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RFID im Blick

Praxisklinik Dr. Sydow taggt Laborproben

Use Cases | von PR RFID im Blick | 03. Mai 2013
Bei nicht zusammengehörigen Proben wird ein Alarm ausgelöst und ein Weiterarbeiten verhindert. Bei nicht zusammengehörigen Proben wird ein Alarm ausgelöst und ein Weiterarbeiten verhindert.

RFID beugt Verwechslungen in Berliner Kinderwunschzentrum vor

Der Albtraum jeder Mutter wurde für eine 40-jährige Amerikanerin Realität. Bei einer künstlichen Befruchtung wurde sie Opfer einer Embryo-Verwechslung im Labor. Ein tragischer Einzelfall? Auf jeden Fall ein emotionaler Schaden, der kaum mit finanziellen Mitteln aufgewogen werden kann. Als erstes Kinderwunschzentrum in Deutschland hat die Praxisklinik Dr. Sydow am Gendarmenmarkt in Berlin zusätzlich zu den regulären Sicherheitsmaßnahmen Anfang des Jahres ein RFID-gestütztes Überwachungssystem eingeführt. Dies dokumentiert jeden Arbeitsschritt im Labor, um Verwechslungen der Proben zu verhindern.

Patientenidentifikation bereits im OP

Das erste „Matching“ erfolgt in der Praxis, wo jede Patientin eine Patientenkarte mit RFID-Chip erhält. Vor dem operativen Einfgriff zur Eizellentnahme identifiziert sie sich an einem RFID-Reader an der OP-Tür und kann selbst am Bildschirm im OP ihre eigenen Daten und die des Mannes nochmals überprüfen, also ob ihr der richtige Partner zugeordnet wurde. Im Andrologielabor wird das leere Probengefäß für den Partner ebenfalls mit einen RFID-Chip mit Patientennummer versehen und über das System dem Patienten zugeordnet.

Kontinuierliche Prüfung der Probenzusammengehörigkeit

Auch im IVF-Labor werden alle leeren Probengefäße zusätzlich zur Beschriftung mit RFID-Tags gekennzeichnet. Die ausgewählten Eizellen werden auf der IVF Witness Plattform, in die ein RFID-Reader integriert ist, aufbereitet und dem Sperma zugeordnet. „Das System überprüft kontinuierlich die Zusammengehörigkeit der männlichen und weiblichen Proben und dokumentiert das Voranschreiten des Ablaufes“, erläutert Michael Schindler, CEO des Unternehmens Critex, welches die Software Meditex RFID Connector für die Datenverarbeitung liefert. „Durch Einlesen am Tischreader erkennt der Biologe, ob sich die richtigen Proben auf dem Arbeitsplatz befinden, denn über die ID wird ein Link zur elektronischen Patientenakte in der Datenbank aufgebaut, die am Bildschirm angezeigt wird. Passen die Proben im Arbeitsbereich nicht zusammen, wird sofort ein akustischer und visueller Alarm ausgelöst. Ein Weiterarbeiten ist dann nicht mehr möglich.“

In England bereits im Einsatz

Die Einführung des Systems habe laut Schindler nur einige Wochen benötigt. „Das System schafft Transparenz für den Patienten, indem er selbst jeden Arbeitsschritt aktiv begleitet, und minimiert die Fehleranfälligkeit“, so Schindler weiter. Das IVF Witness-System von dem Unternehmen Research Instruments, welches die Laborausstattung samt Readern und Tags lieferte, wird in England von der zuständigen Überwachungsbehörde der IVF-Zentren empfohlen und seit Jahren dort eingesetzt. „Dies ist eine zeit-, papier- und personalsparende Alternative für die vorgeschriebene doppelte Beurteilung, sprich, dass zwei Biologen die richtige Durchführung per Unterschrift bestätigen müssen.

RFID – Sicherheit auf allen Ebenen

„Die Potenziale der RFID-Technologie in Kliniken und Praxen sind weitreichend, angefangen beim Dokumentenmanagement, beispielsweise für die Kennzeichnung von Einwilligungserklärungen. Auch Verträge für das dauerhafte Einfrieren von Proben ließen sich durch die Verknüpfung mit der Datenbank wesentlich einfacher bearbeiten. Aber auch die Authentifizierung des Personals am PC bei heiklen Laboreingaben könnte durch RFID-Dongles erheblich sicherer erfolgen“, so Michael Schindler.

Der Bericht ist erschienen in der Dezemberausgabe 2012 des Fachmagazins "RFID im Blick".

Letzte Änderung am Montag, 24 April 2017 23:28
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