AIM-Verband gibt Empfehlungen für Industrie und Anwender
AIM, der Industrieverband für Technologien der Automatischen Identifikation (AutoID), Datenerfassung und mobilen Datenkommunikation, setzt im Oktober 2011 seine bereits im Juni gestarteten PIA-Workshops mit neuen Kooperationspartnern in Berlin, München und Frankfurt fort. AIM ist Mitverfasser des europäischen Rahmens für Datenschutz-Folgeabschätzungen. Die Workshops richten sich an Experten aus Industrie und Anwenderschaft.
Diese erfahren, wie sie den Anforderungen der europäischen RFID-Datenschutzempfehlung nachkommen und den Rahmen für RFID-Datenschutz-Folgeabschätzungen (PIA: Privacy Impact Assessment Framework) anwenden können, wenn neue RFID-Anwendungen in Betrieb genommen werden. Der Rahmen ist ein Dokument der Selbstverpflichtung der Industrie zur Unterstützung der informationellen Selbstbestimmung der Bürger und damit zur gesellschaftskonformen Corporate Governance.
Dies ist laut AIM eine wichtige Sensibilisierungsmaßnahme zur Umsetzung der Datenschutz-Empfehlung für RFID-Anwendungen der europäischen Kommission vom 12. Mai 2009. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und wird vom Verband AIM-D in Kooperation mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) durchgeführt.
Weitere Kooperationspartner für die Durchführung der Workshops sind das Institut für Wirtschaftsinformatik (Prof. Dr. Oliver Günther) der Humboldt-Universität zu Berlin, das RFID-Anwenderzentrum München (Prof. Dr. Willibald A. Günthner u.a.) an der TUM und die BITKOM-Akademie in Frankfurt. Die Workshops sind kostenpflichtig. Für die Mitglieder der Kooperationspartner sowie des Veranstalters AIM gelten besondere Gebühren.
„Wie die Teilnehmermeinungen der ersten Workshops gezeigt haben, sind die Anbieter der RFID-Technologie sehr interessiert daran, ihren Kunden bei der Umsetzung der Datenschutzempfehlung helfen zu können. Deswegen engagiert sich AIM für dieses Thema und vermittelt in diesem Workshop die notwendige Wissensgrundlage.", erläutert Wolf-Rüdiger Hansen, Geschäftsführer des Industriebverbandes AIM-D in Lampertheim.
Harald Kelter vom BSI ist wieder als Referent dabei und erläutert die Verwendung der Technischen Richtlinie RFID. Weiterhin spricht Johannes Landvogt vom BfDI über den Kern des Datenschutzes: über personenbezogene und personenbeziehbare Daten im Kontext mit RFID. Über das PIA Framework und das bei den europäischen Normungsbehörden in Arbeit befindliche europäische RFID-Zeichen spricht wieder Wolf-Rüdiger Hansen von AIM.
"Das BSI wird in diesem Herbst einen branchenübergreifenden PIA-Leitfaden veröffentlichen, der eine praxisgerechte Anleitung zur Durchführung einer RFID-Datenschutz-Folgeabschätzung anhand vorgefertigter Templates enthält.", kündigt Harald Kelter vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn an.
Der Modekonzern Gerry Weber International ist eines der Unternehmen, die sich bereits im Entstehungsprozess des PIA Frameworks engagiert haben. „Gerry Weber legt besonderen Wert auf die Einhaltung hoher Datenschutzstandards. Mit dem PIA Framework haben wir erstmals eine RFID-spezifische Richtlinie, die uns europaweit Sicherheit bei der Umsetzung des Datenschutzes gibt.", betont Christian von Grone, CIO bei Gerry Weber International in Halle/Westfalen. Christian von Grone ist Referent in dem PIA Workshop in Frankfurt.
Bild: IckeT (Fotolia.com)


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






