Fraunhofer IML untersucht Nutzen der Schwarmintelligenz für die Logistik
Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML hat in dieser Woche eine Forschungshalle für „Zellulare Fördertechnik" (ZFT) eröffnet. Hier werden die Fraunhofer-Wissenschaftler in den kommenden fünf Jahren untersuchen, wie sich „Schwarmintelligenz" für die Logistik nutzen lässt. Ziel sei es, Versorgungsketten energiesparender zu gestalten und flexibler auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren zu können. Ob Ameisen, Bienen oder Vögel - alle sind sie im Schwarm erfolgreicher als einzeln. Daher habe es sich das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund zur Aufgabe gemacht, von der Schwarmintelligenz zu lernen. In einer 1 020 Quadratmeter großen Forschungshalle simuliert ein Versuchsaufbau ein Lagerzentrum mit Regalen und Kommissionierstationen. Darin suchen sich 50 fahrerlose Transportfahrzeuge selbstständig ihre Aufgaben und ihren Weg.
Ein Schwarm, der durch Kommunikation untereinander entscheidet, wer die Arbeit übernimmt, könne sich viel flexibler anpassen. Sind an einem Tag beispielsweise weniger Ware aus dem Lager zu holen, so würden nur die benötigten Fahrzeuge zum Einsatz kommen.
An der Weiterentwicklung dieser Lösung werden in den kommenden Jahren Wissenschaftler des Fraunhofer IML arbeiten. Insgesamt beträgt das Projektvolumen 5,5 Millionen Euro. Dieses beinhaltet auch die Produktion der 50 vom Fraunhofer IML entwickelten Fahrzeuge durch das Unternehmen Dematic. Gefördert wird das Forschungsprojekt unter anderem vom Land Nordrhein-Westfalen.
Bild: Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML


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