UHF-Lösung ist EPC Gen2-tauglich und funkt über 200 Meter
Im Gespräch mit der Redaktion von "RFID im Blick" erläutert Roelof Koopmans, Managing Director von Mojix Europe, die Funktionsweise des Mojix Star-Systems. Besonders starke Antennen ermöglichen das Auslesen passiver UHF-Tags über Entfernungen, die bislang nur aktive RFID bezwingen konnte. Das System wird aktuell im Retail-, Automotive- und Manufacturing-Bereich eingesetzt und ersetzt konventionelle Torlösungen im Lagermanagement. Die Star-Receiver sind an der Decke oder an der Wand befestigt und erfassen passive RFID-Tags am Tor wie auch auf der Bereitstellungsfläche beziehungsweise decken die gesamte Lagerfläche ab.
Wodurch zeichnet sich die aktuelle RFID-Lösung von Mojix aus?
Herzstück des Systems ist die Mojix Star-Antenne. Diese ortet und liest passive UHF-Tags auf eine Distanz von mehr als 200 Metern. Die Sendeeinheiten (eNodes) regen die passiven Tags an, damit die Transponder vom Star gelesen und geortet werden können. Es lassen sich bis zu 500 eNodes mit einem einzigen Mojix Star-Receiver verknüpfen und so eine Fläche von bis zu 25 000 Quadratmetern mit einem einzigen Star-System abdecken. Gegenüber konventionellen Readern schließt unser System Interferenzen „by Design" aus, da die eNodes nicht gleichzeitig, sondern nacheinander senden. Zum Einsatz kommen Standard-EPC Gen2-Tags.
Was sind typische Einsatzbereiche Ihres Systems?
Das System wird aktuell im Retail-, Automotive- und Manufacturing-Bereich eingesetzt und ersetzt konventionelle Torlösungen im Lagermanagement. Die Star-Receiver sind an der Decke oder an der Wand befestigt und erfassen passive RFID-Tags am Tor wie auch auf der Bereitstellungsfläche beziehungsweise decken die gesamte Lagerfläche ab. Somit lassen sich Fehler bereits im Vorverladeprozess eliminieren. Dieser großflächige Einsatz passiver Tags im Lager ist deutlich preiswerter als die Verwendung aktiver Tags. Zudem eignet sich unser System zur automatischen Inventarisierung ohne Handhelds und Diebstahlsicherung ohne Gates.
Bei welchen Anwendern kommt Ihre Lösung aktuell zum Einsatz?
Unsere Systeme sind in mehreren Bereichen in Deutschland im Einsatz. Die Handelskette Rewe ist unser größter Kunde im deutschen Retail-Segment. Das Buttenheimer Rewe-Lager erhielt im Sommer 2009 die erste umfangreiche Installation des Star-Systems. Weitere Läger wurden in 2010 ausgestattet. Bei Lufthansa Cargo in Frankfurt überwacht unser System bereits seit Frühjahr vergangenen Jahres die Verladeprozesse von Behältern. Manche Gefahrengüter dürfen nicht gemeinsam auf einer Palette transportiert werden. Das Mojix-System in Kombination mit der Tagpilot-Applikation von Silverstroke stellt dies sicher. Im Automotive-Bereich haben wir im Rahmen des Projektes RAN eine Ortungslösung bei Daimler in Sindelfingen installiert. Zusätzlich sind wir gemeinsam mit Mars, Rewe, Chep und dem Frauenhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) am Forschungsrojekt SmaRTI zum Paletten-Tracking beteiligt.
Welche Anwendungsbereiche halten Sie für besonders zukunftsträchtig?
Das Behältermanagement ist für viele Industriezweige von großer Bedeutung. Der Einsatz der RFID-Technologie verhindert, dass Behälter in der Lieferkette verschwinden, und zweitens können Verladungsprozesse effizienter und effektiver gestaltet werden. Zudem kann unsere passive RTLS-Lösung in Bereichen zum Einsatz kommen, wo bisher nur aktive RFID-Systeme implementiert wurden.


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






