Transparente Produktinfos für Allergiker
Wissenschaftler des Fraunhofer FIT haben ein System entwickelt, das Verbraucher durch Vibrieren eines Rings am Finger beim Ergreifen für sie unverträglicher oder unerwünschter Produkte warnt. Beispielsweise haben etwa 15 Prozent aller Deutschen eine Laktose-Intoleranz (Milchzucker). Mit Fruktose (Fruchtzucker) haben 30 Prozent der Bevölkerung Probleme. Auch spezielle Diät- oder Ernährungspläne sind häufig Gründe für differenziertes Einkaufen. Nicht zuletzt gibt es noch andere Motive für Verbraucher, bestimmte Produkte zu bevorzugen, etwa regionale Herkunft, Bio-Siegel oder eine Fair-Trade-Kennzeichnung.
Technische Voraussetzung ist eine RFID-Kennzeichnung der Produkte, die der Ring auslesen kann. Über WLAN beziehungsweise UMTS erfolgt in Bruchteilen von Sekunden ein Datenabgleich zwischen den auf dem Ring gespeicherten Kundenpräferenzen und Produktinhaltsstoffen, die in einer zentralen, öffentlichen Datenbank hinterlegt sind. Herkunft und Inhaltsstoffe von Lebensmitteln seien auf Produkten oftmals unverständlich, verschleiernd oder sogar irreführend angeben.
Der Ring am Finger erkennt das unverträgliche Produkt, sobald es gegriffen wird, und signalisiert durch Vibration, ob es zu den Präferenzen des Benutzers passt. Eine elektronische Anzeige am Regal zeigt weitere Information, wie etwa Namen und Preis des Produktes und den Grund einer Warnung.
Das System wurde auf Basis einer Weiterentwicklung der LinkSmart Middleware aus dem Hydra Projekt realisiert, die Fraunhofer FIT im Rahmen des BRIDGE Projekts durchführt. Sie erlaubt eine intelligente Vernetzung stationärer, mobiler und ubiquitärer Endgeräte.
Foto: © Franz Pfluegl - Fotolia.com


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






