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VÖBB rollt RFID-System aus

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fotolia_biblio_berlin89 Berliner Bibliotheken stellen ab Juni Medien um

Der Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins (VÖBB) wird alle Bibliotheken mit einem RFID-System ausstatten. Dem VÖBB gehören 80 Bibliotheken und neun Fahrbibliotheken an. Bereits im Juni 2011 soll das RFID-System in zwei Spandauer Bezirksbibliotheken in Betrieb gehen. Im August wird Steglitz-Zehlendorf. Das gesamte RFID-Projekt wird voraussichtlich im September 2013 abgeschlossen sein.

Bibliotheca RFID Library Systems erhielt den offiziellen Zuschlag, alle Bibliotheken mit dem BiblioChip RFID-System auszustatten. Das Gesamtvolumen beinhaltet 150 Selbstverbucher, 100 Sicherungstore und 40 BiblioReturns. Im Mai werden alle Häuser mit RFID-Etiketten und Konvertierstationen versorgt, um so schnell wie möglich und überall parallel mit der Medienumstellung beginnen zu können, hieß es seitens des Unternehmens.

Je nach Größe und Anforderungen wird jede Bibliothek individuell eingerichtet. So kommen neben den modernen Gates VII und einfachen bis multiplen Sortieranlagen auch unterschiedlich ausgestattete BiblioSelfChecks des Typs Venus zum Einsatz. Standortabhängig werden die Geräte mit einer EC-Bezahlfunktion, dem BiblioSecurity Locking System speziell für die AV-Medienverbuchung und einem RFID-Kartenleser bestückt.

Der VÖBB, der Ausleih- und Katalogisierungsverbund der 12 Berliner Bezirke und der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB), stellt einen Bestand von mehr als 6,3 Millionen Medien zur Verfügung. Dieser kann online recherchiert und via Fernleihe in jede gewünschte Bibliothek oder gar nach Hause bestellt werden. In 2010 wurden mehr als 23 Millionen Ausleihen und knapp 500 000 überbezirkliche Medientransporte registriert.

 

Seitens des VÖBB wird angestrebt, mit RFID die Zahl der aktiven Bibliotheksnutzer in Berlin von 410 000 im Jahr 2009 auf eine halbe Million zu steigern. Von den dann erwarteten 25 Millionen Entleihungen sollen mehr als 90 Prozent von den Nutzer selbst abgedeckt werden.

Die durch diese Selbstverbuchung der Medien frei gewordenen Personalressourcen sollen beispielsweise in mehr und intensivere Beratung, Leseförderung und Zielgruppenarbeit für Migranten, Senioren oder Jugendliche investiert werden. Außerdem soll, wo immer dies möglich und sinnvoll ist, durch die Installation von auch von außen zugänglichen Rückgabeautomaten die Zeiten zumindest für die Rückgabe von Medien deutlich ausgeweitet werden.

Foto: © lightpoet - Fotolia.com

 

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