• Technologie








    Schlagwortsuche
    Anwendungsbereich







    Keine Auswahl

SERFIDES

Serfides verbreitert sein Softwareangebot um die Produktserialisierung von Bauteilen

Artikel | von Serfides | 03. April 2014
Auftragsdaten aus dem ERP-System mit einer statistischen Auswertung von Product Codes inklusive Fehlerkategorisierung. Je nach Schwerpunkt kann der Report beliebig an die Bedürfnisse angepasst werden. Auftragsdaten aus dem ERP-System mit einer statistischen Auswertung von Product Codes inklusive Fehlerkategorisierung. Je nach Schwerpunkt kann der Report beliebig an die Bedürfnisse angepasst werden. BILD: Serfides

Chargenrückverfolgung und Produktschutz

Thema in der Industrie: Produktserialisierung für Bauteile

Das Systemhaus Serfides verbreitert sein Softwareangebot für den Produktschutz um eine komplementäre Lösung für ERP-Systeme zur Chargenrückverfolgung und für das Service-Management. „Vorrangig adressieren wir Unternehmen der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der Pharmaindustrie. Gerade im Aftermarket und Service-Geschäft sehen wir einen steigenden Bedarf für Komplettlösungen für die systematische und serialisierte Erfassung von Einzelteilen“, erklärt Richard Doll, Geschäftsführer von Serfides.

Interview mit Richard Doll, Geschäftsführer, im Interview mit Dunja Kandel, „RFID im Blick“

Herr Doll, Serfides hat seine Komplettlösung, die ursprünglich für den Markenschutz entwickelt wurde, erweitert. Auf welche Zielgruppen fokussiert das Angebot?

Gerade im Aftermarket oder dem Service-Geschäft mit Ersatzteilen in der Automobil- und Maschinenbauindustrie sowie der Pharmabranche wird Transparenz angesichts mehrstufiger Distributionskanäle und steigender Variantenvielfalt der Produkte immer wichtiger. Ein großes Thema ist die Channel-Kontrolle. Sobald ein Teil in die Distribution geht, ist die Kontrolle rückwärts zum Hersteller nicht mehr vorhanden. Wir sehen hier vermehrt die Anforderung, die Herkunft von Bauteilen und Warengruppen granularer abzubilden und eine durchgängige Rückverfolgung zu realisieren. Mit einer Einzelteilcodierung inklusive Softwarelösung lassen sich mehre Themen erschlagen: Transparenz über die eigenen Bestände und Distributionskanäle, aber auch auch die Möglichkeit, beispielsweise Ersatzteile als Original gegenüber dem Kunden zu identifizieren.

Wie adressieren Sie den Markt?

Richard DollRichard Doll Wir sind auf verschiedenen Wegen aktiv, das Thema Produktserialisierung sehr breit an den Markt zu adressieren. Zum einen sind dies Aftermarket-Ausrüster und Zulieferer aus dem Automobilbau, Unternehmen aus dem Maschinenbausektor und aus der Pharmaindustrie. Zum anderen gehen wir auf ERP-Systemhersteller zu, die ihr Angebot mit komplementären Systemen verbreitern wollen. Wir sind jetzt gerade dabei, Referenzschnittstellen für spezifische ERP-Anwendungen zu entwickeln und arbeiten an standardisierten Modulen, die Systemhäusern mit vertretbarem Aufwand kundenspezifische Anpassungen offen lassen. Aber wir führen auch intensive Gespräche mit Produktschutzverantwortlichen, Logistikern und dem Vertrieb und beraten flankierend Arbeitsgruppen innerhalb von Fachverbänden.

„Wir sehen vermehrt die Anforderung, die Herkunft von Bauteilen und Warengruppen granularer abzubilden und eine durchgängige Rückverfolgung zu realisieren.“

Welche Bestrebungen sehen Sie hier?

Wir sehen, dass Bewegung in das Thema kommt und ein gemeinsames Vorgehen von Zulieferern und Herstellern für ein einheitliches Kennzeichnungssystem angestrebt wird. Bisher existieren zum Teil konkurrierende Systeme für die Produktcodierung, die auch nur von einem Teil der Zulieferer genutzt werden. Perspektivisch sehen wir, dass eine einheitliche Systematik auch für verschiedene Anwendungen genutzt werden kann. Um Produktschutz, die Chargenrückverfolgung und möglicherweise auch den Service für die Ware über die gleiche Kennzeichnungslogik abwickeln zu können.

 Können Sie ein Beispiel nennen, wo ihre Lösung in der Chargenrückverfolgung eingesetzt wird?

Ein Projekt befindet sich gerade in der Startphase bei einem Motorenhersteller. Hier geht es primär darum, zunächst unternehmensintern die Variantenvielfalt von verschiedenen Grundmotoren und Baugruppen klassifizieren zu können. Wir erfassen komplementär zum Warenwirtschaftssystem die verschiedenen Einzelkomponenten bei der Einlagerung und können dann bei der Auslieferung auch eine Rückverfolgung ermöglichen: Wann wurde die Komponente produziert? Wann wurde sie ausgeliefert? Mit welcher Lieferung ging der bestimmte Artikel raus?

Welche Rolle spielt RFID für die Kennzeichnung auf Einzelteilebene?

Grundsätzlich ist RFID schon die präferierte Technologie, wenn es um Anwendungen in der Logistik oder die Kennzeichnung von hochwertigen Bauteilen geht. Dies ist die Rückmeldung, die wir aus dem Markt erhalten. Bei dem Thema Einzelteilkennzeichnung richten wir unser Angebot natürlich wesentlich breiter aus, sodass Matrix-Codes oder RFID-Transponder individuell nach Kundenanforderungen zum Einsatz kommen.

Letzte Änderung am Donnerstag, 03 April 2014 17:03