Fazit der Deutschen Messe: CeMAT hat Erwartungen übertroffen
„Rekord-Internationalität“, „Ende der Wirtschaftskrise“ und „sehr zufriedene Unternehmen“ – nach der CeMAT, die am vergangenen Freitag ihre Tore schloss, schwelgt die Intralogistikbranche in Superlativen. „Mit dem Rekordzuspruch aus dem Ausland hat die CeMAT in Hannover ihre Position als wichtigste internationale Geschäftsplattform der Intralogistik eindrucksvoll untermauert“, sagte Dr. Andreas Gruchow, Mitglied des Vorstands der Deutschen Messe AG.
Etwa 58 000 Besucher verzeichnete die Intralogistikmesse vom 2. bis 5. Mai in Hannover, wie der Veranstalter am Freitag mitteilte. Damit erreichten die offiziellen Zahlen in etwa das Niveau von vor drei Jahren. Etwa 40 Prozent der Besucher gehörten zum Top-Management ihrer Unternehmen, rund 35 Prozent der Besucher reisten aus dem Ausland an. Auch 1 084 Unternehmen aus 38 Ländern kamen nach Hannover, und davon mit 548 die Hälfte aus dem Ausland. Dazu Gruchow: „Damit hat die CeMAT 2011 das Ergebnis der Vorveranstaltung, die im Mai 2008 vor der tiefgreifenden Wirtschaftskrise ausgerichtet wurde, noch einmal übertroffen.“
Auch der VDMA-Fachverband Fördertechnik und Logistiksysteme geht davon aus, den für 2011 prognostizierten Umsatzzuwachs der deutschen Intralogistikbranche von neun Prozent zu übertreffen. Darauf deuten nach Einschätzung von Peter Günther, Geschäftsführer dieses Fachverbands, die Auftragseingangszahlen dieser Branche hin. Deutschland sei wie kaum ein anderes Land so gut aus der größten Wirtschaftskrise der vergangenen Jahrzehnte herausgekommen, sagte er auf der Auftaktpressekonferenz der Intralogistik-Weltleitmesse CeMAT 2011 am Mittwoch (27.4.2011) in Hannover. "Der aktuelle Branchentrend hält weiter an, wir sind auf gutem Weg, bald die Zahlen von 2007 zu erreichen". Die deutsche Intralogistik erwartet 2011 einen Branchenumsatz von mehr als 16 Milliarden Euro.
Einen Aufwärtstrend verzeichnen auch die AutoID/RFID-Anbieter. „Volle Auftragsbücher“, „eine stabile Auftragslage“ sowie eine „steigende Nachfrage nach Komponenten und Systemlösungen“ lauteten die Ausstellerstimmen. Ihre Innovationen zeigten die insgesamt 120 Unternehmen im Bereich AutoID in Halle 27, angefangen von Logistik-Software, über Auto-ID-Systeme und E-Logistik-Konzepte sowie Dienstleistungen rund um komplette Logistikprojekte.
Auf der Sonderschau „Auto-ID in der Verpackungslogistik“ in Halle 12, ausgerichtet vom Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) des Vereins zur Förderung innovativer Verfahren in der Logistik (VVL), präsentierten fast 30 Aussteller auf einer Gesamtfläche von rund 1000 m2 alle Themenbereiche von der Produkt- und Transportverpackung über die Ladeeinheitenbildung und -sicherung bis hin zur Ladungsbildung und -sicherung. In dem von mehreren Ausstellern getragenen Gemeinschaftsexponat wurden im Rahmen von regelmäßigen Standführungen die zentralen Anwendungen unter anderem in Kombination mit AutoID-Technologien live und in voller Funktion vorführt.
Trotz des allgemeinen Optimismus konnte die diesjährige Messe nicht darüber hinwegtäuschen, dass der von vielen Ausstellern erhoffte Besucheransturm ausblieb. Vor allem der Montag war aufgrund des 1. Mai und der endenden Osterferien eher schwach besucht. Auch die zeitnahe Terminierung zur interpack in Düsseldorf und der transport logistic, die heute in München ihre Tore öffnet, war aus Sicht der AutoID-Anbieter ungünstig gewählt. Die nächste CeMAT wird vom 19. bis 23. Mai 2014 ausgerichtet.
Foto: Deutsche Messe AG


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






