RFID-basiertes Ortungssystem unterstützt blinden Mitarbeiter an der Hochschule Darmstadt
An der Hochschule Darmstadt arbeitet seit März ein blinder Mitarbeiter in der Materialausgabe. Er verteilt Verbrauchsmaterialien und Lehrmittel. Das Lager und den blindengerechten Arbeitsplatz hat die Hochschule mit dem RFID-basierten Ortungssystem Tag IT des Unternehmens Dräger und Lienert ausgestattet.
Über eine blindengerechte PC-Tastatur gibt der Mitarbeiter den Artikelnamen ein. Die Software überträgt die Daten auf einen RFID-Stift. Dieser führt den Mitarbeiter per Sprachanweisung zu dem Lagerort des gewünschten Artikels. Zu den Aufgaben gehört auch die Materialentnahme aus einem Lager ohne PC-Zugang. Hierfür startet der Angestellte eine mobile Artikelsuche mit einem PDA, das mit einem taktilen Panel verbunden ist.
Laut dem Experten für technische Hilfsmittel des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV), Ernst-Dietrich-Lorenz, ist diese Integration in Arbeitsprozesse in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. Lorenz sehe in der RFID-Technologie das Potenzial, die Chancen für blinde Menschen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Diese mache formgleiche Gegenstände wie Bücher und Akten für blinde Menschen unterscheid- und identifizierbar.
Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Maiausgabe von "RFID im Blick".
Bild: Roman Milert (fotolia.com)


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






