RFID-Chip überwacht das Verhalten der Flugtiere
Eine Langzeitstudie an einer Kolonie von Bechsteinfledermäusen zeigt, dass Fledermäuse komplexe Beziehungen pflegen und Freundes- und Verwandten-Netzwerke bilden. Dieses fanden Wissenschaftler der Universität Greifswald und der ETH Zürich heraus.
Für diese Studie hat der deutsche Evolutionsbiologe Gerald Kerth von der Universität Greifswald über 20 Jahre lang in zwei Kolonien mit insgesamt 60 Bechsteinfledermäusen Daten über deren Sozialleben gesammelt. Die Daten der letzten fünf Jahre gewann er dadurch, dass er jede einzelne Fledermaus mit einem RFID-Chip versah und so vollautomatisch überwachen konnte, wo in seinem Sommerquartier sich welches Tier aufgehalten hat. Autonome Kameras lieferten teilweise Aufnahmen aus den Ruheplätzen.
Bei der Analyse der insgesamt 20 500 Daten entdeckten die ETH-Forscher Nicolas Perony und Professor Frank Schweitzer vom Chair of Systems Design, dass sich die beiden Kolonien nicht austauschten. Die größere Kolonie, die 40 Tiere umfasste, bildete zwei Untergruppen von etwa 20 Tieren, die einen engeren Kontakt zueinander hatten. Innerhalb dieser Gruppen konnten Perony und Schweitzer ein enges, deutlich ausgeprägtes Freundes-Netzwerk ausfindig machen. Zu einem solchen Netzwerk gehören nur Weibchen, die in der Regel in einer Linie miteinander verwandt sind, also Großmutter, Mutter und Tochter.
Bild: Steve Byland - Fotolia.com


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






