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AutoID-Forum auf der transport logistic

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Über 51 000 Fachbesucher aus 134 Ländern verzeichnete die Messe München vom 10. bis 13. Mai.AIM-Unternehmen präsentieren RFID-Anwendung in der Logistik

Das AutoID-Forum der Messe transport logistic in München am 11. Mai 2011 zeigte anschaulich, wie die RFID-Technologie heute in der Logistik verwendet wird. Dies wurde anhand des Container-Einsatzes bei BLG Logistics, Container Centralen und Lufthansa Cargo dargestellt. Organisatoren des Forums waren das Fraunhofer-Institut IML aus Dortmund und AIM-D, Industrieverband für Automatische Identifikation (AutoID), Datenerfassung und Mobile Datenkommunikation.

RFID verhindert das Einschleusen gefälschter Container in die Lieferketten

Im Pool-Systems von Container Centralen aus Dänemark werden über 3,5 Millionen Pflanzen-Container in europaweiten Lieferketten des Handels bewegt. Alle Container sind seit Januar 2011 mit RFID-Transpondern ausgestattet. Damit können die 23.000 Kunden und Lieferanten in diesem Lieferverbund jederzeit den Ein- und Ausgang von Containern und deren Echtheit mit RFID-Lesegräten prüfen. Das ist nach Aussage der Referenten die derzeit größte RFID-Anwendung im Container-Management in Europa. Lieferanten für die RFID-Geräte sind zur Zeit die AIM Mitglieder IdentPro, Nordic ID und Advanced Panmobil. Sie wurden von Container Centralen zertifiziert.

„Der erfolgreiche Einsatz standardisierter RFID-Technologie im Container-Pool von Container Centralen zeigt den Reifegrad, den diese Technologie heute erreicht hat. Sie empfiehlt sich damit für viele ähnliche Abläufe im Handel und in anderen Branchensektoren.", freute sich Michael Wack, Geschäftsführer des AIM-Mitgliedsunternehmens IdentPro, St. Augustin. „Container Centralen bietet auch einen klaren wirtschaftlichen Vorteil, indem es eine Senkung der Pool-Gebühren für seinen Handelspartner um 50 Eurocent je Container für das kommende Jahr verspricht."

Optisch unauffällige gefälschte Container aus Fernost haben oft dazu geführt, dass beladene Container zusammengebrochen sind und die Pflanzen beschädigt und unverkäuflich wurden. Das hat zu Störungen der Ablaufprozesse, zu Umsatzverlusten und zum unverschuldeten Imageverlust des Pool-Betreibers geführt. „Das Beispiel von Container Centralen zeigt, dass das Zusammenspiel einer perfekten Organisation, hier der Container-Pool, und der passenden RFID-Technik den wirtschaftlichen Erfolg im Handel steigert. Daran können hier international flächendeckend alle Lieferketten-Partner teilhaben.", betont Wolf-Rüdiger Hansen, Geschäftsführer des Industrieverbandes AIM-D und Co-Moderator des AutoID-Forums auf der transport logistic.

Asset-Management für Roll-Trailer im Hafen

Ein weiteres Beispiel für den nutzenstiftenden Einsatz von RFID an Transporthilfsmitteln im Bremer Hafengelände schilderte Wolf Lampe von BLG Logistics aus Bremen. Hier geht es um die Wiederauffindung großer Roll-Trailer zur Be- und Entladung sperriger Güter auf RoRo-Schiffen. „Indem wir die Roll-Trailer mit passiven RFID-Transpondern und die Zugmaschinen mit RFID-Antennen und GPS-Geräten ausstatten, können wir die Position geparkter Roll-Trailer jederzeit elektronisch feststellen. So verringern wir den Zeitaufwand für das Auffinden geeigneter Roll-Trailer für die jeweiligen Schiffsladevorgänge wesentlich.", berichtete Wolf-Lampe von BLG Logistics auf der transport logistic. „So leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Effizienzsteigerung der Be- und Entladeprozesse in unserem Hafen."

Marcus Witte von Lufthansa Cargo berichtete über den Einsatz von "intelligenten" Luftfracht-Containern. Hier besteht die besondere Schwierigkeit darin, dass die Container während des Flugzeugtransportes nicht funken dürfen. Das wird sichergestellt, indem die in Erprobung befindliche Container-Elektronik automatisch erkennt, dass der Container im Flugzeug angekommen ist. Ergänzend dazu erläuterte Markus Kreitmair von EnOcean, wie Funktechnologien an den Containern zukünftig ohne Batterien mit ambienter Energie versorgt werden sollen.

„Wir sind überzeugt, dass Anwender in allen Branchen, deren Prozesse ähnliche Merkmale aufweisen wie die Beispiele von BLG Logistics, Container Centralen und Lufthansa Cargo gut beraten sind, die Übertragbarkeit dieser RFID- und GPS-Lösungen auf die Anforderungen ihrer Unternehmen zu prüfen.", resümiert Dr. Volker Lange vom Fraunhofer-Institut IML und Co-Moderator des Forums. „Diese Technologien haben eine industrielle Robustheit erlangt, die in vielen Unternehmen bisher hinausgezögerte Entscheidungen für den Technologie-Einsatz möglich machen sollten."

Foto. Messe München GmbH 2011

 

 

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