätten sich die Rettungsdienste in Nordrhein-Westfalen für ein „Pen & Paper"-System entschieden, das Daten über einen digitalen Stift automatisch erfasst, während der Notarzt sie aufschreibt. Der Stift erkennt per Kamera, was geschrieben wird, und kann bis zu 50 Protokolle speichern.

Frithjof Walk leitet die Diskussionsrunde zum Thema RFID im Gesundheitswesen.
Frithjof Walk leitet die Diskussionsrunde zum Thema RFID im Gesundheitswesen.

„Ein Vorteil dieser Systemintegration ist, dass wir nach wie vor analoge Daten haben, das heißt der Notarzt schreibt ganz normal auf Durchschlagpapier. Er ist frei in seiner Dokumentation, kann auch Zeichnungen anfertigen oder wichtige Dinge mehrfach unterstreichen. Gleichzeitig werden unsere Bedürfnisse der Digitalisierung und Sammlung der Daten erfüllt." Solche Daten seien von unschätzbarem Wert für die Optimierung der Notarztdienste: „Datensammlungen dieser Art können uns Realitäten viel deutlicher abbilden als bisher möglich. So konnten wir beispielsweise feststellen, dass signifikante Abweichungen bei der Rate erfolgreicher Wiederbelebungen verschiedener Rettungsdienste bestehen. Nun gilt es herauszufinden, was ein Dienst besser macht als der andere."

Ein weiterer Vorteil der Technologie sei die gute Bedienbarkeit: „Der Notarzt muss unter schwierigen Rahmenbedingungen arbeiten und ist kein Experte in Datenerfassung. Er hat neben seiner Tätigkeit noch einen Hauptberuf, beispielsweise Chirurg oder Anästhesist. Die Technologie muss er deshalb verstehen können, gleichwohl er sie nur drei oder vier Mal im Monat benutzt." Was geschieht, wenn Reserve-Notärzte ohne digitalen Stift im Einsatz sind, ein digitaler Stift verloren geht oder defekt ist? „Dann fertigt der Notarzt ganz klassisch ein normales Protokoll an. Auf diese Weise gehen uns jährlich etwa 400 Datensätze verloren - das können wir gut verkraften."

Bild: RFID im Blick

 

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