
Wie technologiefreundlich sind deutsche Schulen und Pädagogen? Sind Schüler, Lehrer und Schulträger offen für innovative Technologien wie RFID und kann diese Lehrer entlasten und den Schulalltag positiv bereichern? Die achtseitige Dokumentation „Schulranzen, Kreide, Pausenbrot...und Tags?" in der Juniausgabe von „RFID im Blick" beleuchtet unterschiedliche aktuelle Praxisbeispiele für die RFID-Technologie in Schulen. Diese reichen von der Alarmfunktion über die Anwesenheits- und Zutrittskontrolle bis hin zum Mensabetrieb. Während an der Peter Joseph Lenné Oberschule bei Berlin die Schüler wie selbstverständlich ihren Durst mit getaggten Wasserflaschen stillen, erproben Schüler eines Thüringer Gymnasiums den Zutritt mit RFID-Karten.
Fehlende Rahmenbedingungen für Innovationen
Deutschlands Lehrer sind in Sachen Technikfreundlichkeit besser als ihr Ruf, scheitern beim Einsatz digitaler Medien in der Praxis aber sehr oft an den schlechten Bedingungen in ihren Schulen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM unter 500 Lehrerinnen und Lehrern an Oberschulen ergeben. Danach beurteilen 77 Prozent der Lehrer die Nutzung digitaler Medien in den Klassen positiv.
Digitales Klassenbuch
Sechs Monate wurde kürzlich im Landkreis Böblingen an einem Gymnasium das digitale Klassenbuch getestet. Ein Tablet PC und die entsprechende Software standen bei Lehrer und Schülern auf dem Prüfstand. „Während technologieaffine Lehrer eine hohe Akzeptanz für neue Medien und transparente Methoden mitbringen", erläuterte ein Mitarbeiter, zuständig für die Medienaustattung an Schulen, gegenüber „RFID im Blick", „steht ein Teil des Lehrerkollegiums der neuen Technologie eher skeptisch gegenüber." Positiv sei die transparente Darstellung im digitalen Klassenbuch, die es langfristig sogar Eltern ermöglichen könnte, Eintragungen im Klassenbuch zu lesen. Ziel sei dabei nicht die Kontrolle, sondern die Motivation zur Zusammenarbeit von Schülern, Eltern- und Lehrerschaft.
Anwesend?
Seit Anfang Mai registrieren sich Schüler eines Thüringer Gymnasiums mit RFID-Karten. Am Hermsdorfer Holzland-Gymnasium läuft zurzeit ein RFID-Feldversuch. 90 Schüler haben Chipkarten erhalten. Mit diesen melden sie sich vier Wochen lang beim Betreten und Verlassen der Schule an und ab.
Bargeldlos zahlen und gesund essen
Ein Gymnasium in der Lüneburger Heide hat im Mai eine neue Mensa in Betrieb genommen, in der Schüler mit einem RFID-Chip bezahlen. Seit Mitte Mai nutzen die Schüler des Gymnasiums das bargeldloses, RFID-basiertes Zahlsystem. Jeder Schüler registriert sich mit einem RFID-Chipschlüssel am Eingang der Schulmensa. Bei der Eingangskontrolle prüft das System, wie viel Guthaben sich noch auf dem Chip befindet.
Thema der Woche: RFID an Schulen . Hier können Sie das PDF des Beitrages „Schulranzen, Kreide, Pausenbrot...und Tags?" aus der Juniausgabe von „RFID im Blick" downloaden.
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Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






