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Innovation braucht Überzeugung und Engagement

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20-jähriges Jubiläum

Plasticard-ZFT feiert 20-jähriges Bestehen und blickt auf eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte zurück

Geschäftsführer Jürgen Werner im Interview mit „RFID im Blick“

Plasticard-ZFT feiert 20-jähriges Bestehen.

„Wie die Zeit vergeht“ – Das 20-jährige Firmenjubiläum des Dresdener Kartenherstellers rückt näher! Mit diesem Zeitabschnitt verknüpfen sich 20 Jahre Produktentwicklung, 20 Jahre innovatives Denken und 20 Jahre Erfahrung im Projektgeschäft. Seit der Unternehmensgründung im Jahre 1991 hat sich der Kartenhersteller auf innovative Entwicklungen spezialisiert. Das Motto lautet: Kein Mainstream, sondern individuelle und spezielle Produkte mit Qualität und Zuverlässigkeit. Was die vergangenen Jahre mit sich gebracht haben und welche Meilensteine in der Zukunft liegen, darüber berichtet Geschäftsführer Jürgen Werner im Interview mit „RFID im Blick“.

Herr Werner, wie haben Sie in den Gründungsjahren des Unternehmens das Fundament für die stabile Entwicklung gelegt?

Bereits kurz nach der Unternehmensgründung haben wir erkannt, dass die damalige Kartenindustrie maßgeblich an Projekten mit großen Kartenvolumina beteiligt war. Kleine Kartenauflagen wurden zwar nachgefragt, waren aber maschinell nicht wirtschaftlich umsetzbar. Und gerade diese Produktionsnische haben wir für uns als erfolgreichen Weg betrachtet. Das Ziel war und ist es auch heute noch, kleinere Kartenvolumina auf höchster Qualitätsstufe und mit größter Fertigungsgenauigkeit am Markt anzubieten. Die Strategie, den Mainstream zu verlassen, war das Erfolgsrezept.

Welche herausragenden Meilensteine haben sich in diesen Gründungsjahren ereignet?

Nach der Gründung im Jahr 1991 haben wir 1996 die erste, auf eigener Entwicklungsarbeit basierende, vollautomatische Kartenproduktionsmaschine in unserem Haus aufgestellt. Die Maschine war hochflexibel, multifunktional und wich entscheidend von handelsüblichen Kartenmaschinen dieser Zeit ab. So konnten Jobwechselund Einrichtungszeiten auf ein Minimum reduziert werden.

Stichwort „Kartenmaschinen“ - Dreh- und Angelpunkt für die unternehmerische Entwicklung waren die flexiblen Spezialmaschinen, ist das richtig?

Ja, im Fokus stand immer die Weiter- und Neuentwicklung der multifunktionalen Kartenproduktionsmaschinen. Das Ziel war und ist es, mit einem soliden Kapital und einem gut ausgelasteten Maschinenpark alle Funktionalitäten anbieten zu können.

Allerdings wurden einige innovative Produkte auch zu früh am Markt platziert. Auf der Systems 2004 in München haben wir beispielsweise erstmalig UHF-Chipkarten vorgestellt. Der damalige Zeitpunkt war mutig gewählt, denn er eilte dem Markt voraus. Das Interesse war daher eher verhalten. Abbringen ließen wir uns von den UHF-Chipkarten aber natürlich nicht. Und wie so häufig, führte gerade das Festhalten an Innovationen zum Erfolg. Der Markt und die Nachfrage entwickelten sich und unser Produktportfolio stand parat – und hatte Marktreife.

In welchen weiteren Entwicklungen haben Sie sich auf die RFID-Technologie spezialisiert?

Flexible Spezialmaschinen ermöglichen den qualitativ hochwertigen Druck von kleinen Kartenauflagen.
Flexible Spezialmaschinen ermöglichen den qualitativ hochwertigen Druck von kleinen Kartenauflagen.

Natürlich sind neben der reinen kontaktlosen Chipkarte auch weitere Produkte zur Identifikation auf dem Sektor ‚RFID‘ sehr interessant. Wir haben den Blick bereits früh auf das gesamte Anwendungsspektrum der RFID-Technologie ausgerichtet und begonnen, RFID-Medien auch in anderen Formfaktoren zu produzieren. Beispielsweise RFID-Chips in Spritzgussgehäusen, Windshield-Labels sowie Etiketten mit speziellen Sicherheitsfunktionen, wie beispielsweise Hologrammen. Neue und innovative Produkte stellen für mich Zukunftsabsicherung und unternehmerische Unabhängigkeit zugleich dar. Von der einfachen RFID-Karte über Identifikationsmedien wie Schlüsselanhänger bis hin zu Produkten, die innovative Speziallösungen ermöglichen, können wir den Markt bedienen. Entscheidend ist die breite Basis des Produktangebotes.

Welche Produktentwicklungen verfolgen Sie aktuell?

Nach der Einführung des Digitaldrucks vor rund einem Jahr haben wir 2011 eine völlig neuartige Stanztechnologie in die Fertigung integriert. Somit ist Plasticard-ZFT auch in der Lage, kleinere Kartenauflagen in spezieller Form ohne Werkzeugkosten zu produzieren.

Unser Denken ist für die Zukunft auf weitere Diversifikation im ID-Markt ausgerichtet. In der Integration kompletter elektronischer Baugruppen in Karten oder Labels sehen wir großes Potenzial. Ein Beispiel ist die Konfektionierung von Datenloggern in Labelform für logistische Anwendungen.

Diese Produkte wollen wir kostengünstig und in bekannten Formfaktoren produzieren. Zudem ist Plasticard in dem Verbundprojekt „SOFI“ aktiv. Zusammen mit Fraunhofer-Instituten und anderen Industriepartnern realisieren wir Anwendungen für das Gesundheitsmanagement. Beispielsweise steht die Entwicklung einer Chipkarte im Fokus, die durch Schnelldetektion Krankheitserreger erkennen soll. Speziell für diese Applikation haben wir eine Sondermaschine in Auftrag gegeben, die Bauelemente von Trägern vereinzeln kann und diese in Karten integriert.

Die vergangenen 20 Jahre sind ohne ein Partnerkonzept sicher nicht denkbar, oder?

Unsere Vertriebsstrategie beinhaltet, dass wir zu 90 Prozent mit Wiederverkäufern arbeiten. Daher ist immer Diskretion geboten. Dennoch kann ich beispielsweise die Unternehmen Bosch und Interflex nennen, mit denen wir langjährig erfolgreich zusammenarbeiten. Unser Dank gilt aber auch vielen weiteren Partnern, die über die Jahre hinweg unserer Arbeit vertraut haben und Projekte mit uns realisierten. Zuverlässige Partnerbeziehungen, ein stabiles Mitarbeiterteam, hohe Qualitätsstandards und auch persönliche Verantwortlichkeit sind entscheidende Faktoren für die stetige und erfolgreiche Weiterentwicklung.

Über Plasticard-ZFT

Inhaber und Geschäftsführer Jürgen Werner und Frank Hertel planen die nächsten 20 Jahre.
Inhaber und Geschäftsführer Jürgen Werner und Frank Hertel planen die nächsten 20 Jahre.

Unternehmen

  • Gründung 1991 - 6 Mitarbeiter
  • 50 Mitarbeiter, davon 8 Auszubildende (2010)

Leistungsspektrum

  • Kleine und mittlere Auflagen in High-End-Qualität
  • Herstellung von individuell bedruckten und weißen Plastikkarten sowie kontaktbehafteten und kontaktlosen Chipkarten
  • Personalisierungs- und Mailingservice für komplexe Kartenprojekte
  • Realisierung komplexer Kartenaufbauten
  • Umsetzung kundenspezifischer Personalisierungsaufgaben
  • Pionier bei webgestützten Servicelösungen für Karten
  • Einsatz spezieller Materialien für hochbelastbare ID-Karten
  • Hochautomatisierung trotz kleiner Mengen
  • Umfassender IT-Einsatz bei allen Prozessen
  • Konzeption & Beratung für Kartenprojekte
  • Gestaltung & Designservice

Produkte

  • Kontaktlose Chipkarten mit RFID-Technologie in verschiedensten Frequenzen: NF (125 kHz) z.B. Hitag, EM, Temic HF (13,56 MHz) z.B. Legic, Mifare UHF (868 MHz)
  • RFID-Kombikarten mit mehreren Chips
  • RFID-Hybridkarten mit anderen Datenträgern beispielsweise Magnetstreifen, Barcode oder Kontaktchips
  • RFID-Windshield-Labels
  • Aufkleber für Karten mit UHF-, HF- oder NF-Technologie
  • Schlüsselanhänger und andere ID-Medien
  • Sonderformatkarten
  • Longlife Cards
 

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