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RFID-based Automotive Network-Projekt erreicht neue Phase

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Peter Glaser, Leiter Produktionsplanung und Logistik, Daimler AG (Konsortialführer), erklärt Bundeswirtschaftsminister Rösler und Staatsminister Otto das RAN-Modell Automotive Industrie gewinnt in der „Cloud" neue Transparenz

Vollkommene Informationen in allen Prozessen - dieser Wunschvorstellung kommt die Automobilindustrie ein Stück näher. Denn das im Januar 2010 gegründete und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderte Forschungsprojekt „RFID-based Automotive Network (RAN)" kommt nun in eine Phase, in der erste Ergebnisse sichtbar werden. Ziel des Verbundprojektes ist es, für die Automotive-Branche Standards zu schaffen, die eine unternehmensübergreifende, transparente und somit wirtschaftlichere Steuerung von Logistik- und Produktionsprozessen ermöglichen. Das Projekt RAN ist Teil des Technologieprogramms „Autonomik: Autonome und simulationsbasierte Systeme für den Mittelstand", das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des IT Gipfel Leuchtturmprojektes „Internet der Dinge" gefördert wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler den RAN-Stand.

Für das Projekt gilt es nun, neue Wege der Datenerfassung sowie der grenzenlosen Datenbereitstellung und -bündelung zu entwickeln. Das Unternehmen Euro-Log engagiert sich in dem RAN-Projekt in sechs von sieben Use Cases mit unternehmensübergreifenden Informationssystemen.

Eine durchgängig effiziente Steuerung der Wertschöpfungskette eines Fahrzeuges von der Materialbeschaffung über die Produktion bis zur Auslieferung und darüber hinaus des Kundenservices bedingt die Bündelung aller begleitenden Informationen. Ein zentrales Vorhaben des RAN-Projektes ist die Realisierung eines Infobrokerkonzeptes. Es soll allen Wertschöpfungspartnern den Austausch prozessrelevanter Daten in Echtzeit ermöglichen, inklusive Assistenzsystemen, die Plan- und Ist-Abweichungen proaktiv als „Event" melden. So sollen transparente Lieferketten von der Beschaffung bis zum Endkunden entstehen.

RFID-Daten alleine realisieren nur einen Teil des erzielbaren Nutzens. Erst durch die Verknüpfung der erhobenen Daten mit den vorhandenen Plan- und Ist-Daten anderer Systeme und Partner entsteht ein organisatorischer und ökonomischer Mehrwert. In vollintegrierten Systemen wie dem Infobroker sollen aus RFID-Daten somit ganzheitliche Realtime-Informationen werden.

Transparenz aus der „Daten-Cloud" soll den Teilnehmern in der Automotive-Industrie die Perspektive die Aussicht auf komfortable Möglichkeiten der detaillierten Rückverfolgung von Bauteilen eröffnen. Beispielsweise werden Daten, wie etwa die Drehmomente kritischer Schrauben, die in der Produktion auf RFID gespeichert werden, ausgelesen und in das Auskunftssystem übernommen. Somit soll die Werkstatt bei der Reparatur sofort die Quelle des Ersatzteils ausfindig machen und bei Bedarf alle Informationen über Fahrzeugdetails abrufen können.

Bild: BMWi 2011
 

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