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RFID/NFC-Karte soll Kleingeld ersetzen

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Kontaktlos bezahlen an Esso Tankstellen Erstmals auch Lademöglichkeiten im Handel


Um die NFC-Funktion für den Kunden nutzerfreundlicher zu gestalten, werden in der Pilotregion zum kontaktlosen Bezahlen der teilnehmenden Sparkassen neue Ladevarianten im Einzelhandel angeboten. Eine Sparkassencard mit „Girogo"-Funktion könne bei ausgewählten Einzelhändlern mit Eingabe der PIN aufgeladen werden. Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, ein Abo-Laden zu vereinbaren. Wenn das Guthaben auf der Karte beim Bezahlen unter einen bestimmen Betrag sinke, soll automatisch ein festgelegter Betrag aufgeladen werden.



Als neuer Handelspartner für das Pilotprojekt der Deutschen Kreditwirtschaft wurde der Lebensmitteleinzelhändler Edeka gewonnen, der am 10. Januar 2012 seine Teilnahme final zugesagt hat. Die ersten Unternehmen, die ihre Teilnahme angekündigt hatten, sind Esso Tankstellen und die Douglas Parfümerien sowie die ebenfalls zur Douglas Holding gehörenden Filialen von Thalia, Christ, AppelrathCüpper und Hussel, wie „RFID im Blick" berichtete.



Ziel des Pilotprojekts ist es, unter realen Bedingungen das kontaktlose Bezahlen mit der Bank- oder Sparkassenkarte - zunächst in der Prepaid-Anwendung auf dem GeldKarte-Chip - im Zeitraum von circa einem Jahr großflächig zu erproben.



Die Funktion  soll Kunden  ein schnelleres und bequemeres Bezahlen an der Kasse ermöglichen. Das Suchen nach passendem Kleingeld entfalle. Auch das herkömmliche Stecken der Karte werde überflüssig. Anders als bei der kontaktbehafteten Zahlung brauche der Kunde seine Bank- oder Sparkassenkarte bei einem Betrag bis zu 20 Euro nicht mehr aus der Hand zu geben. Die Zahlung erfolge über die Prepaidfunktion des Chip durch das Halten der Karte vor das Bezahlterminal und ohne Eingabe einer PIN. Es sollen dabei die hohen Sicherheitsstandards der Deutschen Kreditwirtschaft gelten.



„Von der kontaktlosen girogo-Funktion versprechen wir uns langfristig eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Nahezu jeder Kunde hat bereits eine Bank- oder Sparkassenkarte in der Tasche und den Bezahlverfahren der Deutschen Kreditwirtschaft wird seit langem großes Vertrauen entgegengebracht. Mit der girogo-Funktion erweitern wir die bekannte Kartenzahlung mit girocard um eine attraktive und zukunftsweisende Option im Kleingeldbereich. Die Prepaid-Anwendung auf dem GeldKarte-Chip ist dabei der erste Schritt", erklärt Dr. Andreas Martin, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) als Federführer für die Deutsche Kreditwirtschaft. Auf mittlere Sicht strebe die Deutsche Kreditwirtschaft an, das kontaktlose Bezahlen auch für die electronic cash-Funktion der Girocard zu realisieren.



Mit der breiten Infrastruktur der Deutschen Kreditwirtschaft könne die Prepaid-Anwendung bundesweit flächendeckend geladen werden. An allen deutschen Geldautomaten, an speziellen GeldKarte-Ladeterminals oder im Internet mit einem Chipkartenleser (erhältlich bei der eigenen Bank oder Sparkasse) sei das Laden bis zu einem Gesamtguthaben von 200 Euro möglich.



Edeka Minden-Hannover werde in der Region Hannover, Braunschweig, Wolfsburg im ersten Schritt mit gut 100 Märkten unterschiedlicher Formate an dem Pilotprojekt teilnehmen. Sukzessive werde Edeka weitere Märkte in der Region aufschalten; bis Ende Mai 2012 sollen es 250 sein.



Das Bezahlen sei um bis zu 25 Prozent schneller als eine herkömmliche Kartenzahlung und doppelt so schnell wie Bargeld. Das erhöhe den Durchsatz an der Kasse und verkürze die Wartezeit für den Kunden. Als Prepaid-Lösung biete die Funktion eine Zahlungsgarantie für den akzeptierenden Händler. Die Zahlungen sollen nach Einreichung auf dem Händlerkonto gutgeschrieben werden. Weitere Vorteile aus Händlersicht seien ein reduziertes Kleingeldaufkommen und geringere Ausgaben für das Bargeldhandling.



Bild: ExxonMobil Central Europe Holding GmbH

 

 

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