Home Dokumentenmanagement Personalausweis mit RFID: Erhöhung der Sicherheit elektronischer Ausweisdokumente

Personalausweis mit RFID: Erhöhung der Sicherheit elektronischer Ausweisdokumente

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Der neue Personalausweis bietet die Möglichkeit, über den elektronischen Identitätsnachweis ausgewählte persönliche Identitätsdaten an Online-Dienste wie Webshops und Verwaltungsportale zu übermitteln. EU-Forschungsprojekt „BioPass" abgeschlossen

Das Chipkarten-Forschungsprojekt der Europäischen Union „BioPass" wurde Ende Juli mit der Übergabe des Abschlussberichts an das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beendet. Die Forschungsergebnisse des Projektes „BioPass" sollen die technischen Weichen für zukünftige elektronische Ausweisdokumente in der EU stellen. In den 27 EU-Mitgliedsstaaten mit ihren etwa 500 Millionen Einwohnern sind derzeit schätzungsweise 380 Millionen Personalausweise im Umlauf.

Mehrere europäische Staaten - Bulgarien, Frankreich, Rumänien, Polen, Ungarn, Griechenland, die Schweiz und Tschechien - wollen in den nächsten Jahren elektronische Personalausweise einführen, die internationalen Standards folgen, und können im BioPass-Projekt entwickelte Technologien nutzen. In Deutschland wurde zum 1. November 2010 der neue Personalausweis mit RFID-Technologie eingeführt.

Ein Beispiel ist der Standard für die Europäische Bürgerkarte, mit der EU-Bürger unter anderem ihre Steuerklärung unabhängig von ihrem Aufenthaltsort europaweit abgeben können. Eine europäische Bürgerkarte erlaubt die elektronische Identifikation, die elektronische Authentikation und die elektronische Unterschrift im Netz.

Die Forschungsaktivitäten umfassten die Weiterentwicklung der Sicherheits-Chips und ihrer Verschlüsselungstechnologien sowie des Karten-Betriebssystems und der Sicherheits-Software für die Internet-PCs von Bürgern und Behörden. Die Forschungspartner haben nachgewiesen, dass sich die Datenübertragungsrate zwischen Ausweisdokument und Lesegerät von bisher 848 kbit/s auf bis zu 6,8 Mbit/s steigern lässt und sich auf bis zu 12 Mbit/s erhöhen ließe.

Die im Projekt „BioPass" entwickelten Technologien sollen dabei helfen, zeit- und kostenaufwendige Papierkorrespondenz zwischen Bürger und Staat durch elektronische Kommunikation zu ersetzen und damit die Verwaltungsausgaben von Staaten und der EU zu senken.

Foto: Bundesministerium des Innern


 

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