Die Arbeitnehmervertretung der Rhön-Universitätsklinik Marburg befürchtet Überwachung der Mitarbeiter
Laut Apotheke Adhoc sei zwischen dem Rhön-Konzern und dem Betriebsrat des Uniklinikums Marburg ein Streit um RFID-Chips in Arzt- und Pflegekitteln entbrannt. Um die Organisation der Wäscherei zu optimieren, habe die Betreibergesellschaft die gesamte Wäsche mit Mikrochips ausgestattet. Der Betriebsrat befürchte, dass die Belegschaft damit überwacht werden soll, heißt es in der Meldung.
Ein Sprecher der Klinikkette sagte gegenüber dem Online-Branchendienst, dass die neuen Chips eine Zählung der Waschvorgänge ermöglichten. Da neue Kittel nicht mehr die Namen der Mitarbeiter trügen, werde man in Zukunft leichter feststellen können, wann neue Wäsche beschafft werden müsste. Es gebe allerdings keinen Grund zur Beunruhigung: Weder speicherten die Chips die Namen der Angestellten, noch könne man damit Bewegungsabläufe feststellen, wie Apotheke Adhoc berichtet.
Weiter heißt es: Die Arbeitnehmervertretung bestehe dennoch auf einer schriftlichen Erklärung des Konzerns. Inzwischen habe der Konzern dem Betriebsrat eine Erklärung über die Funktionsweise der Microchips zukommen lassen. Erst wenn der Betriebsrat den Chips zustimme, werde man die dazugehörigen Lesegeräte in der Wäscherei installieren und die Technologie in Betrieb nehmen.
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