• Anwendungsbereich







    Keine Auswahl

    Schlagwortsuche
    Technologie






Turck

Bachofen modernisiert Behälterförderanlage mit RFID-Lösung von Turck

Use Cases | von Hans Turck | 03. Juni 2012

Das Unternehmen Bachofen im schweizerischen Uster hat im laufenden Betrieb seine Behältertransportanlage mit einem RFID-System zur automatischen Zielführung ausgerüstet.Das Unternehmen Bachofen im schweizerischen Uster hat im laufenden Betrieb seine Behältertransportanlage mit einem RFID-System zur automatischen Zielführung ausgerüstet. Schreibleseköpfe zwischen den Rollenbahnen erfassen die unter den Transportbehältern angebrachten Datenträger und stellen die Zieldaten via Profibus DP zentral zur Verfügung. Turcks RFID-Komplettpaket BL ident ermöglichte dank seines modularen Aufbaus mit passenden Datenträgern, Schreibleseköpfen und Interfacekomponenten eine maßgeschneiderte Automationslösung.

Von Frans Brouwer

Rund 3 000 Quadratmeter Lagerfläche auf drei Etagen, eine bidirektionale Aufzugsanlage, zirka 50 Transportbehälter und ein Inventarbestand an mechanischen, pneumatischen, hydraulischen und elektronischen Kleinteilen im Wert von mehreren Millionen Schweizer Franken – so lauteten die nüchternen Eckpunkte für das jüngste eigene Automationsvorhaben von Bachofen im schweizerischen Uster. Das seit 1945 bestehende Familienunternehmen bietet OEM- und Endkunden in der Schweiz und in Liechtenstein industrielle Automationslösungen für die Bereiche Bewegungstechnik, Fluid Control und Pneumatik, Hydraulik, Robotik, Vision und RFID. Neben Einzelkomponenten führt Bachofen auch spezielle Branchen- und Systemlösungen im Programm.

Umbau im laufenden Betrieb

Im Rahmen einer Gesamterneuerung der Logistik wurde zwischen März und Mai 2010 auch die Behälterförderanlage des Lagers modernisiert, um den Standort für zukünftige Anforderungen fit zu machen. „Der Ersatz der bestehenden Anlage sollte im laufenden Betrieb erfolgen. Das bedeutete, wir mussten die Umbauzeit möglichst kurz halten“, beschreibt Walter Landtwing, Leiter Vertrieb Systeme beim beauftragten Systemintegrator Gilgen Logistics, die Aufgabenstellung. Weitere wichtige Anforderungen seien zudem die Modularität des Transportsystems und die staudrucklose Förderung der Behälter gewesen. „Die alte Transportanlage war fast 40 Jahre alt und arbeitete nicht mehr zu unserer Zufriedenheit“, fasst Kurt Gfrerer, Produktmanager Automation bei Bachofen, zusammen.

Kurt Gfrerer, Produktmanager Automation bei Bachofen

„Da der für die SPS erforderliche Funktionsbaustein direkt im Gateway ausgeführt wird, können die übergeordnete S7-Steuerung entlastet und gezielt nur Nutzdaten ausgetauscht werden. Einfacher geht’s nicht.

RFID macht Warentransport effizient

In Absprache mit Bachofen entschieden sich die Systemintegratoren, ein RFID-System zu implementieren, um die Warentransportprozesse effizienter zu gestalten. Obwohl Bachofen als Turck-Vertriebspartner in der Schweiz tätig ist, haben die Verantwortlichen zunächst RFID-Lösungen verschiedener Hersteller verglichen. Der Zuschlag fiel letztlich auf das modulare RFID-Paket BL ident von Turck: „Überzeugende Argumente waren neben dem intelligenten Ansatz der Dezentralisierung die einfache und flexible Integration in die bestehende Steuerungswelt und die Flexibilität des Systems“, so Landtwing. „Mit dem Entscheid für das RFID-System von Turck setzt Bachofen in der Logistik auf intelligente Steuertechnologie. In komplexen Anwendungen hat diese dezentrale Intelligenz den Vorteil, dass die übergeordnete Steuerung deutlich entlastet wird.“

Intelligentes Transportsystem

Pro Etage erfassen drei spezielle Q80-Schreibleseköpfe für Rollenbahnen die unter den Transportbehältern angebrachten Datenträger.

Und so funktioniert das Transportsystem: Im Lager ordnet das Personal an den drei Aufgabestationen mittels Bediengerät jedem Transportbehälter manuell ein Ziel auf einer der drei Etagen zu – Wareneingang, Kommissionierung oder Warenausgang. Sobald der entsprechende Behälter vom Aufgabeplatz abtransportiert wird, schreibt ein zwischen den Rollenbahnen integrierter spezieller Schreiblesekopf (Bauart TNLR-Q80L400) dieses Ziel auf einen FRAM-Datenträger (Tag) unter dem Behälter. Die verwendeten Q80-Schreibleseköpfe passen exakt in die Zwischenräume der 80 Zentimeter breiten Standardrollenbahn. Der Transport läuft dann vollautomatisch über die Rollenbahnen ab.

Schreiblesekopf identifiziert Zieldaten

Muss der Behälter zwecks Kommissionierung in eine andere Etage transportiert werden, liest ein weiterer Schreiblesekopf vor dem Kleingüteraufzug die zuvor übertragenen Zieldaten vom Tag aus. Sind im Zielgeschoss bereits sämtliche Stauplätze belegt, bleibt der Behälter zunächst vor dem Aufzug, bis ein Zielplatz aufnahmebereit ist. Auf gleichem Weg gelangen auch die in den oberen Etagen zusammengestellten Warenbehälter zu den Kommissionier- oder Auslagerplätzen im Erdgeschoss. Ein dritter Schreiblesekopf am Liftausgang liest dazu die entsprechenden Zieldaten aus.

Programmierbare Gateways

Mit nur drei Schreibleseköpfen pro Etage hat Bachofen ein effizientes und vollautomatisches Zielführungssystem realisiert: einen Kreislauf mit eigener dezentraler Intelligenz in den I/O- Stationen. Die Schreibleseköpfe übermitteln die Zieldaten der Behälter zunächst an Turcks modulares Feldbussystem BL67: Der Aufbau mit einem programmierbaren Gateway zur Feldbuskommunikation und individuell integrierbaren Interfacemodulen bietet mehrere Vorteile: Da die I/O-Module feldbusunabhängig sind und selbst im laufenden Betrieb ausgetauscht werden können, lässt sich die gesamte Kommunikationsumgebung flexibel erweitern und an neue Automationsanforderungen anpassen – egal ob weitere RFID-Schnittstellen integriert werden sollen oder zusätzliche Sensoren oder Aktuatoren.

Konsequente Dezentralisierung

Auf Wunsch stehen Codesys-programmierbare Gateways (nach IEC 61131-3) zur Verfügung, die die konsequente Dezentralisierung mit zusätzlichen Steuerungs- und Diagnosefunktionen unterstützen. Bachofen setzt auf ein einfach und komfortabel programmierbares Profibus-Gateway. „Die größten Vorteile sind die Vorort-Intelligenz in Bezug auf das Daten-Handling und die unkomplizierte Einbindung in die Steuerung“, erklärt Gfrerer den Vorzug des programmierbaren Gateways. „Da der für die SPS erforderliche Funktionsbaustein direkt im Gateway ausgeführt wird, können die übergeordnete S7-Steuerung entlastet und gezielt nur Nutzdaten ausgetauscht werden.

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:48
Das Fachmagazin „RFID im Blick“
Fachmagazin „RFID im Blick“Das ganze Spektrum von RFID, NFC, Smart Cards, BLE und Wireless IoT
Recherchiert, innovativ, praxisorientiert, am Puls der Zeit!
RFID & Wireless IoT tomorrow 2019
RFID and Wireless IoT tomorrow 2019Der europaweit größte Kongress für RFID & Wireless IoT
Di, 29.- Mi, 30. Oktober
Darmstadtium, Darmstadt bei Frankfurt, Deutschland
Kongress | Ausstellung | Live-Demos
Folgen Sie uns auf www.rfid-wiot-tomorrow.com/de
Wir freuen uns auf Sie!
 
RFID tomorrow

RFID & Wireless IoT tomorrow 2018

Kompendium

Company + Application Guide RFID | NFC | Smart Cards

Bestellungen

Fachmagazin RFID im Blick

Kontakt

Kontakt RFID im Blick