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Staplerführung per RFID

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Palettenortung mit Track und Trace-System

Der italienische Keramikproduzent Emil Ceramica hat sein Zentrallager mit einem RFID-basierten Staplerleitsystem modernisiert. Das Unternehmen erhöhte damit die Produktivität um 30 Prozent. Emil Ceramica unterhält drei Produktionsstandorte. Das größte Produktionslager befindet sich in Fiorano Modenese, Italien. Zwei weitere sind in der Ukraine und in den USA. Die Produkte werden „ab Werk" an den Fertigungsanlagen und externen Lagerstätten von Kunden-Lkw abgeholt.

„Es gab viele Gründe, sich für ein RFID-System in unserer Lagerlogistik zu entscheiden. Das unübersichtliche Depot-Layout erschwerte die Lokalisierung bestimmter Produkte. Bei dem Depot handelte es sich nicht um ein „Warehouse" im eigentlichen Sinne. Mit 115 000 durcheinander platzierten Paletten in stock auf so vielen Quadratmetern wurde es schwierig, eine bestimmte Palette oder Fliese ausfindig zu machen oder Bewegungen im Lager zu tracken. Staplerfahrer vermerkten Lagerplätze handschriftlich auf Papier. Ein weiterer Grund war die Prozessoptimierung: Lagerabläufe sollten beschleunigt und Fehler reduziert werden. Aufgrund der mangelnden Effizienz konnten nicht mehr als 90 Lkw am Tag beladen werden. Verzögerungen und Lieferrückstande waren die Folge. Der Vertrieb verkaufte und versendete weniger als möglich und angestrebt war", sagte der Projektverantwortliche Massimiliano Bartolozzi, IT & Supply-Chain Director bei Emil Ceramica, im Interview mit „RFID im Blick".

Das Modernisierungsprojekt „Domino" war nach rund eineinhalb Jahren abgeschlossen. 18 000 elektronische RFID-Transponder wurden innerhalb und außerhalb des Lagers in den Boden eingelassen. Unter dem Flurförderzeug ist eine robuste RFID-Antenne montiert. Diese liest beim Überfahren die Transponder-ID. Zusätzliche Sensorik am Stapler meldet die Aufnahme beziehungsweise das Ablegen der Lagereinheit und die exakte Höhe über dem Boden. Die Paletten lassen sich im Depot in Echtzeit orten und identifizieren. Zudem verlegten die Systemintegratoren sechs Kilometer Glasfaserkabel und installierten 102 WLAN-Zugriffspunkte, sogenannte WiFi Access Points. Das verwendete Staplerleitsystem „Track+Race Locating System" (LS) stammt vom bayerischen Systemanbieter Indyon. Die Implementierung des gesamten Systems kostete Emil Ceramica über drei Millionen Euro.

Lesen Sie mehr in der Oktoberausgabe von „RFID im Blick".

Bild: Indyon GmbH

 

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