Fraunhofer IIS stellt neues System zur Analyse von Fußballspielen vor
Forscher des Fraunhofer IIS (Institut für Integrierte Schaltungen) haben ein RFID-basiertes System entwickelt, das die Trainings- und Spielanalyse beim Fußball erleichtern soll. Trainer, Experten und Zuschauer könnten künftig direkt und in Echtzeit sehen, was auf dem Feld passiert: Ballbesitz, Pässe, Torschüsse, Flanken, aber auch gelaufene Meter oder Geschwindigkeit der einzelnen Spieler.
Spieler, Bälle und Trainingspylone sind mit Transpondern ausgerüstet, die im 2,4-GHz-Bereich ihre Positionen über zwölf Empfänger an einen Hochleistungs-Linuxrechner funken. Den 15 Gramm schweren Sender tragen Spieler und Torwarte im Stutzen des Schussbeines. Auf dem Fußballfeld können maximal 144 aktive RFID-Transponder überwacht und 50 000 Positionen in der Sekunde ausgewertet werden. Während eines Spiels oder Trainings ließen sich die relevanten Informationen direkt auf einem Tablet-Computer ansehen und auswerten. Dieser errechne aus der Laufzeitdifferenz der Funksignale zentimetergenau die Position und stellt sie in einem 3D-Bild dar.
Das System „RedFIR" komme derzeit im Nürnberger Frankenstadion im Testlauf zum Einsatz. Auf der CeBIT 2012 stellen Wissenschaftler das Ortungssystem im Bereich "Urban Living" in der Fraunhoferstadt öffentlich vor.
Bild: Fraunhofer IIS


Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...






