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RFID im Blick

Antriebshersteller VEM stattet Motorenreihe serienmäßig mit beschreibbaren RFID-Tags aus

Use Cases | von PR RFID im Blick | 14. August 2013
Im Anschluss an die Lackierung fährt der Motor nach 90 Minuten Trockenzeit aus dem Trocknungsband. Vor dem Versand an den Kunden fügt ein Mitarbeiter die Bedienungsanleitung sowie Warnschilder an und beschreibt den Transponder mit den technischen Daten und kundenspezifischen Informationen. Im Anschluss an die Lackierung fährt der Motor nach 90 Minuten Trockenzeit aus dem Trocknungsband. Vor dem Versand an den Kunden fügt ein Mitarbeiter die Bedienungsanleitung sowie Warnschilder an und beschreibt den Transponder mit den technischen Daten und kundenspezifischen Informationen. BILD: VEM motors

RFID-Lösung für die Motorenherstellung

Seit 2004 erprobt VEM, Hersteller von System- und Antriebslösungen, den Einsatz von RFID-Tags für die Datenerfassung am Motor. Im Jahr 2005 folgte die Einführung der Technologie. Mit der aktuellen Transpondergeneration kann der Nutzer ohne weitere Dokumente detaillierte Produktinformationen, Wartungsnachweise und individuelle Kundendaten auch bei laufendem Betrieb direkt am Objekt auslesen und speichern. Am Produktionsstandort Wernigerode stattet VEM die neu entwickelten Transnormmotoren der Baugröße 400 serienmäßig mit RFID aus, kleinere Baureihen auf Wunsch. „Die Nachfrage nach Memory Motoren steigt“ berichtet Sebastian Chyla, Diplomingenieur, VEM, beim Besuch von „RFID im Blick“ im Werk Wernigerode.

Fast jeder Motor ein Einzelstück

Mit drei Unternehmenstandorten in Dresden, Wernigerode und Zwickau und einer Jahresproduktion von 59 000 Motoren gehört VEM zu den größten Antriebsherstellern Europas. Die Produktpalette erstreckt sich von Kleinstmotoren bis zu Windkraftanlagen und Kraftwerksmaschinen. Etwa 240 Motoren unterschiedlicher Baugrößen von Achshöhe 112 bis 400 Millimeter werden täglich im VEM-Werk Wernigerode gefertigt. Die Kundenwünsche beeinflussen maßgeblich den Produktionsbetrieb: „Es ist gängige Praxis, dass jeder dieser 240 Motoren individuell ist“ erklärt Sebastian Chyla, Diplomingenieur im VEM-Werk Wernigerode. „Man wandelt sich immer mehr zum Einzelhersteller. Momentan ist 1,4 die durchschnittliche Losgröße eines Auftrages.“

RFID als erweitertes digitalisiertes Leistungsschild

Bei und nach der Produktion dienen eine Montagekarte und ein Leistungsschild zur Identifikation der Motoren. Am Ende des Produktionsprozesses erfolgt die vollständige Überlackierung des Motors. „Jegliche Barcodes, Schildchen oder andere Identifikationsmerkmale sind damit optisch theoretisch nicht mehr lesbar.“ so Chyla. Auch wenn RFID für innerbetriebliche Zwecke nicht zum Einsatz komme, habe diese Problematik ursprünglich zur Erwägungen des RFID-Einsatzes geführt. „Wir haben im Prinzip damals das Leistungsschild als solches digitalisiert. In spezifischer, für den Kunden angepasster Datenvariante bietet jetzt Version 2.0 den Vorteil, dass der Kunde zusätzlich zu den technischen Informationen eigene Daten auf dem Transponder speichern kann.“ Auf Wunsch versieht VEM Motoren für Kunden mit einem RFID-Transponder, Baugröße 400 ist serienmäßig mit RFID ausgestattet.

Produktspezifische Bedienungsanweisung

Die Vorteile der RFID-Technologie für den Nutzer der Motoren sind vielfältig und reichen von der einfachen Identifikation bis zur Verfügbarkeit anwendungsspezifischer Einstellungsdaten, wie Chyla erläuert: „Jeder Motor hat zwar prinzipiell eine Identifikationsmöglichkeit über das Leistungsschild, aber: je nach Einsatzgebiet des Motors ist es nach dem entsprechenden Einsatz nicht mehr lesbar. Bei großen Lieferungen – wir bestücken unter anderem die kompletten AIDA-Schiffe mit Motoren – weiß der Kunde außerdem genau, wo die Maschine hinkommt. Geht beispielsweise der Beipackzettel verloren, steht diese Information zwar nicht auf einem Typenschild, aber auf dem RFID-Chip.“ Auch Parameter zum spezifischen Betrieb des Motors sind mittels RFID jederzeit verfügbar: „Bei Umrichtermotoren müssen die Umrichter speziell parametrisiert werden. Wir messen die Maschinen bei uns aus und verewigen die gemessenen Daten auf dem Transponder, sodass man bei der angeschlossenen Maschine genau prüfen kann, ob die Werte übereinstimmen.“

Motor speichert seine Historie

Durch den RFID-Transponder „erinnert“ sich der Motor an seine Geschichte: So können durchgeführte Wartungen auf dem Tag gespeichert werden. Detaillierte Anweisungen zu Wartungsvorgängen lassen sich über über die gespeicherte Seriennummer abrufen. Oft werden Motoren auch vor Ort bei VEM auf Kundenwunsch oder bei Zwischenhändlern modifiziert. Der RFID-Tag ermöglicht die genaue Dokumentation jeder Veränderung an der Maschine, damit die Modifikation im weiteren Einsatz für kommende Nutzer nachvollziehbar bleibt.

Der Beitrag ist in der Juniausgabe 2013 des Fachmagazins „RFID im Blick“ erschienen.

Hören Sie Sebastian Chyla auf dem RFID-Kongress 2013 am 10. September 2013 in Düsseldorf. In seinem Vortrag spricht er über RFID-basierte Information & Wartung von Großmotoren.

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:38
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