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Alles paletti im Pool

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chep_paletten_050511Für welches Paletten-Poolsystem macht RFID Sinn?

Wie aktuell auf der CeMAT in Hannover zu erleben, ebbt die Debatte: Holz contra Kunststoff? Offener Pool contra geschlossener Pool? nicht ab. Derzeit wird das Tagging von Holzpaletten im offenen Pool heiß diskutiert. RFID muss das Ziel sein, heißt es seitens der European Pallet Association (EPAL), die bis 2012 alle EUR-Holzpaletten mit RFID-Tags kennzeichnen will. RFID macht nur Sinn im geführten Pool, sagen die Skeptiker. Das Für und Wider ist Thema in der Maiausgabe von „RFID im Blick".

2008 hat die European Pallet Association (EPAL) angekündigt, bis 2012 alle EUR-Paletten mit RFID-Tags zu kennzeichnen. „Der Fahrplan ist ein wenig in Verzug. Am grundsätzlichen Ziel halten wir jedoch fest", so Martin Leibrandt, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Paletten (GPAL), gegenüber „RFID im Blick".

Ineffektive Stocks belasten die Supply-Chain

„RFID ist ein zentrales Thema für uns als Poolbetreiber", sagt auch Ralf Pätzold, Director Business Devolpment, Chep. „Aber wir müssen die Vorteile verstehen, bevor wir sie nutzbar machen". Eine klare Aussage über die Kosten-Nutzen-Relation verspricht sich der Poolbetreiber aus dem Projekt „SmaRTI", das 2010 mit Rewe und Mars startete. So ließen sich laut dem Experten mittels RFID beispielsweise die Verweildauern von Paletten auf Empfängerseite besser messen und daraus nutzungsabhängige Kostenmodelle generieren.

Ohne intelligente Ladungsträger geht es nicht

„Die logistischen Anforderungen werden sich grundlegend verändern", ist Frank Bücker, Leiter Kunststoff Vertrieb bei Craemer überzeugt. Ohne poolgeführte Mehrwegladungsträger ist Prozesssicherheit nicht möglich, erklärt er im Interview mit „RFID im Blick". „Gerade im Bereich der Lebensmitteldistribution besteht ein ganz anderer Anspruch. Discounter, die das größte Volumen an Düsseldorfer Paletten nachfragen, sowie die produzierende Industrie benötigen intelligente Kunststoffpaletten, um die Führung durch die gesamte Wertschöpfungskette überhaupt prozesssicher abbilden zu können. Der Handel strebt die durchgängige Warenkette bis in den Markt an, sprich die automatische Warenvereinnnahmung. Die Voraussetzung ist ein geführter Pool in Kombination mit RFID, denn nur so lässt sich die ID-Nummer wirklich mit Produktdaten beziehungsweise SAP-Liefernummer verheiraten."

Trendwende hin zum Mehrwegbehälter?

Grundsätzlich steigt die Nutzung von Mehrwegtransportbehältern Bis zum Jahr 2015 werden nach Schätzungen der Beraterfirma Ekupac in Europa jährlich rund 2,7 Milliarden Mehrwegbehälter für Frischware - rund 20 Prozent mehr als heute - versendet. „Kunststoff hat gerade in der Fleisch- beziehungsweise Frischeindustrie sowie bei Brot und Backwaren seine Berechtigung", so Ekart Kuhn, Ekupac Gesellschafter. De Akzeptanz von RFID beurteilt er grundsätzlich aber eher skeptisch: „Das Thema RFID braucht mehr Zeit. Die Devise heißt meiner Ansicht: Back to the Basics. Gerade Konsumgüterunternehmen sind informationstechnisch noch nicht auf dem neuesten Stand. Was nützt die Technologie also, wenn beispielsweise die Grundlagen für den entsprechenden Informationsaustausch gar nicht vorhanden sind."

Bohren statt kleben

Eine neue Lösung für die Integration von RFID-Transpondern in Behältern oder auch Paletten hat kürzlich Flexo-Print vorgestellt. Das Unternehmen hat einen 3D-UHF-Transponder zusammen mit Felix Schoeller Supply Chain Technologies entwickelt, der sich in ein gebohrtes oder vorgespritztes Loch einbringen lässt. „Wir sehen große Märkte in Bereich Kistenmanagement. Rund 500 Millionen Getränkekisten sind in Deutschland im Umlauf, 30 Millionen neue werden jährlich hergestellt", so Karl Heinz Wendisch, Gründer und Mehrheitsgesellschafter, Flexo-Print. Auch im Frischesegment wie Obst- und Gemüse- sowie Fleischkisten, ebenso dem gesamten Behältermanagement, sieht das Unternehmen Potenzial.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der Maiausgabe von „RFID im Blick".

Foto: CHEP Deutschland GmbH

 

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