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RFID im Blick

RFID-Miniatursensor misst Blutzuckergehalt anhand der Tränenflüssigkeit

Articles | By PR RFID im Blick | 07 May 2013
Der Noviosense Glucose Sensor soll sich unterhalb des Augenlids platzieren lassen und die vorbeifließende Tränenflüssigkeit kontinuierlich nach Glucosegehalt untersuchen. Ein passiver RFID-Sensor sendet die bereits digitalisierten Messdaten an ein geeignetes Lesegerät, beispielsweise ein Smartphone oder eine Glucose-/Insulinpumpe. Der Noviosense Glucose Sensor soll sich unterhalb des Augenlids platzieren lassen und die vorbeifließende Tränenflüssigkeit kontinuierlich nach Glucosegehalt untersuchen. Ein passiver RFID-Sensor sendet die bereits digitalisierten Messdaten an ein geeignetes Lesegerät, beispielsweise ein Smartphone oder eine Glucose-/Insulinpumpe. Photo: NovioSense BV

RFID-Miniatursensor für Diabetiker

Im Januar 2013 berichtete die ARD in Wissen vor Acht - Zukunft über "intelligente Kontaktlinsen" die den Blutzuckerspiegel in der Tränenflüssigkeit messen und die Werte kontaktlos zum Beispiel an ein Handy senden können. Die Redaktion des Fachmagazins "RFID im Blick" ging der Sache auf die Spur.

Für die meisten Diabetiker gehört es zum Alltag, sich mehrmals täglich den Finger stechen zu müssen. Nur so können Messgeräte über das austretende Blut den Glucoseanteil ermitteln, um die nötige Insulindosis zu ermitteln. Non invasive Messmethoden befi nden sich in der Entwicklung. Sie sollen schmerzfreie Alternativen bieten und zugleich genaueste Messergebnisse liefern. Mit dem Noviosense Glucose Sensor hat das Unternehmen Noviosense BV einen Weg gefunden, den Blutzucker ohne Blut zu bestimmen: Ein RFID-fähiger Sensor analysiert die Tränenflüssigkeit und sendet die Ergebnisse an ein Lesegerät.

Komfort und Langlebigkeit durch RFID

Blutzuckermessung könnte zukünftig am Auge erfolgen, ohne dass der Betroffene etwas davon merkt. Mit 0,7 Millimetern Durchmesser und 10 Millimetern Länge soll sich der Noviosense Glucose Sensor zwischen Auge und unterem Augenlid platzieren lassen, um anhand der Tränenflüssigkeit kontinuierlich in Echtzeit den Blutzuckergehalt des Patienten zu ermitteln. Ein integrierter passiver RFID-Transponder macht diese Lösung komfortabel: Statt den Sensor zu jeder Messung herausnehmen und wieder einsetzen zu müssen, lassen sich die Daten kontaktlos beispielsweise durch ein NFC-fähiges Smartphone oder eine Glucose-/Insulinpumpe auslesen. Mithilfe dieser Methode werde der Glucose Sensor über Wochen oder gar Monate hinweg nutzbar sein, so der Entwickler Noviosense BV, ein Spin-Off-Unternehmen des Fraunhofer IMS und des niederländischen Unternehmens Noviotech BV.

Miniaturspule fungiert als Sensor und Antenne

Nach Angaben der Entwickler setzt sich der Noviosense aus einer äußeren Spule und einem inneren Mikrochip mit einer Größe von 0,5 mal zwei Millimetern zusammen. Die Spule fungiert gleichzeitig als Antenne und elektrochemische Zelle, indem mehrere Drähte mit jeweils eigenen Funktionen aneinander aufgewickelt werden: Ein Draht dient als Elektrode und ist gleichzeitig mit dem Enzym Glucose Oxidase unlöslich überzogen. Durch das Enzym werden Glucose und Sauerstoff in weitere chemische Stoffe umgewandelt. Bei diesem Prozess entsteht ein elektrochemisches Signal, das zwei Elektrodendrähte messen und an den internen Chip weiterleiten. Tom Zimmermann, Business Unit Manager beim Fraunhofer IMS, erklärt weitere Funktionen des Chips: „It even has an integrated analog digital converter that converts the electrochemical signals into digital data.” Das digitale Signal lässt sich anschließend durch den Antennendraht in der Spule mit einem RFID-Reader auslesen.

Marktreife voraussichtlich 2017

Bisher waren non invasive Sensoren dieser Art zu groß und energieaufwendig für die praktische Anwendung. “You used to need a circuit board the size of a half-sheet of paper. And you also had to have a driver. But even these things are no longer necessary with our new sensor”, beschreibt Tom Zimmermann die Fortschritte in der Sensorentwicklung. Der Energieverbrauch konnte laut Fraunhofer IMS von 2,5 mW auf 300 μW Leistungsaufnahme reduziert werden, was einen batterielosen Betrieb erst ermöglicht. Die klinische Testphase soll noch 2013 beginnen, 2017 soll der Noviosense Glucose Sensor Marktreife erreicht haben. Kosteneffiziente Herstellung soll dann zur Massenproduktion beitragen um den Glucose Sensor als Nachfolger invasiver Blutzuckermessung zu etablieren.

Der Bericht ist erschienen in der Märzausgabe 2013 des Fachmagazins "RFID im Blick".

Last modified on Tuesday, 07 May 2013 09:02
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