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RFID versus Produktpiraterie

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Die Schattenseite der Kreativität: Unternehmen stehen heute vor der immensen Herausforderung, ihre Erfindungen und Markenprodukte vor Plagiaten und Produktpiraterie zu schützen. Geschieht dies nicht, entsteht im Schadensfall nicht nur ein wirtschaftlicher Verlust, sondern auch das Unternehmensimage leidet. RFID, Datamatrix oder Farbcode-Markierung? Wie sichern Unternehmen ihre Produkte und welche Methode wird von welcher Branche bevorzugt? Die fünfseitige Dokumentation „Innovation versus Imitation" in der Juli-/Augustausgabe von „RFID im Blick" ist diesen Fragen auf den Grund gegangen.

Unendliche Codes für unendlich viele Produkte

Unternehmen unterschiedlicher Branchen verwenden einen Fälschungsschutz basierend auf Mikro-Farbcodes. Aus diesen ergeben sich weit über vier Milliarden Kombinationsmöglichkeiten für den Schutz des Originals. Das Unternehmen Secutag bringt die Mikro-Farbcodes beispielsweise in Polyester-Fäden von einem Zehntel Millimeter Durchmesser an. Der Sportartikelanbieter Puma verwendet die Lösung seit 16 Jahren. In der Schweiz sichert der Maler Rolf Knie seine Kunstwerke mit den Farbcodes.

Schützt RFID vor falschen Pillen?

Im Rahmen des Projekts „EZ-Pharm" integrierten Forscher RFID-Chips in Medikamentenschachteln, um diese fälschungssicher zu machen. Die Wissenschaftler erprobten die Praxistauglichkeit der Methode in der realen Prozesskette. Am Beispiel eines echten Produkt sdurchlief die elektronisch gesicherte Verpackung einzelne Stationen der Lieferkette. Der Testlauf zeigte, dass die drucktechnische Integration von RFID-Antennen in Faltschachteln möglich ist. Die Anwendung sei prinzipiell für alle Faltschachtel- Verpackungen, beispielsweise auch für die Kosmetik- oder Konsumgüterindustrie, geeignet. Laut Björn Eilert, Projektverantwortlicher für EZ-Pharm am IPH Hannover, fließen die Projektergebnisse zurzeit zwar in einige konkrete Industrieanwendungen. Allerdings verhalte sich die Pharmabranche gegenüber der RFID-Technologie noch zögerlich. Diese bevorzuge zurzeit noch die Datamatrix-Kennzeichnungslösung.

RFID-Labels wappnen Führerscheine gegen Fälscher

RFID-Führerscheinlabels sollen Fahrerlaubnis-Kontrollen vereinfachen und Manipulationsversuche von Führerscheinen verhindern. Vorwiegend Speditionen und groß- und mittelständische Unternehmen mit Firmenfahrzeugen wenden die Lösung bereits an. „Die RFID-Führerscheinlabel werden mit einer weltweit einmaligen und nicht fälschbaren digitalen Seriennummer im Chip geliefert. Diese Nummer wird dem jeweiligen Fahrer eindeutig zugeordnet. Bei der Kontrolle der Führerscheine durch den Fuhrparkbetreiber genügt es, den Führerschein mit dem aufgeklebten RFID-Führerscheinlabel über das RFID-Lesegerät zu halten, erläuterte Stefan Scheller, Business Development Manager von Smart-tec, gegenüber „RFID im Blick".

Thema der Woche: Fälschungsschutz. Hier können Sie das PDF des Beitrages "Innovation versus Imitation" aus der Juli-/Augustausgabe von "RFID im Blick" herunterladen.

Wünschen Sie weitere Informationen zum Thema Fälschungsschutz, senden Sie eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .

 

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