Forschungsprojekt der TU München ermittelt reduzierte Fehlgriffe
Im Rahmen des im Sommer abgeschlossenen Forschungsprojekts „Papierlose Produktion und Logistik" entwickelten Wissenschaftler des Lehrstuhls für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml) der Technischen Universität München eine RFID-Lösung. Diese soll Lagermitarbeiter bei Montageprozessen unterstützen und Kommissionierfehler vermeiden.
Kern des Systems ist ein mobiles RFID-Lesegerät. Dieses sitzt in Form eines Handschuhs am Handgelenk. RFID-Transponder lassen sich an Produkten, Ladungsträgern oder Lagerplätzen erfassen. Der Werker muss seine gewohnte Bewegung nicht verändern. Die Visualisierung der gewonnenen Informationen, welche die Montagereihenfolge betreffen können, erfolgt ebenfalls mobil über ein am Kopf getragenes Display.
Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass der RFID-Handschuh nicht zur Reduzierung der Kommissionierzeit beiträgt. Jedoch hat dieser erhebliches Potenzial für die Vermeidung von Typ- und Auslassungsfehlern. Mit dem RFID-Handschuh werden 0,67 Prozent der Positionen fehlerhaft kommissioniert. Die Fehlerquote ohne die Verwendung des technischen Hilfsmittels liegt bei 1,67 Prozent. Die akustische Rückmeldung während des Griffes in das Lagerfach verhindert, dass der Mitarbeiter Artikel aus dem falschen Behälter beziehungsweise dem falschen Lagerplatz entnimmt (Typfehler) oder eine gesamte Position im Auftrag nicht bearbeitet (Auslassungsfehler). Mengenfehler lassen sich laut der TU München mit dem RFID-System nicht vermeiden.
Foto: Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss Logistik (fml), Technische Universität München


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






