Home Gesundheit und Medikamentensicherheit Schützt RFID vor falschen Pillen?

Schützt RFID vor falschen Pillen?

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Fälschungen sind bittere Pillen für die Pharmabranche.Projekt „EZ-Pharm" belegt Praxistauglichkeit

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Innovationen gegen Produktpiraterie. Im Rahmen des Projekts „EZ-Pharm" integrierten Forscher RFID-Chips in Medikamentenschachteln, um diese fälschungssicher zu machen. Anfang 2008 war die Forschungsoffensive „Innovationen gegen Produktpiraterie" als Teil der High-Tech-Strategie der Bundesregierung gestartet. In insgesamt zehn Projekten wurden im Verbund aus Industrieunternehmen, Dienstleistern und Forschungseinrichtungen Lösungen für den Produktschutz entwickelt. Ziel des zweijährigen Projektes EZ-Pharm war die Sicherung der Pharmaversorgungskette gegen die Einschleusung von Plagiaten. Forscher des Instituts für Integrierte Produktion (IPH) in Hannover haben RFID-Transponder in einzelne Faltschachteln integriert. Die Antennenstruktur wurde in einem speziellen drucktechnischen Verfahren hergestellt. Vormontierte RFID-Chips, sogennannte Straps, wurden während des Herstellungsprozesses auf der Packung angebracht. Die Wissenschaftler erprobten die Praxistauglichkeit der Methode in der realen Prozesskette. Am Beispiel eines echten Produkts durchlief die elektronisch gesicherte Verpackung einzelne Stationen der Lieferkette. Der Testlauf zeigte, dass die drucktechnische Integration von RFID-Antennen in Faltschachteln möglich ist. Die Anwendung sei prinzipiell für alle Faltschachtel- Verpackungen, beispielsweise auch für die Kosmetik- oder Konsumgüterindustrie, geeignet.

Laut Björn Eilert, Projektverantwortlicher für EZ-Pharm am IPH Hannover, fließen die Projektergebnisse zurzeit zwar in einige konkrete Industrieanwendungen. Allerdings verhalte sich die Pharmabranche gegenüber der RFID-Technologie noch zögerlich. Diese bevorzuge zurzeit noch die Datamatrix-Kennzeichnungslösung. Das IPH arbeitet aktuell an der Verfeinerung der Drucktechniken für die Antennen. „Wir überprüfen, mit welchen Druckverfahren sich die Leitfähigkeit der Antennen am besten realisieren lässt. Zur Auswahl stehen Verfahren wie Flexo-, Tief- und Prägedruck", sagte Björn Eilert gegenüber „RFID im Blick".

Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Juli-/Augustausgabe von "RFID im Blick".

Foto: Robert Kneschke - Fotolia.com
 

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