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RFID im Blick

UHF passiv ist bei DHL Thermonet die Lösung für Pharma-Luftfracht

Use Cases | von PR RFID im Blick | 11. Januar 2016
Temperaturgeführte Luftfracht für Pharmaprodukte Temperaturgeführte Luftfracht für Pharmaprodukte BILD: DHL International

Anhaltendes Wachstum der temperaturkontrollierten Luftfracht lässt Bedarf für Temperaturüberwachung steigen – RFID ist ein Bestandteil der Lösung

Martin Stratmann, DHL Thermonet Product Manager Germany, rechnet damit, dass der Bedarf für temperaturkontrollierte Luftfracht speziell für Pharmaprodukte weiter steigen wird. Gerade hat der Logistikdienstleister am Drehkreuz Frankfurt seine Kapazitäten mit einem neuen Logistikzentrum um 600 Quadratmeter erweitert – eine von 90 Thermonet- Stationen weltweit, an denen RFID-Sensortechnologie bereits Bestandteil der Lösung für den Transport von Life-Sciences- und Healthcare-Produkten ist.

Martin Stratmann, DHL Thermonet Product Manager Germany, im Interview mit „RFID im Blick“

Strenge Vorgaben lassen Bedarf steigen

„Obwohl zum aktuellen Zeitpunkt in der Pharmabranche sehr häufig aus Kostengründen von einem Wechsel von Luftfracht zur Seefracht gesprochen wird, sehen wir auch weiterhin eine positive Entwicklung der Transportzahlen im temperaturkontrollierten Luftfrachtbereich. Dieses basiert einmal auf den strengeren Vorgaben und Erweiterung der GDP-Vorgaben (Good Distribution Practice) auf Wirkstoffe für Arzneimittel sowie auch auf die Entwicklung von neuen temperatursensiblen, komplexen biotechnologischen Arzneimitteln. Mit unserer aktuellen Aufstellung im Bereich Life Sciences & Healthcare sehen wir uns hierfür sehr gut gerüstet, um die Anforderungen unserer Kundschaft zu erfüllen“, so Martin Stratmann, DHL Thermonet Product Manager Germany.

Martin StratmannMartin Stratmann „Der RFID SmartSensor ist ein Bestandteil einer umfangreichen Industrielösung für den Sektor Life Sciences & Healthcare. Diese Dienstleistung wird zurzeit an über 90 Stationen auf der Welt angeboten, womit wir den Großteil der Warenströme im Bereich Life Sciences und Healthcare abdecken.“

Mehr Kapazitäten für temperaturkontrollierte Produkte

In dem neuen Logistikcenter in Mörfelden-Walldorf hat DHL auf insgesamt 600 Quadratmetern zwei temperaturkontrollierte Bereiche eingerichtet, die konstant auf Werten zwischen plus zwei Grad bis plus acht Grad Celsius oder plus 15 Grad bis plus 25 Grad Celsius gehalten werden müssen. „Wir haben einen größeren Standort gesucht, da aufgrund des kontinuierlichen Wachstums der temperaturkontrollierten Luftfracht unsere eigenen Kapazitäten in der Cargo City Süd nicht mehr ausreichten. Hier am Standort haben wir die Möglichkeit, Lagerkapazitäten zu erweitern“, erklärt der DHL Thermonet Product Manager die Motivation. „Ein Großteil der Nutzer kommt momentan aus dem Frankfurter Raum. Allerdings steht diese Lösung über Frankfurt für Kunden in ganz Deutschland zur Verfügung. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um produzierende Pharmaunternehmen, die ihre thermoempfindlichen Produkte in die ganze Welt exportieren. Die temperatursensitiven Waren können wir so lange wie möglich und nötig in unserem Gewahrsam zwischenlagern, um das Risiko eines falschen Handlings zu minimieren.“

RFID als Bestandteil des weltweiten Temperaturmonitoring

Genaue Zahlen zum Volumen temperaturkontrollierter Luftfrachtsendungen, die über die Thermonet Stationen bereits abgewickelt werden, möchte Martin Stratmann nicht nennen. Nur soviel, dass DHL die RFID SmartSensor-Technologie zurzeit an über 90 Stationen auf der Welt als Bestandteil einer umfangreichen Industrielösung anbietet. „Damit decken wir den Großteil der Warenströme im Bereich Life Sciences und Healthcare ab“, so Stratmann. In dem weltweiten Netzwerk fertigen speziell geschulte Experten die Sendungen gemäß der GDP-Vorgaben ab. Ein abgestimmtes Qualitätsmanagementsystem und eine globale IT-Plattform, die zentral logistische Zeit- und Temperaturdaten aufzeichnet und überwacht, sind eine weitere Säule. Mit dem Cold Chain Design kann jeder Lieferkettenprozess sowie auch Notfallpläne vorab geplant werden.

17 Kontrollpunkte in der Lieferkette

Die RFID-Sensoren werden an der Außenseite der Packstücke angebracht und überwachen die Umgebungstemperatur entlang der Lieferkette. Der Standard-Prozess von DHL Thermonet beinhaltet 17 Kontrollpunkte, hierbei wird an vier Stellen der Lieferkette der Datensensor ausgelesen: „Diese vier Scanintervalle sind bei der Warenübernahme und dem Warenausgang am Abgangsflughafen sowie der Warenübernahme und dem Warenausgang am Empfangsflughafen, jeweils auf unseren eigenen Lagern. Somit unterstützen wir unsere Kunden bei der frühzeitigen Erkennung von Temperaturabweichungen entlang der Lieferkette. Auf besonderen Kundenwunsch sind wir auch in der Lage, weitere Scanintervalle anzubieten. Hierfür bedarf es aber individueller Absprachen mit dem Kunden und weiteren Beteiligten in der Lieferkette“, erklärt der Product Manager.

Passive RFID-Technologie als Anforderung in der Luftfracht

Der passive RFID-Sensor ist eine spezielle Entwicklung für die Luftracht: „Der DHL SmartSensor wurde aufgrund seiner Eigenschaften als passives Gerät auf Basis von UHF-RFID-Technologie hauptsächlich für die Luftfracht entwickelt, da hier andere Systeme oft von den Fluggesellschaften abgelehnt werden“, erläutert Stratmann. Für Straßen- oder Seetransporte nutzt DHL in Kombination mit Sensorik ein GPS-Modul, als kurzfristige Lösung für die Temperaturüberwachung eines Lagers werden bereits GSM-Sensoren genutzt. Auch werden die Geräte vor der tatsächlichen Versendung von pharmazeutischen Gütern für die Validierung von Transportwegen eingesetzt. RFID-Technologie ist seit Jahren aber auch bei DHL Freight (Division für Straßentransport) in Frankreich für einen Großkunden in diversen Distributionslägern im Einsatz. Ob DHL Thermonet an einer Weiterentwicklung arbeitet? „Grundsätzlich beobachten wir die Möglichkeiten des Einsatzes von neuen Technologien und passen unsere Dienstleistungen, falls dieses sinnvoll ist, dementsprechend an“, erklärt Stratmann. Auch die Erweiterung des Netzwerkes schließt er nicht aus: „In 2013 sind wir mit 30 Stationen gestartet und haben das Netzwerk innerhalb von zwei Jahren verdreifacht. Hierbei beobachten wir die Nachfrage unserer Kundschaft und werden falls benötigt weitere Stationen aufbauen.“

Letzte Änderung am Montag, 11 Januar 2016 12:29

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