Passend für die jeweilige Anwendung - modular und flexibel
Immer die richtige Lösung
Von Dr. Konrad Kern, Produktmanager Geschäftsbereiche Systeme und Fabrikautomation, Pepperl+Fuchs GmbH
Das Ident Control RFID-System beherrscht die gängigen Feldbus-Schnittstellen, bedient alle gängigen RFID-Frequenzen, ist modular aufgebaut und flexibel erweiterbar. Zudem weist das System eine hohe Robustheit, beste EMV-Eigenschaften und die Schutzart IP67 auf. Daher lässt sich das System prinzipiell in sehr vielen Anwendungen einsetzen. Da die Befehlssyntax für alle Schnittstellen und RFID-Frequenzen ähnlich ist, können bei der Installation Synergieeffekte erzielt werden. Die hohe Produktqualität mit zuverlässiger Funktion, die Modularität und Offenheit bieten langfristige Investitionssicherheit.
In sehr vielen Anwendungen erfolgreich
In modernen Produktionsanlagen müssen effizient und flexibel viele Produktvarianten gefertigt werden können. Gleichzeitig muss jeder Prozess automatisch ablaufen und nach oben hin transparent in eine Leitebene abgebildet werden. Für diese Funktionalität stehen beispielsweise RFID-Systeme an erster Stelle der Informationskette. Modular und flexibel aufgebaute RFID-Systeme wie das Ident Control-System eignen sich hierzu am besten, da diese überall installiert werden können und alle RFID-Frequenzen abdecken. Die Entscheidung für den Einsatz eines RFID-Systems fällt in der Regel nach wirtschaftlichen Kriterien des ROI, aber auch aufgrund der Qualitätsverbesserung durch die Reduktion von Fehlermöglichkeiten.
Unterstützung gängiger Frequenzen
Die Ident Control bietet dem Anwender einen Mehrwert durch die Modularität, die direkte Inbetriebnahme am Gerät und die Unterstützung aller gängigen RFID-Frequenzen. RFID-Transponder mit 125 kHz und 13,56 MHz können einfach an derselben Auswerteeinheit gelesen und beschrieben werden. Die Befehlssyntax ist durchgängig und konsistent aufgebaut, sodass gleiche Funktionsblöcke in der SPS genutzt werden können. Das Ident Control-System lässt sich weltweit einsetzen, da es über die gängigen Schnittstellen Profibus, Profinet, Devicenet, Interbus, CC-Link und eine serielle Anbindung verfügt.
Unterschiedliche Lesekopfbauformen
Höchste Granularität und Flexibilität bietet bei perfekter Kosteneffizienz die Ident Control Compact bis hinunter zu einer Lesestelle als dezentrale Lösung. Auch dieses Gerät besitzt ein Metallgehäuse, die Schutzart IP67, ist komplett steckbar und bietet perfekte EMV-Eigenschaften. Dem Anwender stehen sehr viele verschiedene Lesekopfbauformen zur Verfügung: zylinderförmige Gehäuse mit nur 18 Millimeter Durchmesser, 10 Millimeter flach aufbauende Leseköpfe für die Montage auf Metall bis hin zu großen Lesestellen für große Reichweiten.
Einfache Installation
Die Auswerteeinheit bietet Diagnosefunktionalität teils mit zweiter Schnittstelle oder in der Ethernet-Version über die Web-Server Funktion für die direkte Parametrierung. Diese Versionen unterstützen alle gängigen Protokolle und haben einen integrierten Switch zur einfachen Installation in Linientopologie, beispielsweise entlang einer Förderstrecke. Die Anzeige der Ident Control Compact zeigt übersichtlich den Zustand der Leseköpfe und der anstehenden Befehle sowie die Kommunikation zum übergeordneten Bus.
Anwendungen und Vorteile
RFID-Systeme heben sich neben der besseren Robustheit und Lesesicherheit auch grundsätzlich von Barcode- Systemen ab durch die Möglichkeit, Daten zu schreiben. Die Funktion kann beispielsweise genutzt werden, um dem Fördergut oder dem Werkstückträger detaillierte Informationen zum Transportweg oder zum nächsten Fertigungsschritt mitzugeben. Gleichzeitig lassen sich die Qualitätsdaten auf dem Datenträger ablegen. Auf diese Art können dezentrale Lösungen einfach realisiert werden. Die dezentralen Entscheidungen vermindern den Kommunikationsaufwand auf dem übergeordneten Bus und können eine zentrale Datenbank überflüssig machen. Nur die Diagnosedaten müssen dann zeitunkritisch nach oben übertragen werden. Das ist vor allem bei großen Systemen wichtig.
Einsatz bei Werkzeugmaschinen
Bei Werkzeugmaschinen kommt es auf die kompakte Bauart der Leseköpfe, die Robustheit des Ident-Systems und die hohe Schutzart an. Ein Fall für die Ident Control Compact. Geschätzt werden in dieser Anwendung das Metallgehäuse und die Schutzart IP67 sowie die passenden Lesekopfbauformen in allen Größen zusammen mit dem direkten Aufbau der Leseköpfe auf beziehungsweise in Metall. Auch sind kleine Transponder, die komplett in Metall eingelassen werden können, von hohem Nutzen.
Positionsbestimmung bei Flurförderfahrzeugen
In Flurförderfahrzeugen werden Ident-Systeme eingesetzt, um über im Boden eingelassene Transponder eine absolute Positionsbestimmung zu realisieren. Da diese Fahrzeuge oft über Induktionsschleifen angetrieben werden, sind hier die EMV-Eigenschaften des Ident Control Systems besonders wichtig. Größere Lesekopfbauformen geben die Möglichkeit, größere Toleranzen einfach auszugleichen.
Steuerung automatisch betriebener Lagersysteme
Automatisch betriebene Lagersysteme mit Hebewerkzeugen in den Gassen können über Ident-Systeme einfach gesteuert werden. Teils erfordert die Anwendung, gewisse Höhen an bestimmten Positionen einzuhalten oder die Geschwindigkeiten anzupassen. Dies kann kosteneffizient über einen mitfahrenden RFID-Lesekopf gelöst werden.
Just-in-time-Lösungen in der Automobilindustrie
In der Automobilindustrie ist es üblich, die vielen Varianten und die just-in-time-Lösungen über RFID zu steuern. Ein Beispiel ist die Kabelsatzproduktion bis hin zur Zulieferung ans Band. Dieser komplexe Ablauf und die unzähligen Kombinationsmöglichkeiten wären anders kaum zu lösen. Der Transponder wird dazu bereits bei der Zusammenstellung der einzelnen Kabel genutzt und schließlich in die Verpackung des Kabelsatzes integriert und zur logistischen Steuerung bis hin zum Einbau ins richtige Fahrzeug genutzt. Anschließend wird die Verpackung zurückgeliefert und zum nächsten Fertigungsprozess verwendet.
RFID-Innovation für die Fördertechnik
Der neue Lesekopf mit 50 Zentimeter Länge baut sehr flach und kann einfach in Fördertechnikanlagen integriert werden. Er passt zwischen zwei Fördertechnikbänder oder auch zwischen die Rollen von Rollenförderanlagen. Durch die große Länge können Toleranzen in der Position der Transponder leicht ausgeglichen werden. Dies ist beispielsweise bei Behältern unterschiedlicher Größe auf einer Förderstrecke der Fall. Eine andere Anwendung desselben Lesekopfes ist die High-Speed-Lösung. Durch die Montage entlang der Förderstrecke kann bei definierter Lage des Transponders dieser über eine sehr lange Strecke und damit über eine sehr lange Zeit gelesen werden. Dadurch können aus dem Transponder Daten gelesen werden, auch wenn dieser mit zehn Metern pro Sekunde an der Lesestelle vorbei rast.

Einblick in AutoID/RFID: Pepperl+Fuchs GmbH
Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...





