
Die Windkraft ist der wichtigste Lieferant erneuerbarer Energien in Deutschland. Mehr als 60 Prozent der in Deutschland gewonnenen regenerativen Energie stammen aus Windenergie. Das Energiekonzept der Bundesregierung sieht weiterhin einen großen Ausbaubedarf. Ein Plan, der nicht ohne den Einsatz moderner Technologien realisierbar ist. So stieß „RFID im Blick" auf innovative Projekte in den Bereichen Wartung und Sicherheit.
27 Gigawatt installiert
Laut einem Bericht des Deutsches Windenergie-Instituts (DEWI) waren zum Ende des Jahres 2010 insgesamt 21 585 Windenergieanlagen mit rund 27 204 MW installiert. Damit ist Deutschland im europäischen Vergleich Spitzenreiter. Knapp ein Drittel der in Europa aus Windenergie gewonnen Leistung wird in Deutschland produziert. Spanien liegt mit 20 676 Megawatt installierter Leistung auf Platz 2. Darauf folgen mit einigem Abstand Italien (5 797 Megawatt), Frankreich (5 660 Megawatt) und Großbritannien (5 204 Megawatt). Zum Vergleich: In China waren bis Ende vergangenen Jahres 44 733 Megawatt installiert. Bei 18 928 Megawatt Neuinstallationen in 2010 löste China die USA als größter Windenergie-Produzent der Erde ab.Transponder reduzieren Lichtbelastung
Laut Bundesverband Windenergie (BWE) ist Deutschland weltweit führend im Bereich Technologien für erneuerbare Energien. „RFID im Blick" zeigt in der Reportage „Windige Zeiten" Technologie-Ansätze in Sicherheit und Wartung. So sollen Windpark-Anwohner von nächtlicher Lichtbelastung nahezu befreit werden. Dabei hilft eine Transponder-Lösung, die herannahende Flugzeuge identifiziert und dafür sorgt, dass die Hindernisbefeuerung ausgeschaltet bleibt, wenn sie nicht benötigt wird. Der Systementwickler Lanthan und der Windenergieanlagenhersteller Enercon testen das System in einem Windpark in Schleswig-Holstein.
Roboter-System erleichtert Wartung
Um den Wartungsaufwand von Windenergieanlagen zu reduzieren, testet das Unternehmen Deutsche Windtechnik ein vollautomatisiertes Roboter-System. Flexibel bewegliche Kameras gewähren den Wartungstechnikern an Land einen Blick in das Maschinenhaus der Anlage. So können sie sich effizienter auf notwendige Tätigkeiten vorbereiten. Das Roboter-System ist über eine individuell gestaltbare Funkverbindung mit einem ortsfesten PC verbunden. Für die Kennzeichnung von einzelnen Rotorblätter bietet das Unternehmen Noretec einen speziell geeigneten UHF-RFID-Transponder an. Der OnMetal-Tag ist aus einem Epoxid-Composite hergestellt und eignet sich daher besonders für die Anbringung an solchen Bauteilen.
Thema der Woche: Windnergie Hier können Sie das PDF des Beitrages „Windige Zeiten" aus der Juniausgabe von „RFID im Blick" downloaden.


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






