Frühwarnsystem auf RFID-Basis für die Mastschweinehaltung
Das im Rahmen des ersten „ERAnet ICT-Agri Calls" eingereichte EU-Forschungsprojekt „PIGWISE" wurde bewilligt. Auf Basis von hochfrequenten RFID-Identifikationssystemen sollen Entscheidungsmodelle zur Verbesserung der Einzeltiergesundheit und des Tierwohles bei Mastschweinen entwickelt werden. Das Projekt unter der Leitung der Abteilung Vefahrenstechnik der Universität Göttingen beginnt am 1. September 2011 und wird über zwei Jahre mit 465 000 Euro gefördert.
Ziel des Projektes „PIGWISE" ist die Entwicklung einer Software für die Mastschweinehaltung. Durch den Einsatz von HF-RFID-Systemen mit 13,56 MHz sollen Parameter, wie beispielsweise die Tageszeiten, die Dauer und die Häufigkeit der Futteraufnahme bei Mastschweinen dokumentiert werden. Anders, als bei den derzeit standardmäßig eingesetzten LF-Systemen im 134,2 kHz-Bereich sind diese tierindividuellen Daten dabei für mehrere Einzeltiere gleichzeitig erfassbar.
Das Projekt sieht vor statistische Modelle zu entwickeln, die Aussagen darüber ermöglichen, ab wann Veränderungen im Fressverhalten ein Anzeichen für gesundheitliche Beeinträchtigungen sind. So kann beispielsweise eine verminderte Futteraufnahme, sowohl auf Einzelter-, als auch auf Gruppenebene erfasst und auf Basis der Entscheidungsmodelle bewertet werden. „Das so entstehende gesundheitliche Frühwarnsystem ermöglicht neben einer Steigerung des Tierwohls auch die Optimierung von Mastleistungen", so PD Dr. Engel Hessel, die für die Projektleitung verantwortliche Wissenschaftlerin.
„PIGWISE" wird von der Abteilung Verfahrenstechnik der Universität Göttingen in Vechta koordiniert und umfasst bei einer Laufzeit von zwei Jahren ein Gesamtbudget von 525 000 Euro.
Bild: DerPaparazzo (Fotolia.com)


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






