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RFID-Tracking-Lösung von SERFIDES schützt vor Grauimporten

Artikel | von Serfides | 15. Mai 2013
Original oder Fälschung? Erhebungen von Serfides gehen von einer Dunkelziffer von weit über 98 Prozent aus. Original oder Fälschung? Erhebungen von Serfides gehen von einer Dunkelziffer von weit über 98 Prozent aus. BILD: Andrey Bandurenko / fotolia.com

Code gegen Plagiate

Markenhersteller sind massiv von Fälschungen und Grauimporten betroffen. Der geschätzte Schaden geht in Milliardenhöhe. Immer öfter tauchen Markenfälschungen per Zufall auf. „Aufgrund des weitverzweigten Händlernetzes bieten herkömmliche Methoden kaum eine Möglichkeit, Waren einer Echtheitsprüfung zu unterziehen“, erklärt Richard Doll, Geschäftsführer, Serfides. „Unsere Lösung kann zwei Dinge: Sie macht Echtheitsprüfung einfach möglich und schützt vor Grauimporten.“

Für 2015 geht die OECD von direkten Schäden durch gehandelte Piraterie-Ware in Höhe von 304,1 Milliarden Euro aus. Welchen Bedarf hat der Handel für Lösungen gegen Graumarktimporte?

Hersteller weltweit benötigen ein Tracking-System, um ihre Lieferkette vor dem Einschleusen gefälschter Produkte zu schützen. Zusätzlich sind Lösungen gefragt, die Grauimporte regulärer Waren über unerwünschte Wege verhindern helfen. Herkömmliche Methoden wie Barcodes ermöglichen keine Lokalisierung. Diese Schwachstellen wollen wir schließen. Das heißt, Prozesse müssen so aufgezogen werden, dass sie vor Angriffen sicher sind.

Welche Lösung bietet Serfides dafür an?

Unser System reichert das Produkt, dem ein eindeutiger Code auf einem RFID-Tag zugeordnet ist, um Zeit- und Lieferinformationen an. Der Tag wird am Beginn der Lieferkette aufgebracht und sammelt an den RFID-Lesepunkten in der Kette weitere Logistikdaten. Diese Historie kann der Hersteller auf Produktebene gegen ein Erwartungsmuster abgleichen. Kommt die Ware beispielsweise in Marseille statt Rotterdam an, kann dies ein Anhaltspunkt dafür sein, dass sie illegal eingeschleust wurde.

Sie sagen, herkömmliche Techniken reichen nicht aus. Welche Vorteile hat RFID?

Technische Maßnahmen sind lange auf einem Niveau stehen geblieben. Siegel, Logos oder Hologramme lassen sich innerhalb weniger Stunden oder Tage fälschen und liefern keinen Originalitätsbeweis. Auch die Analyse chemischer Zusammensetzungen ist viel zu kompliziert. Wir sagen: Der Nachweis muss ohne Expertenwissen möglich sein, indem der Code einfach und schnell mit einem Lesegerät ausgelesen wird. Das heißt, die Verifikation erfolgt im Backend, ohne sich mit Produktspezifika auskennen zu müssen.

Hat auch der Händler einen Nutzen?

Der Handel kann sogar gleich mehrere konkurrierende Probleme mit RFID lösen: Diebstahl, Logistik und Plagiate. So rechnet sich auch die Anschaffung vom ROI her mehrfach. Unser IT-basierendes System setzt einfach auf der Bestandsinfrastruktur auf. Einzige leichte Änderung ist die Speichergröße der Chips.

Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?

Wir sind gut mit Tag-Herstellern vernetzt und haben mit dem Unternehmen Tagnology bereits eine Schnittstelle realisiert, über welche die Tagpilot Middleware direkt aufsetzt. Weitere werden folgen. Hier sehen wir auch ein zusätzliches Geschäftsfeld. Wir liefern das IT-System für Systemintegratoren, welche die Lösung als Mehrwert ihren Kunden anbieten können.

Stichwort Kundenbindung: Welche Geschäftsmodelle wären im Retail denkbar?

Per RFID-Tag, der mit NFC lesbar ist, kann der Endverbraucher sich via Smartphone über die App des Händlers registrieren, auf diesem Weg die Originalität des Produktes verifizieren und erhält als Dankeschön Treuepunkte im Geschäft. Damit würde der Handel aus meiner Sicht in puncto Kundenbindung technisch zehn Schritte vorwärts gehen.

Der komplette Bericht ist in der Februarausgabe 2013 des Fachmagazins „RFID im Blick“ erschienen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 15 Mai 2013 09:48
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