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RFID im Blick

NFC-Anwendungen bei BMW

Use Cases | von PR RFID im Blick | 01. November 2013
Mit dem „Schlüssel der Zukunft“ soll der BMW-Nutzer zahlreiche Zusatzdienste buchen oder den Zugang zu privaten und beruflichen Gebäuden kontrollieren können. Das Konzept dient zum Verstehen und Erleben der NFC-Technologie und deutet die Vielzahl der NFC-Nutzen- und Komfortpotentiale im Automobilbereich an. Mit dem „Schlüssel der Zukunft“ soll der BMW-Nutzer zahlreiche Zusatzdienste buchen oder den Zugang zu privaten und beruflichen Gebäuden kontrollieren können. Das Konzept dient zum Verstehen und Erleben der NFC-Technologie und deutet die Vielzahl der NFC-Nutzen- und Komfortpotentiale im Automobilbereich an. BILD: BMW AG

Automotive und NFC

Herausforderungen für eine generische NFC-Plattform auf dem Weg zur Serienreife im Automobil

Bereits seit 2005 steht in der Forschung bei BMW das Thema NFC im Fokus zahlreicher Entwicklungen. Dabei wurde die Technologie von Beginn an immer von zwei Seiten her betrachtet. Zum einen wird anhand konkreter Entwicklungen wie dem „Schlüssel der Zukunft“ gezeigt, wie NFC-basierte Lösungen in der Praxis Vorteile für die Nutzer erbringen. Auf der anderen Seite wurde parallel auch an einer NFC-Infrastruktur gearbeitet, die baureihen-übergreifend in der Serienfertigung eingesetzt werden kann. Aktuell wird der Einsatz einer serienreifen und automotivetauglichen Plattform bei BMW gestaltet. Das Ziel ist eine generische Plattform, die auch zukünftig um optionale Funktionen erweitert werden kann.

Tobias Schöllermann, Komponentenverantwortung NFC-Plattform, Zugangs- und Authentisierungssysteme, BMW

Der Schlüssel zur Zukunft

Mit der Vorstellung des Konzeptes eines „Schlüssels der Zukunft“ platzierte BMW 2010 erstmals das Thema NFC im Automobilbau mit einer konkreten Umsetzung. Hintergrund war, dem Autofahrer ein Medium an die Hand zu geben, welches er für zahlreiche Anwendungen, in die das Medium nahtlos integriert ist, entlang seiner Reisekette einsetzen kann. Der Besitzer des Schlüssels konnte damit beispielsweise kleine Beträge am Zeitungskiosk zahlen oder diesen für die Zutrittskontrolle einsetzen. Im Stau konnte dem Fahrer mittels Navigation der Weg zum nächsten Bahnhof gewiesen werden und noch während der Fahrt ein Zugticket gebucht und auf dem Schlüssel hinterlegt werden. Das Konzept dient der Veranschaulichung zahlreicher NFC-Einsatzmöglichkeiten. BMW hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Entwicklung und dem Verkauf von Automobilen auch als Premium-Mobilitätsdienstleister seinen Kunden Mehrwerte zu ermöglichen. Die angebotenen Dienste sollen nahtlos verschiedene Service-Angebote nutzbar machen. Die NFC-Technologie kann dabei zum Schlüsselfaktor werden.

Carsharing liegt im Trend

Der Bedarf an Mobilität hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Zahlreiche Autofahrer möchten bereits heute mehr nutzen, als besitzen. Beispielsweise wird am Wochenende ein großes Auto benötigt, um in ein Möbelhaus zu fahren, für den Ausflug wird ein Cabrio favorisiert und unter der Woche braucht es ein kompaktes Stadtauto, um den immer knapper werdenden Verkehrsraum und die Parkplatzsituationen optimal zu nutzen. Carsharing-Lösungen können eine Antwort auf diesen Bedarf darstellen. Wird beispielsweise im Fahrzeug ein NFC-Lesegerät installiert, könnte der Nutzer sich in Zukunft bequem mittels seines NFC-fähigen Smartphones identifizieren und das Fahrzeug öffnen und starten. Hierfür müssen allerdings noch einige Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden. Ein zusätzlicher Sticker auf dem Führerschein ist dann beispielsweise nicht nötig. Dadurch erhält eine solche Anwendung eine sehr hohe Dynamik und lässt das Carsharing praktikabler werden, da der Kunde, unabhängig von einer Bestandshardware, die Registrierung sowie den Schlüssel auf einem Gerät beispielsweise über ein Trusted Service Management nutzen kann.

Smartphones noch keine Ideallösung

Durch die Erforschung der NFC-Technologie im automobilen Umfeld haben die beteiligten Fachstellen bei BMW eine Basis geschaffen, um eine NFC-Plattform zur Serienreife zu bringen. Die Herausforderung an die Mitarbeiter besteht nun in der Aufstellung konkreter Use Cases. Sollen jedoch zahlreiche Funktionen auf einem Gerät zusammengeführt werden, muss ein hoher Sicherheitsstandard gewährleistet sein. Smartphones bieten zwar ideale technische Voraussetzungen für innovative Anwendungen, jedoch zeigten die Architekturen aus Prozessor, Applikationen und NFC-Schnittstelle auch Möglichkeiten für Angriffe oder das Einschleusen von Schadsoftware. Bei der Nutzung als Fahrzeugschlüssel besteht zudem bei vielen Endgeräten die Möglichkeit, dass bestimmte Funktionen aufgrund eines leeren Akkus nicht gewährleistet werden können. Dennoch betrachtet BMW die weitere Entwicklung an einer sicheren und kundenorientierten Lösungen mit Smartphones als einen wichtigen Schritt.

Der Beitrag ist erschienen in der Septemberausgabe 2013 des Fachmagazins „RFID im Blick“.

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2015 17:24
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