RFID en vogue
Die Modeboutique Sigi erprobt zusammen mit dem mittelständischen Textilhaus Hagemeyer im Rahmen der Prozeus-Förderinitiative die RFID-Technologie für die Bestandsführung. Ab Mai dieses Jahres sollen alle Modeartikel auf der Fläche mit EPC/RFID-Tags versehen sein. Die Modeboutique mit vier Mitarbeitern ist Mieter in der Hagemeyer Galerie in Minden und vertreibt Designermode in eigenständigen Geschäftsräumen im 1. OG des Stammhauses. In der Shoppinggalerie bietet der Modehändler auf fünf Etagen und rund 18 000 Quadratmetern Mode, Lifestyle und mehr.
100 Prozent RFID
Hagemeyer unterstützt Sigi als Projektpartner mit EDV-Know-how und Logistikdienstleistung. Die Ware von Sigi soll im Distributionscenter (DC) von Hagemeyer nach dem Wareneingang mit RFID-Etiketten versehen werden. „Die Anlieferung im Store erfolgt dann zu 100 Prozent mit RFID-getaggter Ware. Diese One-Tag-Lösung wird dort zur Bestandsaufnahme, zum Kassieren und zur elektronischen Artikelsicherung eingesetzt", erklärt GS1-Projektmanagerin Stefanie Kresse.
Warensicherung hat Potenzial
Für Hagemeyer ist das Projekt von Sigi wichtig, um ein geschlossenes RFID-System zu testen: „Unsere Motivation war es, das Projekt im Haus zu beobachten. Bisher liefern nur Gerry Weber und Lemmi Fashion getaggte Ware an uns", erklärt IT-Geschäftsführer Martin Heinzmann. Im DC testen wir daher, wie lange es dauert, die komplette Ware selbst mit RFID-Etiketten zu versehen. Auch der Ersatz der herkömmlichen Warensicherung hat ein hohes Potenzial: „Unser langfristiges Ziel ist es, auf das klassische Hartetikett zur Warensicherung zu verzichten. Nur dann generieren wir einen Kostenvorteil beziehungsweise können die Vorteile von RFID nutzen, ohne dass Mehrkosten entstehen".
iPod unterstützt Bestandserfassung
Die Warensicherung wird über eine Overhead-Antenne von Nedap erfolgen. Das Unternehmen liefert auch eine innovative Handheldlösung für die Bestandserfassung: Der RFID-Reader ist per Bluetooth mit einem iPod verbunden. RF-iT Solutions programmiert derzeit die Software-App, welche die mit dem Handheld-Reader erfassten RFID-Daten mit dem Kassensystem verknüpft: „Entscheidendes Kriterium war die Bedienerfreundlichkeit, da das Gerät einfach am Handgelenk getragen werden kann, ohne dass ein besonders technisches Verständnis erforderlich ist", so Kresse. Auch dass sich die Kunden nicht gestört fühlen, ist dem Geschäftsführer wichtig: „Ein klobiger Handheld passt einfach nicht in das Umfeld einer Modeboutique, zudem sind die modebewussten Mitarbeiter mit dem leichten, kleinen iPod auch technisch en vogue", ergänzt Heinzmann.
Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Märzausgabe von „RFID im Blick".
Bild: Nedap Deutschland GmbH


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






