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RFID im Blick

Extremtest für RFID-Kfz-Kennzeichen

Fachartikel | von PR RFID im Blick | 20. Januar 2014
Extremtest für RFID-Kfz-Kennzeichen BILD: J. H. Tönnjes E.A.S.T. GmbH & Co. KG

RFID-Kfz-Kennzeichen

Weltweit steigt stetig die Zahl der RFID-Anwendungen im Bereich der automatischen Fahrzeugidentifikation

Typische Einsatzgebiete für die berührungslose Erfassung sind das Fuhrparkmanagement, die Zufahrtssteuerung oder auch die elektronische Gebührenerfassung in Parkhäusern sowie auf mautpflichtigen Straßen. Mit dem „IDePLATE“, einem gemäß DIN 74069 zugelassenen retroreflektierenden Kennzeichenschild, hat die Firma Tönnjes ein Produkt für diese Einsatzgebiete entwickelt. Das Aluminiumkennzeichen verfügt hierzu über einen eingebetteten passiven UHF-Transponder. Solche innovativen Produkte werden insbesondere im Ausland nachgefragt, um die Fälschungssicherheit von Kennzeichen und somit den Diebstahlschutz der Fahrzeuge zu erhöhen.

Von Dirk Werthmann, Abteilungsleiter am BIBA - Bremer Institut für Produktion und Logistik und Dennis Brandwein, Mitarbeiter F&E bei J.H. Tönnjes E.A.S.T.

Testfahrer für anspruchsvolle Prüfungsbedingungen

Seit mehreren Jahren untersucht das BIBA, als unabhängiges Forschungsinstitut, regelmäßig die Neuentwicklungen der Tönnjes Unternehmensgruppe auf ihre Leistungsfähigkeit. Um die in der reflexionsfreien Kammer gemessenen Leistungswerte unter realen Umwelteinflüssen zu untersuchen, wurde das „IDePLATE“ bereits mehrfach in Anlehnung an die CEN ISO/TS 14907-1 geprüft. Zum einen empfiehlt diese Norm die Untersuchung von Reflexion und Abschirmung bei typischen Verkehrssituationen, wie Windschattenfahrten oder Fahrspurwechseln. Zum anderen wird empfohlen, die Verkehrssituationen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten und mit unterschiedlichen Fahrzeugmodellen nachzustellen, um auch diese Faktoren in die Analyse einzuschließen. In vorausgegangenen Tests konnten sowohl das Front-, als auch das Heckkennzeichen zuverlässig identifiziert werden. Um das „IDePLATE“ noch anspruchsvolleren Prüfungen zu unterziehen, erhielten das BIBA und Tönnjes Unterstützung von Opel. Durch hochmotorisierte Opel OPC Modelle und ausgebildete Opel Testfahrer war es möglich, die Verkehrssituationen im Opel Test Center Dudenhofen bei sehr hohen Geschwindigkeiten nachzustellen.

Erfassung bei 260 km/h?

Zur Erfassung der Kennzeichen wurden RFID-Antennen in einer Höhe von etwa vier Meter über den beiden oberen Spuren der Rundbahn des Test Centers montiert. Je Spur wurden eine Antenne in Fahrtrichtung und eine Antenne gegen die Fahrtrichtung montiert. Die Leistungseinstellung am RFID-Reader wurde so gewählt, dass die in Europa maximal zulässige Leistung von 33,00 dBm an den Antennen abgestrahlt wurde. Begonnen wurden die Testreihen mit sechs Einzelfahrten im Hochgeschwindigkeitsbereich. Diese zeigten, dass eine Erfassung der „IDePLATE“ auch bei Geschwindigkeiten von 260 km/h zuverlässig möglich ist. Anschließend wurden die wichtigsten Verkehrssituationen aus der Norm mit drei Fahrzeugen, die in unterschiedlichen Formationen neben- und hintereinander auf den oberen beiden Spuren der Kreisbahn fuhren, getestet. Der Abstand zum jeweils vorausfahrenden Fahrzeug lag dabei zwischen ein bis zwei Fahrzeuglängen bei einer konstanten Geschwindigkeit von 200 km/h. Auch bei diesen Stichprobentests zeigten die Kennzeichen keine Schwächen.

Starker Regen und Kolonnenfahrten

Um die Leseeigenschaften der Kennzeichen bei geringem Abstand und hohen Geschwindigkeiten zu überprüfen, wurden zwei Kolonnenfahrten mit zwei Fahrzeugen durchgeführt. Ein möglichst geringer Abstand sollte dabei zeigen, ob Kennzeichen durch ein dicht auffahrendes Fahrzeug gegebenenfalls abgeschirmt werden oder ob das Multiplexing der Antennen in solch einer Situation Probleme bereitet. Bei diesen Tests fuhren zwei Fahrzeuge mit etwa 200 km/h und einem Abstand von unter einer Fahrzeuglänge auf der obersten Spur. Zum Vergleich gibt die Faustregel für Fahrten im Alltag an, dass außerhalb geschlossener Ortschaften ein Sicherheitsabstand einzuhalten ist, welcher gleich der in 2 Sekunden gefahrenen Strecke entspricht. Bei 200 km/h wären dies eigentlich 100 m. Doch auch bei diesem Test zeigte sich das „IDePLATE“ leistungsstark, so dass keine Schwierigkeiten bei der Erfassung auftraten. Zuletzt wurde ein Regentest bei 120 km/h durchgeführt, um zu überprüfen, ob starker Regen die Leseeigenschaften des „IDePLATE“ beeinflusst. Hierzu wurde ein Fahrzeug mit einer Spezialvorrichtung ausgestattet, welche während der Fahrt das vordere Kennzeichen kontinuierlich beregnet. Zur Wasserversorgung diente ein Anhänger hinter dem Fahrzeug. Trotz des simulierten Starkregens am vorderen Kennzeichen und der Abschirmung durch den mit Wasser beladenen Anhänger am hinteren Kennzeichen, konnten beide Kennzeichen am Fahrzeug in jedem der drei absolvierten Durchläufe sicher erfasst werden.

Letzte Änderung am Freitag, 13 Juni 2014 10:40

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