Modehändler will im ersten Halbjahr 2011 Pilottests mit Softwareanbietern starten
Als Zugpferd für den RFID-Rollout im Fashion-Sektor gibt Gerry Weber erneut den Takt an. Strategisch strickt der Retailer an einer erweiterten Ausrichtung. Da sich der Rollout durch Einbindung der Händler als schwerere Gangart erweist, sucht der Modehändler aktuell den Schulterschluss mit den Retail-Softwareanbietern. „RFID im Blick" sprach mit Christian von Grone, Gesamtleiter IT/Organisation, Gerry Weber International.
„Wir forcieren den RFID-Rollout nicht nur von der Retailer-Seite her, sondern durch die Zusammenarbeit mit den großen Warenwirtschaftssystemanbietern. Wir unterstützen mit Kräften das Ziel, dass diese Softwareanbieter die RFID-Technologie als Standardmodul integrieren", erklärt von Grone. „Der Multiplikator ist bei den Softwareanbietern viel größer". 4 500 Einzelhändler von Gerry Weber verwenden laut von Grone Standardsysteme von Unternehmen wie Futura, Hiltes, Höltl oder Intelligix.
Gerry Weber will bereits im ersten Halbjahr Pilotprojekte mit Anbietern aufsetzen, deren Kunden Ware von Gerry Weber verkaufen. Konkrete Vorhaben gibt es bereits mit Futura in dem Projekt bei Seidensticker. Zusammen mit Höltl befindet sich derzeit auch ein Pilotprojekt bei Hagemeier in den Startlöchern.
„Für die RFID-Integration ist nach heutigem Stand der Technik keine zusätzliche Middleware mehr notwendig. Heute wird auch keine Middleware mehr für die EAN-Verarbeitung eingesetzt. Diese ist inzwischen ein fester Bestandteil der Software-Funktionalität. Das sehe ich perspektivisch für RFID ganz genauso." Ziel sei es laut von Grone daher, auf eine separate RFID-Lösung zu verzichten, die zusätzliche Schnittstellen und damit einen höheren Aufwand nach sich ziehe.
Außerdem plant Gerry Weber im Laufe dieses Jahres den Umstieg auf die neue Chipgeneration Monza 4 von Impinj. „Da die alte Chipgeneration ausläuft, wollen wir langfristig auf ein neues Inlay umstellen. Für uns ist es wichtig, die Leseeigenschaften beizubehalten, ohne die Hardware neu justieren zu müssen", erklärt von Grone.
Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Aprilausgabe von „RFID im Blick".
Bild: Nordic ID GmbH


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...





