UHF-Lösung steuert Prozesse in der Logikcontrollerproduktion
Der Elektronikkonzern Schneider Electric implementiert derzeit eine RFID-Lösung in seiner Produktion in Carros nahe Nizza, wo der weltweit operierende Konzern programmierbare Logikcontroller (PLC) für die Industrieautomatisierung fertigt. Die UHF-Lösung namens „Magicstrap" liefert das Unternehmen Murata. „Die Lösung ist mehr als ein reiner IC, aber weniger als ein kompletter Tag. Die Magicstraps werden im ersten Produktionsschritt direkt auf die Leiterplatte montiert und nutzen die Massefläche, eine rein metallische Lage, als Antenne", erklärt Alexander Schmoldt, Business Development Manager bei Murata, gegenüber „RFID im Blick". Damit kontrolliert die Technologie sämtliche Fertigungsprozesse. Das System befindet sich in der Rolloutphase.
Das besondere der Lösung sei, dass auf das Hinzufügen von Trägermaterial und teurem Rohstoff Metall verzichtet werden kann, da die bereits vorhandene Massefläche, sprich der metallisierte Layer der Leiterplatten, die Antennenfunktion übernimmt. Die Form der Leiterplatte wird nicht verändert. Allerdings war es bisher schwierig, eine Antenne daraus zu machen, die genügend Energie zum IC liefert und die auch noch für das Backscattering reicht", so Schmoldt. Dies ermögliche erstmals der Magicstrap, indem er sich zwischen den IC und Antenne schaltet und deren Wirkungsgrade optimiert.
Dabei seien sowohl Einzellese-/Schreibvorgänge als auch Bulkreading möglich. Unter Einsatz spezifischer Readerantennen von Kathrein lässt sich eine Vereinzelung erreichen, da in den Magicstrap eine Antennenfunktion integriert ist, mit deren Hilfe sich über kurze Distanzen von ein bis zwei Zentimetern im Magnetfeld koppeln lässt. Unwanted Reads sind damit ausgeschlossen, wie Schmoldt erklärt.
Bild: Murata Elektronik GmbH


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






