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KEMAS: Smartes Wäschemanagement wird zum Standard

Fachartikel | von KEMAS | 14. März 2017
Die automatische Ausgabe von Berufskleidung schafft kürzere Wege und verbessert die Qualitätssicherung. Die automatische Ausgabe von Berufskleidung schafft kürzere Wege und verbessert die Qualitätssicherung. BILD: KEMAS

Kemas erwartet Zunahme von UHF-RFID-Lösungen für Krankenhauswäsche

Nur noch wenige Krankenhäuser waschen ihre Wäsche selbst. Studien zufolge betreiben heute maximal noch 15 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland eine eigene Wäscherei, die große Mehrheit setzt auf externe Dienstleister. UHF-RFID-Textillösungen können die Wäschereikosten für Krankenhäuser und Wäschedienstleister gleichermaßen reduzieren. Frizzi Seltmann, Marketing Managerin, Kemas, sprach mit „RFID im Blick“ über automatisierte Wäscheausgabe, Optimierung des Wäschekreislaufs und die Anforderungen, die diese an Krankenhäuser stellen.

Frizzi Seltmann, Marketing Managerin, Kemas, im Gespräch mit „RFID im Blick“

Wäschemanagement im Krankenhaus wird smarter

Auch wenn sie die Wäscherei abgegeben haben, besitzen Krankenhäuser ein berechtigtes Interesse an detaillierten Informationen über die Nutzung der Wäsche im eigenen Haus, so Frizzi Seltmann: „Welche Wäschestücke sind im Krankenhaus? Welche sind beim Dienstleister? Wie viel wird abgeholt, wie viel angeliefert – und wohin? UHF-RFID-gestützte Textillösungen können diese Fragen beantworten und Mehrwerte im Wäschekreislauf schaffen. Indem die Wäschestücke mit UHF-RFID-Tags eine eindeutige Identifikationsnummer erhalten, kann die Aus- und Rückgabe aller Textilien an automatisierten Stationen erfolgen.

Transaktionen zwischen Wäscherei und Krankenhaus werden erfassbar und das manuelle Zählen von Wäschestücken entfällt. Ein datenbankgestütztes Bestandsmanagement wird möglich. Ein weiterer Vorteil der UHF-RFID-Technologie liegt zudem im Erfassen von größeren Mengen an Textilien – zum Beispiel im Stapel oder auch in einem Wäschewagen. Erste Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen setzen daher auf UHF-RFID-Lösungen.“

Kommende Ausschreibungen setzen auf UHF-RFID

Der Antrieb zum Einsatz innovativer Lösungen für die Krankenhauswäsche geht dabei nicht nur von den Krankenhäusern selbst aus, so Frizzi Seltmann: „Vor allem Wäschereien und Textildienstleister als Versorger der Krankenhäuser erkennen zunehmend das Optimierungspotenzial durch ganzheitliche UHF-RFID-Lösungen. Dienstleister, die Krankenhäusern effizientere Lösungen anbieten können, sind in den Ausschreibungsverfahren für das Handling der Krankenhauswäsche im Vorteil.“ Für gewöhnlich laufen Verträge zwischen Krankenhäusern und Wäschedienstleistern zwischen drei und fünf Jahren – Seltmann geht davon aus, dass in den kommenden Ausschreibungszyklen die automatisierte Ausgabe, Nachverfolgung und Rückgabe von Krankenhauswäsche zum erwünschten Standard avancieren wird.

Frizzi SeltmannFrizzi Seltmann „Neben den Krankenhäusern erkennen vor allem Wäschereien und Textildienstleister zunehmend das Optimierungspotenzial durch ganzheitliche UHF-RFID-Lösungen. Dienstleister, die Krankenhäusern effizientere Lösungen anbieten können, sind in den Ausschreibungsverfahren für das Handling der Krankenhauswäsche im Vorteil. Zudem können durch Erfassungsstationen oder Gates auf Basis von UHF-RFID-Technologie auch die Prozesse des Wareneingangs und Warenausgangs in der Wäscherei selbst verbessert werden. Auch hier hat Kemas entsprechende Produkte.“

Win-Win für Krankenhaus und Dienstleister

Sowohl für Textildienstleister als auch Krankenhäuser ist die Kontrolle des textilen Warenstroms wichtig, erläutert Frizzi Seltmann: „UHF-RFID-Lösungen schaffen Sichtbarkeit und Transaktionssicherheit. Somit ermöglichen sie allen Beteiligten eine erhöhte Planungssicherheit und eine verbesserte Bestandskontrolle: Überkapazitäten und Puffer können abgebaut werden, Nachbestellungen können bedarfsgerecht platziert werden, und die Wäschedienstleistungen können, sofern gewünscht, stückgenau abgerechnet werden. Die Kostenreduktion des gesamten Wäschesystems führt zu Einsparungen sowohl für Krankenhäuser als auch für den Dienstleister – aus Sicht von Kemas eine Win-Win-Situation für beide.“

Automatisierte Ausgabe- und Rückgabesysteme

„Im Krankenhaus schafft eine automatisierte Textillösung für Personal und Betreiber Mehrwerte“, erklärt Frizzi Seltmann und zählt auf: „Das Personal hat kürzere Wege, weil Berufskleidung direkt an den Ausgabestationen bezogen werden kann, an denen immer saubere Wäsche zur Verfügung steht und die dezentral aufgestellt werden. Die Systeme sind rund um die Uhr im Einsatz – ein weiteres Plus. Dadurch, dass in der Wäscherei Rücknahme und Säuberung der Kleidung exakt und nachvollziehbar erfasst werden, verbessert sich auch die Qualitätssicherung des Krankenhauses.

Der Schwund an Berufskleidung durch das Vergessen in Schränken oder Spinden nimmt deutlich ab. Mit dem Umstieg von personalisierter Kleidung auf Poolkleidung sinkt der Gesamtbedarf an Wäschestücken bei gleichbleibender Qualität. Verschwindet Stationswäsche, kann ebenso festgestellt werden, an welcher Stelle diese den Wäschekreislauf verlassen hat. Die Kemas Texlog Ausgabesysteme für die Textillösung werden zumeist auf den Krankenhausfluren und auf die Wegeführung optimiert aufgestellt. Auch die Umrüstung des Wäschelagers in ein intelligentes Bekleidungslager ist denkbar.

Neben einem Drehkreuz für das Betreten des Raumes wird zum Verlassen des Raumes eine Personenschleuse genutzt. Egal welche Variante – nach Entnahme aus dem Ausgabesystem sowie bei Verlassen des Raumes wird die entnommene Kleidung dem Nutzer temporär zugeordnet. Ist sein Kontingent erschöpft, muss er aber erst seine Schmutzwäsche in eine Rückgabeeinheit abwerfen, bevor er wieder Zugriff erhält. “

Übergabelösungen für zahlreiche Branchen

„Die Übergabesysteme von Kemas sind auf den jahrelangen Dauerbetrieb ausgelegt. Kemas greift bei der Konstruktion der Schränke auf Erfahrungen aus anderen Branchen zurück, wie Übergabelösungen für Werkzeuge, Berufskleidung, Schlüssel, Medizinprodukte und Medikamente, Waffen und mehr. In der Industrie beispielsweise sind einzelne Übergabesysteme seit zwanzig Jahren im Einsatz“, berichtet Frizzi Seltmann. Durch Softwareupdates sollen die Systeme auch bei langer Einsatzzeit immer up to date gehalten werden. Die modulare Bauweise ermöglicht zudem auch einen Austausch einzelner Hardwarekomponenten für zukünftige technologische Upgrades.

Softwareintegration ermöglicht Prozessoptimierung

Kemas entwickelt sowohl die Software als auch die Hardware selbst, erklärt Seltmann: „Gemeinsam mit dem Kunden und abhängig von den Gegebenheiten vor Ort entscheiden wir, welche Komponenten des Kemas Texlog-Produktportfolios am besten eingesetzt werden. Kemas stellt daher möglichst einfach zu integrierende, modulare Lösungen zur Verfügung. Die Ausgabestationen sind schlank genug, um Fluchtwege nicht zu behindern, aber bieten durch verschiebbare Böden und eine modulare Bauweise ausreichend Platz für alle auf der Station benötigte Wäsche.

Die Wäschesoftware Tex Net bietet Schnittstellen zu Krankenhausinformationssystemen und zum ERP-System des Wäschedienstleisters. Auch eine Cloud-Lösung kann angeboten werden. Somit haben sowohl das Krankenhaus als auch der Wäschedienstleister die Möglichkeit, die Textillösung in ihre Systeme zu integrieren und dort zur Prozessoptimierung zu nutzen.“

Datenschutz bereits in die Lösung integrieren

Bereits vor der Implementierung sollten alle Beteiligten ihre Ansprüche an die Textillösung genau festlegen. Das Projektteam von Kemas hilft dabei. Neben infrastrukturellen Voraussetzungen wie Strom und Ethernet müssen Krankenhäuser vorab auch die datenschutzrechtlichen Folgen klären. Dazu ist eine Betriebsvereinbarung vonnöten, so Frizzi Seltmann: „Das Kernproblem ist das Speichern von personenbezogenen Daten. Dieses kann beispielsweise durch einen Löschungsalgorithmus angegangen werden, der die Bewegungsdaten automatisch nach kurzer Zeit löscht.

Auch eine Begrenzung der Personen, die Systemzugriff haben, oder die Anonymisierung der Nutzer kann sinnvoll sein. Die Krankenhäuser sind in der Verantwortung, diese Maßnahmen vorab zu definieren. Software-Lösungen von Kemas sind vollständig den individuellen Anforderungen gemäß konfigurierbar. Krankenhäuser sollten zudem die Mitarbeiter unbedingt bei der Einführung eines intelligenten Textilmanagements einbeziehen. Das erhöht die Nutzerakzeptanz.“

Letzte Änderung am Dienstag, 14 März 2017 08:46
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