Home Rubriken Interviews Turck: Optimistisch, nah am Kunden und zu Veränderungen bereit

Turck: Optimistisch, nah am Kunden und zu Veränderungen bereit

Drucken

turck_herr-wolf-neuNach dem weltwirtschaftlichen Auf und Ab der vergangenen Jahre schauen Geschäftsführer Christian Wolf und RFID-Produktmanager Walter Hein zuversichtlich in die Zukunft und berichten im Interview mit „RFID im Blick“ über neue Entwicklungen und Partnerschaften, die dazu beitragen sollen, auch weiterhin an der Weltspitze mitzuspielen. Das Unternehmen definiere seine Unternehmensstrategie immer entlang der gesamten Wertschöpfungskette und nicht über einzelne Highlights seines Produktportfolios. Großen Wert legt Turck dabei auf die Unterstützung seiner Kunden, sei es vor oder nach der Implementierung.

Herr Wolf, Sie blicken optimistisch auf das Jahr 2011 zurück. Wie begründet sich der Optimismus bei Turck und welche Fakten untermauern das gute Geschäftsjahr?

Wolf: Um ihre Frage fundiert beantworten zu können, erlauben Sie mir auf die diesjährige Pressekonferenz zu verweisen. Wir haben zum Geschäftsjahr 2011 Zahlen und Fakten vorgelegt und diese sprechen für sich. Um verständlicher zu argumentieren, möchte ich etwas ausholen. Ende 2008 registrierten wir erste leichte, aber messbare wirtschaftliche Verluste.

Es folgte das Jahr 2009 mit erschütternden Einbrüchen. Turck verlor nahezu 30 Prozent seines Umsatzes. In Zahlen: Der weltweite Umsatz sank von 370 Millionen auf 270 Millionen Euro innerhalb von 12 Monaten. Die Schärfe der Krise von 2008 und 2009 war für uns und den Markt im Allgemeinen in diesen Ausmaßen nicht absehbar. Andererseits ist aber auch das sprunghafte und anhaltende Wachstum seit dem Jahr 2010 nicht vorhersehbar gewesen. Im letzten Jahr sind wir bei 30 Prozent Wachstumsrate angelangt, denn die Umsätze von 2008 hatten wir bereits in 2010 fast erreicht.

Erstaunlich, dass dieses Wachstum sich in 2011 noch einmal toppen ließ: Inzwischen sind wir bei einem weltweiten konsolidierten Jahresumsatz von 430 Millionen Euro angelangt. In dieser Wachstumsgeschwindigkeit wird es aber nicht weitergehen. Wir sind nicht blauäugig auf eine muntere Fortsetzungsgeschichte eingestellt. Für das nächste Jahr prognostizieren wir zehn Prozent Wachstum, wobei diese Prognose mit Sicherheit ein ambitioniertes Ziel ist. Die Entwicklung der Konjunktur und unsere eigene Entwicklung - das sind die Fakten, auf die sich unser Optimismus gründet.

Unternehmensstrategie bei Turck

Welche Unternehmensstrategie verfolgen Sie, um im kommenden Jahr die anvisierten zehn Prozent Wachstum zu erreichen und welche Kompetenzen kann Turck in die Waagschale werfen, wenn es darum geht Marktanteile zu halten und zu sichern?

Wolf: Wir definieren unsere Unternehmensstrategie immer entlang der gesamten Wertschöpfungskette und nicht über einzelne Highlights unseres Produktportfolios. Unsere Strategie schließt alle Bereiche unseres Unternehmens mit ein. Wir wollen nicht einfach nur Katalogprodukte verkaufen, sondern uns immer intensiv mit unseren Kundwünschen beschäftigen. Großen Wert legen wir dabei auf die Unterstützung unserer Kunden, sei es vor oder nach der Implementierung. Durch Beratung und Betreuung versuchen wir nicht nur Produkte und Lösungen zu verkaufen, sondern gleichzeitig dem Kunden zu vermitteln, welche Effizienzgewinne für ihn zu ertwarten sind. In seiner Gesamtheit betrachtet bedarf es also eines veränderten Vertriebsansatzes und angepassten Abläufen innerhalb unserer Firma. Am Ende sind strategische Überlegungen jedoch nur erfolgreich, wenn Kunden uns einen Auftrag zur Zusammenarbeit erteilen.

Zusammenfassend gesagt heißt dies, dass weiterhin interne Prozesse bei Ihnen verändert werden und Sie weiter auf die Ausbildung von Kompetenzen bei Ihren Mitarbeitern setzen, damit diese dann die Veränderung von Turck zum Lösungsanbieter auch vollziehen können?

Wolf: So sieht es unsere Strategie vor. Als Lösungsanbieter werden wir nur akzeptiert, wenn Kunden uns ihr Vertrauen schenken. Verfestigen wir intern die Ansicht nicht, dass wir ein Lösungsanbieter sind, und unsere Mitarbeiter bringen beim Kunden – salopp gesprochen – „unsere Pferdestärken nicht auf die Straße“, dann hilft jegliches Bekenntnis zum Dasein als Lösungsanbieter wenig.

turck_herr-wolf-neu
Christian Wolf, Geschäftsführer der in Mühlheim an der Ruhr ansässigen Hans Turck GmbH & Co. KG
Christian Wolf sieht sich selbst als ein „Eigengewächs“ der Firma Turck. Während seines Studiums zum Wirtschaftsingenieur wurde er im Unternehmen tätig – auch bei der Tochtergesellschaft Turck Inc. in Minneapolis / USA. Das Studium schloss er mit einer bei Turck geschriebenen Diplomarbeit ab und ist seit 1997 im Unternehmen angestellt. Im Juli 2008 wurde er zu einem von zwei Geschäftsführern berufen. Gemeinsam mit Ulrich Turck ist er seitdem verantwortlich für die Marketingund Vertriebsaktivitäten des Unternehmens. Er schätzt insbesondere die flachen Hierarchien und den offenen Umgang unter den Mitarbeitern: „Turck wird familiär im positiven Sinne geführt. Es ist immer eine gute und positive Auseinandersetzung mit Themen möglich. Entscheidungen werden nicht aufgrund von Hierarchien, sondern anhand von Meinungen getroffen. Der besonnene Geist der Gesellschafter offenbarte sich am deutlichsten in Zeiten der Krise von 2009, als ohne Aufregung und Panik reagiert wurde, und man keinen fremden Aktionären oder kurzfristigen Kursverläufen verpflichtet war.“

Wie schätzen Sie das Veränderungsmanagement und das Veränderungspotential bei Turck ein? Ist der Hang zur Beständigkeit größer als der Hang zu Veränderungen?

Wolf: Gerade in den letzten zehn bis zwölf Jahren wurde die Wandlung vom Komponenten- zum Lösungsanbieter von uns vorangetrieben. Damit haben wir massiv die Wände im Unternehmen eingerissen, sowohl im Denken und Handeln als auch in Prozessen. Dadurch wurde ein höherer Professionalisierungsgrad in vielen Unternehmensbereichen erreicht. Ist ein Unternehmen nicht zu Veränderung bereit, so hat es am Markt keine Entwicklungschancen.

Diese Ansicht kommunizieren wir auch gegenüber unseren Mitarbeitern. Wir wollen uns immer wieder verändern, weil der Markt ein ständiges Engagement von uns fordert. Aktivitäten in über 80 Ländern werden ohne die kontinuierliche Bereitschaft Veränderungen anzugehen zum Ausdruck verschwendeter Ressourcen. An dieser Stelle ist Stillstand ein Rückschritt. Veränderung sehen wir als einen lebendigen Prozess, den es durch Personal- und Organisationsanpassungen zu steuern gilt. Gleichwohl führen wir Umformungen mit Bedacht durch und achten sorgsam darauf, dass bei den Mitarbeitern ein Verständnis für Umbrüche erzeugt wird. Ansonsten ist keine Initiative zu einem Wandel erfolgreich.

Internationales Engagement

Was bringen Sie mit, damit Sie weiterhin international vorne mitspielen?

Zum Sales Meeting 2010 konnte die deutsche Geschäftsführung der Turck-Gruppe die zahlreichen Mitarbeiter der chinesischen Tochtergesellschaft Turck Tianjin Sensor Co. Ltd.begrüßen. Die mitten in der Reform- und Hochwachstumsphase Chinas gegründete Turck-Niederlassung zählt mehr als 500 Mitarbeiter in Produktion, Marketing und Vertrieb.
Wolf: Eine spezielle Strategie für internationale Aktivitäten halten wir in unserem Segment für unabdingbar. Das Unternehmen Turck verfolgt schon seit seiner Gründung eine solche Strategie. Früh wurde begonnen über die Landesgrenzen hinaus zu schauen, um beizeiten Tochtergesellschaften in den USA und China zu gründen.

Bis heute - und auch zukünftig - verfolgen wir eine sehr konsequente Internationalisierungsstrategie. Anhand eigener Vertriebsgesellschaften in 27 Ländern, zum Teil auch mit einer eigenen Fertigung vor Ort, geben wir ein klares Bekenntnis zum internationalen Charakter unseres Unternehmens ab. Unsere Kunden erwarten international von Turck genau das, was sie von Turck in Deutschland erwarten – aber natürlich in ihrer Landessprache, mit ihren Katalogen und mit Menschen, die ihre Sprache und ihre Probleme verstehen.

Planen Sie in naher Zukunft noch weitere internationale Expansionen?

Wolf: Unsere Schritte in die Türkei und nach Brasilien sind vollzogen. Wir haben aber auch andere Märkte im Visier, wie beispielsweise Vietnam und Thailand. Wir müssen bei künftigem Engagement immer genau abwägen und beobachten, wie politische Situationen sich entwickeln oder wie sich die Rahmenbedingungen für Investitionen gestalten. Am Ende tragen wir als Muttergesellschaft die Verantwortung für Mitarbeiter und Finanzen.

Individuelle Lösungen als Alleinstellungsmerkmal

Welche Alleinstellungsmerkmale sehen Sie bei Turck?

Wolf: Im Gegensatz zu vielen anderen Sensoranbietern haben wir schon vor 20 Jahren auf Feldbustechnik gesetzt. Das Wesentliche an einem RFID-System sind ja auch nicht der Schreiblesekopf und der Tag, sondern es ist insbesondere die Kommunikation der Systeme, um Daten auszulesen und zu speichern. Bei uns ist diese Kommunikation über unsere modularen Feldbussysteme gegeben, die wir schon seit Jahren beherrschen. Das ist ein großer Unterschied zwischen uns und anderen RFID-Anbietern.

Walter Hein, Produktmanager RFID bei Turck
Wir arbeiten zurzeit intensiv an Projekten, die neben den bereits vorhandenen Lösungen zur Temperatur- und Induktionsmessung auch das Messen von Drücken ermöglichen.

Hein: Sicherlich gibt es Unternehmen, die noch mehr Erfahrungen haben als wir - da gibt es kein Drumherumreden. Ein Unternehmen aus dem Süden hat beispielsweise ein Erfahrungs-Knowhow, welches sonst niemand in unserer Branche aufweisen kann. Durch seine Größe ist es jedoch in bestimmten Bereichen unflexibler. Da spielt unsere Flexibilität ihre Vorteile aus, welche sich durch unser Kundenverständnis, die Art und Weise, wie wir Prozesse analysieren und den Kunden beraten, auszeichnet.








Also ist Ihre RFID-Palette als Ganzes in Ihrer Komplexität ein Alleinstellungsmerkmal?

Hein: Mit der von Christian Wolf beschriebenen Modularität auf der Feldbusseite sind wir im Gegensatz zu unseren Marktbegleitern einzigartig. Es gibt sicherlich Unternehmen, die über ähnliche Schreibleseköpfe wie wir verfügen, jedoch haben sie keine Integration er Feldbustechnik, wie wir sie unseren Kunden anbieten können.







Wolf:
Ein One-fits-All in der Technik ist heute und in näherer Zukunft nicht realisierbar. Dafür sind die Bedingungen von Kunde zu Kunde häufig zu unterschiedlich. Ein System kann also niemals einen Allmachts-Anspruch haben. Wir bieten unseren Kunden ein flexibles Gesamtkonzept, welches dann von uns an spezifsche Gegebenheiten angepasst wird.

Turck in der Automobilindustrie

Den Unternehmen der RFID-Branche wird ja immer provokant von Journalisten die Frage gestellt:„Müsste der Markt nicht eigentlich schon viel weiter sein?“

Hein: In der Automobilindustrie beobachten wir bei der RFID-Nutzung in den letzten Jahren ein stetiges Auf und Ab. Erst in den letzten eineinhalb Jahren stellen wir ein stabiles Wachstum in diesem Bereich fest. Nach und nach entscheiden sich auch die großen Hersteller die UHF-Technik zu implementieren. Die RFID-Technik an sich wird schon seit über 20 Jahren in den Werken genutzt, allerdings bisher oft nur in geschlossenen Systemen.

Wolf: Lesen Sie heute Beiträge über E-Mobility, dann kommen Sie zu dem Schluss, wir würden schon alle in Elektroautos fahren. Da fehlt aber auch noch ein ganzes Stück Entwicklungsarbeit. Wir können als Mittelständler nicht eine Lösung über zehn Jahre promoten und Geld hineinstecken, bevor wir etwas verkaufen. Das ist für uns wirtschaftlich nicht abbildbar. Wir müssen Innovationen auf den Markt bringen, die zeitnah vermarktbar sind, um damit Geld zu verdienen.


Also favorisieren Sie eine Mischung?

Wolf: Ja, aber eine Mischung, bei der wir nicht erst zehn Jahre missionarisch durchs Land ziehen und am Ende nur einen Stecker verkaufen.

Noch einmal zurück zur Automobilindustrie. Ist es sinnvoll in diesem Bereich auf den ganz großen Wurf zu warten?

Hein: In der Automobilindustrie wird im Grunde sehr einfach kalkuliert. Das Werk hat eine vorgegebene Fertigungszeit für jedes Auto. Wenn wir mit einem RFID-System als Anbieter es schaffen Fertigungszeit einzusparen, dann ist das bares Geld – für den Hersteller genauso wie für uns als Lösungsanbieter. Die Idee ist also ganz einfach: Alle Teile werden getaggt und verbaut, ohne im einzelnen dokumentiert zu werden. Am Ende rollt das Fahrzeug durch ein Gate und schon ist klar, ob alle Teile am richtigen Fahrzeug sind. Das spart Zeit und Geld. Dennoch ist eine Vorlaufzeit bei RFID-Projekten von zehn Jahren für uns nicht akzeptabel und nicht realisierbar. Von der Planung bis zur Markteinführung eines neuen Fahrzeugmodells vergehen rund drei Jahre. Diese Zeit müssen wir einkalkulieren und wir müssen uns darauf verlassen können, dass diese Planung eingehalten wird.

Aber das gehört doch gewissermaßen auch dazu, wenn man sich vom Produktanbieter zum Lösungsanbieter entwickelt?

Hein: Viele Komponenten haben wir im Lager, die fertig sind und funktionieren. Aber auch beim Kunden müssen wir analysieren, welche Lösung und welches System er benötigt. Zum Teil verlangt die Auswertung der Analyse Neuentwicklungen wie beispielsweise bei Datenträgern. Es gibt zwar einen gewissen Standard an Produkten, die jeder Anbieter im Programm hat, aber eine große Menge an spezifischen Datenträgern muss individuell gefertigt werden. In puncto Flexibilität können wir uns zu unserem Vorteil von Mitbewerbern unterscheiden.

Zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Produktneuheiten und Technologiepartnerschaften

Kommen wir erneut zum Stichwort Partnerschaft. Bestehen neben der Kooperation mit Deister Electronic noch weitere Agreements? Wird über zukünftige Zusammenschlüsse verhandelt?

Hein: Wir führen Gespräche mit Unternehmen über mögliche Kooperationen.

Geht es dabei erneut um die Partnerschaft mit einem Produkthersteller?

Hein: Wir verhandeln über eine Kooperation im Bereich der Datenträger. In diesem Bereich der Fertigung haben wir eine zu geringe Grundlast, um kostengünstig herstellen zu können. Insofern sind für bestimmte Projekte Kooperationen angedacht.

Dürfen Sie Namen nennen?

Hein: Solange noch keine konkreten Vereinbarungen beschlossen sind, darf ich leider nicht detailliert Auskunft dazu geben.

Zu Ihren eigenen Produkten: Lebensmittelbereich, Hochtemperaturbereich – welche Applikationen sind da für Sie vorstellbar? Sind möglicherweise Projekte auch außerhalb des Mainstreams angedacht?

Hein: Seit Kurzem sehen wir die Lebensmittelindustrie als einen unserer Kernbereiche. Für Schlachtbetriebe haben wir neue Datenträger entwickelt, welche sehr große Reichweiten im HF-Bereich erzielen. Zu diesem System gehört auch ein neuentwickelter lebensmitteltauglicher Schreiblesekopf, der beste Voraussetzungen in den Punkten Funktionsweise und Verschmutzung erfüllt. Ein weiteres Entwicklungsfeld in der Lebensmittelindustrie sehen wir bei den Transportkisten. Bei der bisherigen Implementierung der Transponder entstehen mögliche Probleme infolge bakterieller Verunreinigung. Wir sind dabei, mit einem großen Kistenproduzenten Lösungen zu entwickeln, um die Datenträger zu umspritzen und im Herstellungsprozess zu fixieren. Dieses Verfahren ist extrem aufwändig und bisher noch nicht ausreichend gelöst. Wir arbeiten aber intensiv daran und sind zuversichtlich, bald eine Antwort präsentieren zu können.

Was muss von Ihrer Seite noch zum Themenbereich neuer Produkte gesagt werden?

Hein: Wir werden im kommenden Jahr das Spektrum unserer UHF-Reader dahingehend erweitern, dass diese in noch höherem Maße den Kundenprofilen entsprechen. Für die Hannover Messe 2012 wird es zwar zeitlich zu knapp, um fertige Produkte vorzustellen, wir sind aber zuversichtlich, zumindest Prototypen der neuen Reihe präsentieren zu können. Spätestens zur SPS/IPC/Drives 2012 möchten wir der Öffentlichkeit funktionierende Geräte vorstellen – gemeinsam mit dem Unternehmen Deister Electronic. In diesem Jahr auf der SPS/IPC/Drives standen vor allem die bereits erwähnten Lösungen für Schlachtbetriebe und RFID mit Sensortechnik im Mittelpunkt. Im Lebensmittelbereich wollen wir zukünftig auch mit UHF arbeiten. Gleichzeitig planen wir den Entwicklungsausbau im Segment der passiven und aktiven Datenträger – sowohl im HF- als auch im UHF-Bereich – damit ein zeitgesteuertes Data-Logging möglich wird.

Wird es bei Ihnen 2012 im Bereich RFID und gekoppelter Sensortechnik Neuigkeiten geben oder konzentrieren Sie sich stärker auf UHF-Reader- Prototypen?

Hein: Wir arbeiten zurzeit intensiv an Projekten, die neben den bereits vorhandenen Lösungen zur Temperatur- und Induktionsmessung auch das Messen von Drücken ermöglichen. Voraussichtlich werden wir zur Hannover Messe eine komplett neue Produktreihe zeigen. Aufgrund des Entwicklungsstandes können wir leider noch nicht weiter ins Detail gehen. Darüber hinaus planen wir, möglicherweise eine komplett neue Produktreihe bei den Readern aufzulegen – nicht nur im UHF-Bereich sondern auch im HF-Bereich – die im Nutzfahrzeugsegment Verwendung finden wird. In diesem Bereich sind wir bisher noch nicht mit einem größeren Engagement vertreten. Wir werden eine mögliche Lösung lediglich nur dann realisieren, wenn es sich wirtschaftlich für uns rechnet.

Technologie-Partnerschaft: Turck und Deister Electronic

Im September 2011 ging der Automatisierungsspezialist Turck eine Technologie- und Vermarktungskooperation mit Deister Electronic ein. „Diese Kooperation ist für beide Partner ein Meilenstein in der Unternehmensentwicklung, von dem die Kunden unmittelbar profitieren“, kommentiert Turck-Geschäftsführer Christian Wolf den Vertrag. „Wir können auf der ausgefeilten UHF-Technologie von Deister aufbauen und diese für den Bereich Automatisierungstechnik mit unserem Anwendungs-Knowhow zielgerichtet weiterentwickeln. Und Deister profitiert bei der Vermarktung der Technologie auch in anderen Branchen.“

 

Jahreskongress 2012

Aktuelle Ausgabe

Maiausgabe 2012: Themenspezial RFID-Reader und RFID-Systemintegratoren

Maiausgabe 2012: Themenspezial RFID-Reader und RFID-Systemintegratoren Die RFID-Technologie ist ausgereift. Standards für die gängigen Systeme sind verfügbar. Und für alle Anwendungen unterschiedlichst...

Aprilausgabe 2012: Logistik sicher im Griff

Aprilausgabe 2012: Logistik sicher im Griff

Titelstory
Ohne zuverlässige Logistik, ohne optimierte Warenprozesskette und ohne die Möglichkeit Komponenten eindeutig zuzuordnen,...


Social Media

@rfidimblick RFID im Blick bei XING RFID im Blick at LinkedIn RFID im Blick at YouTube

Marktplatz

deister electronic GmbH

Kontakt: Joachim Gonschior
Tel.: (+49) 5105-516 111

Hans Turck GmbH & Co. KG, Industrielle Automation

Kontakt: Walter Hein
Tel.: (+49) 208-4952 223

Handbuch

Einblick in AutoID/RFID 2012

Unternehmensberichte

Aus einem Guss: Produktionssteuerung mit RFID-Systemen von Siemens

Aus einem Guss: Produktionssteuerung  mit RFID-Systemen von Siemens

RFID ist längst ein wichtiges Mittel zur Steuerung moderner Fertigungskonzepte wie der auftragsbezogenen Massenfertigung (mass cus...

Die Bibliothek der Zukunft

Die Bibliothek der Zukunft

Bibliotheken unterliegen einem permanenten Wandel. Dabei ist die Auswahl der „richtigen" Medien wohl schon lange nicht mehr der ei...

More:

Interviews

RFID-Lösungen von Nordic ID in den Modeläden der Welt zu Hause

RFID-Lösungen von Nordic ID in den Modeläden der Welt zu Hause

Laut Lothar Struckmeier, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung des RFID-Anbieters Nordic ID, r...


Medienpartnerschaften

OMNICARD 2012: 17. - 19. Januar, Der ultimative Kongress für die Smart Card/Smart Objects Community!

RFID-Jahreskongress

Spezialausgaben

rib_mnchen2011_titelseite
rib_aim2011_titelseite