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Mit aktiver RFID-Technologie den Containerumschlag optimieren

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Hafenlogistik

Effizienzmotor der Hafenlogistik

Von Michael Dempsey, Director Ports, IDENTEC SOLUTIONS AG

Ein Echtzeit-Ortungssystem wurde 2010 bei Total Terminal International (TTI) Algeciras in der Straße von Gibraltar eröffnet.
Ein Echtzeit-Ortungssystem wurde 2010 bei Total Terminal International (TTI) Algeciras in der Straße von Gibraltar eröffnet.

Von der Be- und Entladung von Frachtschiffen über die Zwischenlagerung von Seefrachtcontainern bis hin zu deren An- und Abtransport mit Bahn und LKW: Weltweit nutzen Häfen die Vorteile aktiver RFID-Technologie, um die betrieblichen Abläufe zu vereinfachen und gleichzeitig die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu erhöhen.

Ohne Schiffe gäbe es keinen weltumspannenden Handel. An die 95 Prozent aller interkontinentalen Transporte werden heute auf dem Seeweg abgewickelt, die Häfen schlugen im Jahr 2008 rund acht Milliarden Tonnen Güter um. Rund um den Globus werden deshalb Kapazitäten ausgebaut. Zugleich suchen die Terminalbetreiber ständig nach neuen Wegen, um die operativen Abläufe effizienter und sicherer zu gestalten. Moderne RFID-Technologie kann dazu einen maßgeblichen Beitrag leisten.

Zuverlässige Identifikation

Michael Dempsey, Director Ports, Marine & Intermodal beim österreichischen Unternehmen Identec Solutions, kennt die vielfältigen Herausforderungen in der Hafenlogistik ebenso wie die Antworten darauf. Gerade im heiklen Gate-Bereich muss eine Reihe von Daten erfasst und verarbeitet werden. Zu identifizieren gilt es mitunter nicht nur LKWs, sondern auch deren Fahrer, das Fahrgestell oder das Stromaggregat von Kühl-Containern.

„Das Tracking der Liefer- und Abholfahrzeuge mittels aktiver RFID-Transponder ist längst gängige Praxis“, berichtet Dempsey. An etwa zehn Standorten hat Identec Solutions solche Systeme implementiert, unter anderem am Tiefseehafen Dschabal Ali in Dubai und am Hafen von Georgia, USA. Wenn ein LKW in den US-amerikanischen Hafen einfährt, erfasst beispielsweise ein automatisches Texterkennungssystem die eindeutige Nummer des Containers, während ein RFID-Reader den Tag und damit die ID des Fahrzeugs ausliest. „Dieser Datensatz durchläuft in der Folge verschiedene Prozesse“, so Dempsey, „die Inspektion des Containers, die Überprüfung des Fahrers, Sicherheitskontrollen und ähnliches.“ Der RFID-Tag fungiert dabei während der gesamten Transaktion als eine Art Nummernschild.

Der automatisierte Hafen

Bei Total Terminal International (TTI) Algeciras, der erst 2010 eröffneten Anlage der Reederei Hanjin an der Straße von Gibraltar, bildet indes ein innovatives Echtzeit- Ortungssystem (Real Time Locating System, RTLS) von Identec Solutions die Grundlage für einen effizienten Umschlagsprozess.

Nachdem Brückenkräne die Container vom Schiff gehoben haben, übernehmen automatisierte Transportfahrzeuge die Beförderung ins Lager. „Diese Shuttle-Carrier sind mit aktiven RFID-Transpondern versehen“, erklärt Michael Dempsey. Noch unter dem Kran werde nun mithilfe von OCR, also automatischer Texterkennung, die eindeutige Nummer des Containers ausgelesen und mit dem Transponder abgeglichen. „In der Folge ermittelt unser RTLS die exakte Position des Fahrzeugs und führt es im Zusammenspiel mit weiteren Informationssystemen an den für den jeweiligen Container vorgesehenen Lagerplatz.“ Das gleiche Prinzip kommt auch bei der Anlieferung von zu verschiffenden Containern zum Einsatz: Hierbei werden ankommende LKW nach erteilter Zufahrtsberechtigung zu bestimmten Übergabepunkten geleitet. Dort erfolgt wiederum die Abholung und punktgenaue Verbringung der Container durch Shuttle-Carrier.

Reibungslose Abwicklung

Die Gesamtlösung, ein Gemeinschaftsprojekt von Identec Solutions und Hi-Tech Solutions Europe, gewährleistet TTI Algeciras die genaue Nachverfolgbarkeit der Transportbehälter auf dem gesamten Gelände. Dies sorgt für eine reibungslose Abwicklung, außerdem lässt sich der Verlust von Containern praktisch vermeiden. Nicht zuletzt erhöht sich dadurch auch die Sicherheit für die Mitarbeiter während der Verladevorgänge. „Die Kombination von exakter, prompter Lokalisierung und optischer Containererkennung wird die Art und Weise, wie Container- und intermodale Terminals ihre betrieblichen Abläufe gestalten, maßgeblich beeinflussen“, ist Dempsey überzeugt.

 

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