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LinogistiX

100-prozentige Versandverpackungskontrolle mittels RFID bei Kromberg und Schubert

Use Cases | von LinogistiX | 29. Mai 2013
Die im tunesischen Werk gefertigten Kabelsätze von Kromberg & Schubert kommen in verschiedenen Bereichen eines Fahrzeuges zum Einsatz Die im tunesischen Werk gefertigten Kabelsätze von Kromberg & Schubert kommen in verschiedenen Bereichen eines Fahrzeuges zum Einsatz BILD: Kromberg & Schubert GmbH & CO. KG

Qualität und Liefersicherheit im Fokus

Bordnetze für die Automobilindustrie

Moderne Pkw und Lkw verfügen heute über hunderte elektronischer Bauteile. Diese müssen sicher mit Energie versorgt werden – die zentrale Aufgabe eines Kabelbaums. Der Automobilzulieferer Kromberg & Schubert lässt in seinem Werk in Tunesien Kabelbäume für diverse Kunden, vor allem für Hersteller im Premiumsegment, fertigen. Zur 100-prozentigen Sicherstellung, den richtigen Kabelbaum an den korrekten Empfänger zu liefern, entschied sich der Zulieferer für eine RFID-basierte Kontrolle der Versandverpackungen.

Die Herstellung von Kabelbäumen erfordert einen hohen Anteil manueller Tätigkeiten. Die Kabelbäume werden auf sogenannten „Kabelformbrettern“ von den Mitarbeitern manuell per Hand konfektioniert. Für den Versand der fertigen Kabelbäume nutzt der Zulieferer Mehrwegtaschen, die sich in einem stetigen Umlauf zwischen Zulieferer und Automobilhersteller befinden. Nach der Produktion werden bis zu 16 Taschen in einer Holzumverpackung für den Versand nach Deutschland vorbereitet. Um eine 100-prozentige Kontrolle zu erreichen, dass die jeweils richtigen Kabelbäume zum jeweiligen Kunden gelangen, beauftragte Kromberg & Schubert das Unternehmen Linogistix mit der Entwicklung eines RFID-Systems. „Mit einer Barcode-Lösung wäre die Anwendung aus unserer Sicht ebenfalls möglich gewesen, aber eines unserer Ziele war es, eine höherwertige Absicherung als mit einem Barcode zu realisieren. Da erschien uns die RFID-Technologie als eine geeignete Lösung, da die RFID-Transponder an den Verpackungen, die wir verwenden, gut positioniert werden können. Er ist geschützt und nicht von außen zu erkennen“, berichtet Marion Prücklmeier, Planung Logistik bei Kromberg & Schubert.

Ziel: 100-prozentige Kontrolle der Verpackungen

Die Taschen werden, verpackt in einer geschlossenen Holzkiste, durch ein RFID-Gate gezogen. Die erfassten ID-Nummern der Transponder werden mit einer Datenbank abgeglichen. Kommt es zu einem falschen oder nicht erfolgreichen Leseergebnis, wird ein zweiter Lesevorgang gestartet. Erst falls dieser ebenfalls Fehler aufweist, muss die Verpackung geleert werden und die Kabelbäume durchlaufen den Verpackungsprozess erneut. „Die Zielsetzung der Lösung war es nicht, Kosten einzusparen, sondern eine zusätzliche Absicherung zu realisieren, dass absolut kein Kabelsatz das Produktionswerk mit einer falschen Anlieferdestination verlässt. Die Erhöhung der Qualität und Liefersicherheit standen im Fokus bei der Systementwicklung“, so Andreas Trautmann, Geschäftsführer von Linogistix.

RFID „on top“

„Die Überlegung, eine RFID-Lösung zur Versandabsicherung einzusetzen, bestand in unserem Unternehmen bereits seit längerer Zeit. Alle Prozesse in unseren Produktionswerken sind bereits über eine Barcode-Lösung abgesichert. Da aus unserem tunesischen Produktionswerk zwei verschiedene Kundenwerke für das gleiche Fahrzeugderivat beliefert werden und für die Versandverpackungskontrolle nur eine relativ limitierte Zeitspanne zur Verfügung steht, suchten wir eine Lösung „on top“ zu der bereits bestehenden Barcode-Kontrolle“, erläutert Marion Prücklmeier.

Entwicklung aus einer Hand

„Wir kamen auf der Logimat 2011 erstmals mit dem Unternehmen Kromberg & Schubert in Kontakt. Nach zahlreichen Gesprächen und Beratungen begannen wir mit dem Konzept, der Auswahl der Hardware, wie beispielsweise der Transponder von Smart-Tec, sowie der Entwicklung der Software und der Schnittstellen für den Real-Time-Abgleich der erwarteten Leseergebnisse. Unserem Kunden war es wichtig, dass er das gesamte System aus einer Hand erhält“, erläutert Andreas Trautmann.

Weitere Funktionalitäten denkbar

„Die Lösung, die wir jetzt ausrollen werden, ist in unseren Augen eine High-End-Anwendung, die wir als Projekt firmenintern weltweit zum ersten Mal in unser tunesisches Produktionswerk implementieren. Um eine vielleicht mögliche Übertragung auf andere Standorte oder eine funktionale Erweiterung des Systems zu planen, müssen wir in erster Linie Erfahrungen mit der Anwendung in der Praxis sammeln“, sagt Marion Prücklmeier. Im Unternehmen Linogistix entstanden während der Entwicklungsphase Ansätze, wie das System, das derzeit lediglich die ID-Nummern der Transponder zum Abgleich mit einer Datenbank ausliest, weiter ausgebaut werden kann. „Es existieren bereits Überlegungen, das System auch in einem weiteren Schritt an anderen Stellen in der Fertigung einzusetzen. Ziel dabei wäre nach dem Prinzip des ‚Internet der Dinge‘ auch Steuerinformationen aus dem RFID-Transponder zu lesen, um beispielsweise den Weg der fertigen Kabelbäume vom Packtisch in die Verpackung über Fördertechnik zu automatisieren“, berichtet Andreas Trautmann. Er ergänzt jedoch: „Aktuell liegt unser Fokus aber vollständig auf der Auslieferung des von uns entwickelten Gesamtsystems und dem Rollout durch unseren Kunden in seinem Werk in Tunesien.“

Der komplette Bericht ist erschienen in der Aprilausgabe 2013 des Fachmagazins "RFID im Blick".

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:28
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