• Technologie







    Schlagwortsuche

    Anwendungsbereich








    Keine Auswahl

RFID im Blick

Historisches mit NFC zu neuem Leben erwecken | ein neuer Blick auf den klassischen Museumsbesuch

Use Cases | von PR RFID im Blick | 20. Juli 2015
Die Entdeckung der „Prinzessin Hedvig Sofia“ nahm Dr. Ralf Bleile, Leiter des Archäologischen Landesmuseums zum Anlass, eine mehrjährige Forschung zum Großen Nordischen Krieg zu starten. Die Ergebnisse sind noch bis zum 4. Oktober 2015 im Schloss Gottorf und vom 13. November 2015 bis zum 27. März 2016 im Maritimen Museum Finnlands, in Kotka zu sehen. Die Entdeckung der „Prinzessin Hedvig Sofia“ nahm Dr. Ralf Bleile, Leiter des Archäologischen Landesmuseums zum Anlass, eine mehrjährige Forschung zum Großen Nordischen Krieg zu starten. Die Ergebnisse sind noch bis zum 4. Oktober 2015 im Schloss Gottorf und vom 13. November 2015 bis zum 27. März 2016 im Maritimen Museum Finnlands, in Kotka zu sehen. BILD: Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf

Im Museum Schloss Gottorf können Besucher sich in sechs Sprachen informieren und auf Multimediainhalte zugreifen – ein neuer Blick auf den klassischen Museumsbesuch

Was verbindet ein vor 300 Jahren versenktes Kriegsschiff und NFC-Technolgie mieinander? Auf den ersten Blick: Nichts. Beim Besuch im Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig-Holstein wird jedoch schnell klar, dass NFC der Schlüssel ist, um auf innovativem Weg mehr über die Geschichte des Kriegsschiffes „Prinzessin Hedvig Sofia“ zu erfahren. Von Mai bis Oktober 2015 sind die Ergebnisse der Bergung in einer Sonderausstellung zu sehen. Das Zurschaustellen von Artefakten war dem Ausstellungsteam zu wenig. Eine NFC-basierte Tablet-Lösung bietet den Besuchern der Ausstellung „Von Degen, Segeln und Kanonen – der Untergang der Prinzessin Hedvig Sofia“ bislang ungeahnte neue Wege der Information.

Thomas Eisentraut, Wissenschaftlicher Volontär, Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf, im Interview mit „RFID im Blick“

RFID tomorrow-2015Thomas Eisentraut vom Landesmuseen Schloss Gottorf, referiert auf der RFID tomorrow 2015 am 29. September in Forum 4 - "Security mit NFC und RFID" über:

"NFC und Tablet-PCs verbinden historische Sonderausstellung mit sechssprachigen Multi-Media-Inhalten im Landesmuseum Schloss Gottorf"

6 Sprachen ohne Druckkosten

1715: Das schwedische Kriegsschiff „Prinzessin Hedvig Sofia“ wird vor der deutschen Ostseeküste absichtlich versenkt, damit wertvolles Kriegsgerät nicht in die Hände der dänischen Marine fällt. 2015: Nach der Entdeckung des Wracks 2008 und der anschließenden Bergung wird eine Ausstellung zur Geschichte des Schiffs eröffnet. „Ein Hauptanliegen war es, die Ausstellung gleich in sechs Sprachen zu realisieren – Deutsch, Englisch, Dänisch, Schwedisch, Finnisch und Russisch – da der gesamte Ostsseraum Teil der Geschichte der Prinzessin Hedvig Sofia ist“, erläutert Thomas Eisentraut, der die NFC-Lösung seitens des Schloss Gottorfs maßgeblich betreut, und führt aus: „Sämtliche die Artefakte begleitenden Ausstellungstexte in Tafeln direkt an die Ausstellungsstücke zu bringen, erschien uns nicht nur unübersichtlich, sondern nahezu unmöglich. Wir wollten etwas Neues spielerisch umsetzen. Auf die Idee der Nutzung von NFC und Tablets brachte uns die Agentur „GfG / Gruppe für Gestaltung Bremen“. Das Konzept der GfG überzeugte uns und in der Folge vermittelte die GfG auch den Kontakt zum luxemburgischen Dienstleister Tuomi, welcher die Lösung dann gemeinsam mit uns umsetzte.“

Thomas EisentrautThomas Eisentraut „Der Einsatz von NFC und Tablets ist ein Novum in der deutschen Museumslandschaft. Das Feedback der Besucher zeigte bereits wenige Tage nach der Ausstellungseröffnung, dass die von uns implementierte Lösung ein Volltreffer ist.“

180 NFC-Tags sind die Schnittstelle zu den Infos

Mehr als 180 NFC-Tags an den einzelnen Ausstellungsobjekten können von den Besuchern genutzt werden, um diese mit den 100 zur Verfügung stehenden Leihtablets zu entdecken und so den Zugang zu rund 400 Hintergrundtexten zu erhalten. Das ist jedoch nur einer der Vorteile für die Besucher, so Thomas Eisentraut: „Auf Basis der Tablets haben wir die Möglichkeit, allen Besuchern auch Videos, beispielsweise von den archäologischen Unterwasseruntersuchungen ebenso zu zeigen wie zusätzliche Bilder der Ausstellungsobjekte, von denen oftmals nur die Vorderseite in der Ausstellung zu sehen ist.“

Eine WLAN-Lösung wäre zu stromhungrig

Am Eingang der Ausstellung erhält jeder Besucher ein acht Zoll großes Tablet. An einem Tisch tappt der Besucher eine von sechs Landesflaggen, um seine gewünscht Sprache auszuwählen. Die Tablets wählen sich einmalig in das museumseigene WLAN ein, um die Sprachauswahl in der App auf dem Tablet zu initialisieren. „Im weiteren Verlauf ist keine WLAN-Verbindung notwendig. Erstens wäre eine flächendeckende WLAN-Abdeckung im gesamten Museum aufgrund der Räumlichkeiten im Schloss nur aufwendig zu realisieren gewesen. Zweitens kann auf eine stromhungrige WLAN-Verbindung verzichtet werden, sodass die Tablets mühelos auch acht Stunden ununterbrochen im Einsatz sein können.“ Die Tablets, die durch eine Gummihülle geschützt sind, können sich die Besucher um den Hals hängen. „Die Acht-Zoll-Tablets sind der ideale Kompromiss aus geringem Gewicht, Handlichkeit und dennoch einem ausreichend großen Bildschirm, um Inhalte in skalierbarer Größe darzustellen.“

NFC schlägt den QR-Code

Die Vorteile des Einsatzes der NFC-Technologie als Schnittstelle zwischen den Ausstellungsobjekten und den Tablets der Besucher liegen für Thomas Eisentraut auf der Hand: „Das wichtigste für die Besucher und die Museumsmitarbeiter ist, dass die Lösung im Grunde ohne Einweisung funktioniert. Die Handhabung ist sehr zuverlässig. Vergleichbare Ansätze basierend auf QR-Codes haben gleich mit mehreren Herausforderungen zu kämpfen. Bei schwierigen Lichtverhältnissen sind sie nicht für jeden Besucher im ersten Versuch zu erfassen. Das führt schnell zu Unmut, der in jedem Fall ausgeschlossen werden muss. Zweitens können wir die NFCTags mit Logos oder Icons bedrucken oder bekleben, um sie einerseits bestmöglich in das optische Gesamtkonzept der Ausstellung einzufügen. Andererseits können wir durch eine zielgruppenspezifische Symbolik beispielsweise auf spezielle Informationen für Kinder hinweisen.“

Besucher-Feedback? Besser als erwartet!

„Bereits nach den ersten Tagen war die Rückmeldung der Besucher durchweg positiv. Die Tablets werden sowohl von jungen als auch älteren Besuchern sehr gern genutzt. Das positive Feedback und die nahezu nicht vorhandene Skepsis gegenüber dieser in Museen noch nicht weitverbreiteten Form der zusätzlichen Wissensvermittlung hat uns selber überrascht“, berichtet Thomas Eisentraut. Um über eine mögliche Nutzung der Lösung auch in zukünftigen Ausstellungen zu entscheiden, werden die Erfahrungen sowie die gesammelten Daten aus der Nutzung – zum Beispiel, welche Text wie häufig gelesen wurden – nach Ende der Ausstellung im Oktober 2015 analysiert. „Im Oktober wandert die Ausstellung samt der NFC-Lösung nach Kotka, in das ‚Maritime Museum Finnlands‘. Die dort zu sammelnden Erfahrungen sind ein weiterer wichtiger Baustein, um den Erfolg der Lösung zu bewerten“, schaut Thomas Eisentraut gespannt voraus. „Wir freuen uns bereits heute auf die Anlyse, da das bisherige Besucherfeedback überragend positiv ausfällt.“

Letzte Änderung am Donnerstag, 22 Oktober 2015 13:02

RFID tomorrow 2016

RFID tomorrow 2016Mo, 19.- Di, 20. September
Van der Valk Airporthotel, Düsseldorf, Deutschland
20 Technologievorträge | 27 Anwendervorträge
35 Aussteller | 35 SpeedLabs der RFID-Anbieter mit Live-Demos

Download Programm RFID tomorrow 2016:DownloadYour Download

Melden Sie sich jetzt an!

Das Fachmagazin „RFID im Blick“

Fachmagazin „RFID im Blick“Das ganze Spektrum von RFID, NFC und Smart Cards
Recherchiert, innovativ, praxisorientiert, am Puls der Zeit!
Entdecken Sie die spannende RFID-Welt.

Bestellen Sie sich noch heute Ihre Ausgabe!

Sponsor

 

RFID tomorrow

RFID tomorrow 2016

Kompendium

Company + Application Guide RFID | NFC | Smart Cards

Bestellungen

Fachmagazin RFID im Blick

Kontakt

Kontakt RFID im Blick

Aktuelle Seite: Home RFID-Wissen Tech Blog Interviews Use Cases Historisches mit NFC zu neuem Leben erwecken | ein neuer Blick auf den klassischen Museumsbesuch