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65 Jahre Herpa Print: Neubau krönt Jubiläum

Artikel | von herpa print | 20. Dezember 2013
In den vergangenen 65 Jahren ist der Kennzeichnungsspezialist Herpa Print kontinuierlich gewachsen. Mit einer neuen Produktionshalle soll diese Entwicklung weiter verfolgt werden. In den vergangenen 65 Jahren ist der Kennzeichnungsspezialist Herpa Print kontinuierlich gewachsen. Mit einer neuen Produktionshalle soll diese Entwicklung weiter verfolgt werden. BILD: herpa print

Von der Milchkannenkennzeichnung bis zum High-Tech-Label

Seit der Gründung im Jahr 1948 ist Herpa Print ein familiengeführtes Unternehmen. Was mit einer patentierten Maschine zur Nummerierung von Milchkannen anfing, ist heute ein mittelständischer Betrieb mit circa 100 Mitarbeitern und rund 17,5 Millionen Euro erwartetem Umsatz für 2013. Ende des Jahres eröffnet am Unternehmenssitz in Much eine zweite Produktionshalle mit 2 000 Quadratmetern Fläche. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und Kunden weiter wachsen, aber auf einer stabilen Grundlage“, erklärt Michael Pack, Geschäftsführer Herpa Print. Im Interview mit „RFID im Blick“ spricht er über die aktuelle Aufstellung des Unternehmens, die Zielsetzung der kommenden Jahre und die Eröffnung der neuen Produktionshalle.

Herr Pack, im Oktober hat Herpa Print das 65. Unternehmensjubiläum gefeiert und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Wie positioniert sich das Unternehmen heute?

Michael Pack: Seit Unternehmensgründung konnten wir uns als mittelständisches Unternehmen im hart umkämpften Markt behaupten. Einzig während der Finanzkrise 2008 hatten wir einen Umsatzeinbruch, den wir aber kompensieren konnten, dank der gesunden Unternehmensstruktur: Keiner unserer Kunden macht mehr als zehn Prozent Umsatz aus, während wir auf verschiedenen Märkten mit einem breiten Portfolio vertreten sind. Im RFID-Bereich haben wir mit kleinen Projekten begonnen und immer sehr viel Wert auf die Beratung unserer Kunden gelegt. In Zukunft wollen wir das Angebot erweitern. Kennzeichnungslösungen machen aktuell 80 Prozent des Umsatzes aus, 20 Prozent entfallen auf Werbung. Im Hinblick auf den Gesamtumsatz hat Wilfried Lentzsch, der fachverantwortliche Vertriebsleiter im RFID-Bereich, den Anteil der RFID-Lösungen am Gesamtportfolio von Herpa Print in sechseinhalb Jahren auf über 20 Prozent gesteigert.

Welche Ziele hat sich Herpa Print für die kommenden Jahre gesetzt?

Michael Pack: Wir planen, unsere lange Firmengeschichte stabil fortzusetzen. Die starken Zuwächse im RFID-Bereich haben zu unserem Unternehmenswachstum von 15 Prozent im Jahr 2012 beigetragen. Dieses Jahr haben wir mit fünf Prozent Wachstum etwas konservativer geplant und damit ein Umsatzziel von 17,5 Millionen Euro ins Auge gefasst, das wir sicher erreichen werden. Herpa Print beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter und plant in den nächsten zwei bis drei Jahren, den Umsatz auf 20 Millionen Euro zu steigern und die Zahl der Mitarbeiter auf 120 zu erhöhen. Wir verfolgen weiter unseren Kerngedanken, technisch zu jeder Zeit up to date zu sein, aber gleichzeitig mit einem gesunden Konservatismus zusammen mit unseren Mitarbeitern und Kunden zu wachsen. Wir haben eine sehr geringe Mitarbeiterfluktuation und das ist für konstant qualitativ hochwertige Arbeit ein entscheidendes Kriterium. Im Dezember ist Produktionsstart in der neuen Produktionshalle am Standort in Much.

Was sind die Einsatzzwecke der neuen Halle?

Michael Pack: Mit der Halle wächst unsere Produktions- und Lagerfläche auf insgesamt 5 500 Quadratmeter, womit wir die Produktionskapazitäten für die nächsten fünf Jahre sichern wollen. Im Dezember ziehen wir mit dem Materiallager und Mitte Januar dann mit den dort aufzubauenden Maschinen um. Für einen unserer Großkunden werden wir eine komplette Produktionsstraße aufbauen und sowohl das Rohmaterial für diesen und andere Kunden, als auch Verpackungsmaterial und eingelagertes Fertigmaterial dort unterbringen. Für den Thermotransferdruck stellen wir drei Drucker und eine Stanze auf. Außerdem richten wir den RFID-Bereich in der neuen Halle ein, inklusive zwei Kontrollmaschinen. Hinzu kommt ein kleiner Verwaltungsbereich mit vier Büros. Unser übergreifender Maschinenpark ermöglicht die Weiterverarbeitung von Materialien im Digital- oder Siebdruck, per Rotations- oder Flachstanze und Laser zu realisieren. Plotter und diverse Stanztiegel ergänzen die technische Ausstattung, ebenso wie unterschiedliche Siebdruckmaschinen, die bis zu einem Format von 3 600 mal 1 300 Millimeter an einem Stück drucken können.

Herpa Print wurde im Jahr 1948, damals noch unter anderem Namen als Molkereifachhandel, gegründet. Vom Stanzen und später bekleben der Milchkannen mit Folien begann das Unternehmen in den 1960er Jahren den Betrieb als Druckerei. 1965 stieg die zweite Generation in das Familiengeschäft ein. Zu den ersten Großkunden gehörten bis heute namhafte Unternehmen wie 3M oder Bayer. Bis Ende der 1980er Jahre wuchs die Zahl der Mitarbeiter auf 50 an. Inzwischen hat das Unternehmen über 100 Angestellte. Vor rund sieben Jahren wurde das Produktportfolio um RFID-Produkte erweitert.

Das Interview ist in der Novemberausgabe 2013 des Fachmagazins „RFID im Blick“ erschienen.

Letzte Änderung am Dienstag, 21 Januar 2014 09:56
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