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RFID vereinfacht Kleinteile-Handling

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keller-kalmbach_kanbansystem_turnlogAutomatisiertes Kanban-Prinzip für C-Teile-Beschaffung

C-Teile machen schätzungsweise nur 20 Prozent des Gesamteinkaufes eines Lager aus, aber 80 Prozent der Aufwands- und Administrationskosten. Ein RFID-basiertes UHF-Kanbansystem soll deren Beschaffung rentabler machen. Genutzt wird dieses beispielsweise vom Schweizer Hersteller von Schienenfahrzeugen Stadlerrail.

Das RFID-gesteuerte Logistiksystem turnlog ist für Bedarfe ab 25 000 Euro jährlich ausgelegt und automatisiert das Kanban-Prinzip für die C-Teile-Beschaffung im Lager. Die sich in einem Regal befindenden Behälter für die Bevorratung von Schrauben, Muttern und Dübeln sind zweigeteilt. Sie verfügen über einen Verbrauchs- sowie einen Sicherheitsbestand und einen auf der Behälterrückseite angebrachten UHF-RFID-Transponder.

„Geht der Verbrauchsbestand eines Lagers in einem C-Teile-Behälter zur Neige, drehen die Mitarbeiter diesen und lösen damit automatisch die Bestellfunktion aus. Die Magnetschiene an der Vorderseite des Regals erzeugt ein Magnetfeld und aktiviert das Bestellsignal durch die geänderte Positionierung des Transponders. Der turnlog-Controller empfängt das Funksignal. Der Controller verfügt über eine Reichweite von rund 50 Metern und befindet sich an einem beliebigen Ort in der Produktionshalle", sagte André Kranz, Leiter Marketing und eBusiness beim Lösungsanbieter Keller und Kalmbach, gegenüber „RFID im Blick".

Bei großen sperrigen oder schweren Artikeln wie Gewindestangen oder Palettenware befindet sich der Transponder für die Bestellauslösung an einem Regal, Schrank oder Behälter. Ein Mitarbeiter löst die Order durch Drücken des am Transponder angebrachten Knopfes (System pushlog) aus. Per RFID wird die Bestellung an das Warenwirtschaftssystems des Unternehmens übermittelt. Eine blinkende LED-Anzeige signalisiert die ausgelöste Bestellung. Die verwendeten UHF-Transponder stammen vom Technologieanbieter Intellion.

„Von den bisher überwiegend passiven RFID-Kanbansystemen, die einer Scan-Lösung gleichkommen, unterscheidet sich das aktive UHF-RFID-System durch eine höhere Prozesssicherheit und einen einfacheren Handling-Aufwand", so Kranz. Der Controller registriert permanent, wo sich die Behälter im Lager befinden und ob eine Bestellung ausgelöst werden muss. „Wir verzeichnen in den letzten Monaten eine hohe Nachfrage nach der UHF-Kanbanlösung turnlog. Ich kann mir vorstellen, dass diese sich auch auf andere Bereiche wie den Handel übertragen lässt. Handelshäuser könnten diese Lösung beispielsweise nutzen, um Waren aus einem Lager nachzuordern," gibt Kranz eine Einschätzung.

Lesen Sie den kompletten Beitrag in der Septemberausgabe von "RFID im Blick".

Bild: Keller & Kalmbach GmbH

 

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