„Der Hype ist vorbei, jetzt beginnt die Praxis", sagt Frithjof Walk von Feig Electronic
Wie sind die Entwicklungen der vergangenen Jahre seit dem „Hype" um RFID zu bewerten? Auf welchem Stand sind wir heute? Mit welchen Entwicklungen ist zu rechnen? Dieser Fragen nahm sich Frithjof Walk, Vertriebsleiter bei Feig Electronic, in seinem Vortrag im CeBIT Forum AutoID/RFID am dritten Messetag an. „Gewissermaßen ist RFID nicht länger ein Thema, das man speziell beachten muss, denn die Märkte rund um die Technologie entwickeln sich zu ganz normalen Märkten", sagt Walk. „Allerdings sind dies nicht die Märkte, von denen wir vor fünf bis sechs Jahren in der 'Hype'-Phase gesprochen haben." So habe sich die Diskussion während der Hochphase 2005/2006 stets um UHF-RFID bewegt, was nicht der realen Anwendung entspreche: „Noch im Jahr 2009 wurden 51 Prozent der Umsätze mit LF gemacht, knapp 41 Prozent mit HF und nur acht Prozent mit UHF."
Der Hype habe aber auch vieles bewirken können: „Das Risikokapital, das investiert wurde und die Kommunikation über die RFID-Technologie haben dazu geführt, dass die Technologie weiterentwickelt wurde und viele Anwendungen entwickelt wurden, auch 2D-Barcodes sind als Alternative gefördert worden und heute breit in der Praxis etabliert. Jeder von Ihnen sieht täglich mehrere 2D-Codes. Die Erkenntnis, dass die automatische Identifikation eine Lücke im Medienbruch zwischen der realen und der virtuellen Welt der Daten schließen kann, ist ein Verdienst des RFID-Hypes.“
Mittlerweile gebe es keinen Hype mehr - und dieser sei auch nicht notwendig für das Vorankommen der Technologie. „Die Menschen befassen sich mit der Technologie, überprüfen deren Nutzen und setzen sie ein", sagt Walk. „Somit sind wir dort angekommen, wo wir auch 2005 schon sein wollten."
Bild: RFID im Blick


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






