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Podium zur Open Source Mobility im CeBIT Forum AutoID/RFID

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Podium zur Open Source Mobility im CeBIT Forum AutoID/RFID

Experten diskutieren über Open Source und die Entwicklung mobiler Geräte

Experten und Besucher setzten sich am dritten Messetag im CeBIT Forum AutoID/RFID mit dem zukünftigen Einfluss von Open Source Mobility (OSM) auf mobile Endgeräte und der Rolle von Social Media auseinander. Auf dem Podium lieferten sich die Referenten des Vormittags einen lebhaften Austausch über die Wirksamkeit der Strategie OSM und über Chancen und Risiken des Web 2.0.

Jürgen Heim, Geschäftsführer bei Psion, erläuterte zu Beginn die kennzeichnenden Elemente von OSM: „Die drei wichtigsten Säulen unserer Strategie sind Modularity, Open Innovation und Customisation.“ Das Unternehmen Psion versuche, den Gedanken Open Source von der Software auf seine mobilen Geräte zu übertragen: „Jedes Modul unserer Plattformarchitektur besitzt fest integrierte Schnittstellen, deren Definition wir offen legen. Es gibt zu jeder Schnittstelle ein so genanntes Hardware Development Kit. Dieses kann der Kunde auf unserer Website kostenlos erhalten.“ Gleiches gelte für das Software Development Kit. So könne der Anwender die Module individuell kombinieren.

Andrew Guske von Smilog sieht in der neuen Strategie Vorteile für sein Unternehmen: „Wir als Software-Entwickler profitieren davon, dass Psion den Code offenlegt. Das unterstützt uns immens in unserer Flexibilität.“ Dr. Roland Zimmerling von all in one: „Uns erreichen häufig Anfragen zur Kombinierbarkeit von Barcode und RFID oder zur nachträglichen Installation von GPS. Mit diesen Anforderungen der Anwender werden wir zunehmend konfrontiert. Der Kunde möchte nicht jedes Mal ein neues Gerät kaufen müssen, wenn sich seine Bedürfnisse ändern. Jetzt können wir besser auf diese Wünsche eingehen.“

Im zweiten Teil der Diskussionsrunde diskutierten die Experten über die Möglichkeiten und Risiken des Web 2.0, das in der Strategie OSM ebenfalls Anwendung findet. „Open Source bedeutet auch, dass sich ein Unternehmen öffnet“, sagt Heim. „Als richtige Plattform hierfür erachten wir das Web 2.0 – ein Trend, dem wir uns nicht verschließen wollen. Unsere neue Community ingenuityworking.com ist Mitte letzten Jahres live gegangen. Unser betriebsinterner E-Mailverkehr ist zurückgegangen, weil wir mittlerweile wie selbstverständlich über die Community kommunizieren.

Wolf-Rüdiger Hansen von AIM-Deutschland, der das Podium am Donnerstagmittag moderierte, stellte abschließend die Bedenken mancher Technologie-Anwender hinsichtlich des Datenschutzes zur Debatte. „Ein Industriekonsortium hat als Reaktion auf die europäische Empfehlung für RFID-Datenschutz vom Mai 2009 das PIA Framework zur Datenschutzfolgeabschätzung erarbeitet“, sagt Hansen. „Es dient Unternehmen, die RFID-Anwendungen entwickeln und in Betrieb nehmen, als Anleitung zur Gewährleistung des Datenschutzes in ihren Systemen sowie zur Offenlegung und Dokumentation datenschutzrechtlicher Risiken.“ Frithjof Walk von Feig Electronic, sieht hierin einen wichtigen gemeinsamen Schritt von EU und Industrie: „Die Europäische Union tut etwas für den Verbraucher. Wir als Industrie sind gefordert zu schauen, ob wir die Anwender richtig darin beraten, was sie mit den Daten tun. Zudem sehe ich es als unsere gesellschaftliche Aufgabe, an nachfolgende Generationen weiterzugeben: Geht achtsam mit euren Daten um.“

Bild: RFID im Blick

 

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