RFID im Blick

Solcon Systemtechnik: RFID-basierte Ortung nimmt Fahrt auf

Artikel | von PR RFID im Blick | 16. April 2014

Identifikation und Ortung

Solcon Systemtechnik bringt unterschiedliche Technologien für mehrwertschaffende Lösungen zusammen

RFID-basierte Indoor-/Outdoor-Ortungslösungen sowie die Kombination von aktiver und passiver RFID-Technologie sind im Wachstum begriffen, sagt Dr. Gerd Schneider, Geschäftsführer von Solcon Systemtechnik, im Interview mit „RFID im Blick“. Aus dem Bereich von Mobilwagen und Industrie- PCs kommend, entwickelt Solcon heute zunehmend innovative RFID-Anwendungen, die mit den im Unternehmen langjährig etablierten Lösungen kombiniert werden. „Wir sind nicht an eine Technologie gebunden und haben so die Option, die bestmögliche Lösung anzubieten“, so Dr. Schneider.

Von Jan Phillip Denkers, „RFID im Blick“

Mehr als 20 Jahre Erfahrung

Dr. Gerd SchneiderDr. Gerd SchneiderGestartet mit der Idee, elektrisch betriebene Leichtfahrzeuge zu entwickeln und herzustellen, wurde das Unternehmen Solcon Systemtechnik vor mehr als 20 Jahren gegründet. „Das für das Thema Elektromobilität damals noch nicht der ideale Zeitpunkt war, wurde zum Glücksgriff für Solcon. DieRo denen beispielsweise Laserdrucker installiert werden können. Die Mobilwagen und die Entwicklung von industrietauglichen PCs bilden die Basis unser heutigen Aktivitäten. Deutlich wird diese Tatsache dadurch, dass IPCs rund 43 Prozent unseres Gesamtergebnisses ausmachen“, beschreibt Dr. Gerd Schneider im Gespräch mit „RFID im Blick“ rückblickend den Start des in Lübeck ansässigen Unternehmens.

Erfolgreiche Technologiekombinationen

Seit über fünf Jahren realisiert Solcon RFID-Lösungen, in denen sowohl passive als auch aktive Technologien zum Einsatz kommen. Der zu optimierende Prozess bestimmt die einzusetzende Technologie, so Dr. Gerd Schneider: „Gemeinsam mit unseren Kunden, die ihre Prozesse in der Regel sehr detailliert kennen, entwickeln wir eine passende Lösung. Da wir auf unterschiedliche Technologien zurückgreifen können, haben wir zahlreiche Möglichkeiten, die ideale Lösung zu konzipieren.“ Die Kombination von verschiedenen Technologien ist einer der Schwerpunkte bei Solcon. „Beispielsweise werden mobile Scanner mit aktiver RFID-Technik indoor geortet und deren Position bestimmt. Zur Identifikation von Massenobjekten werden dann aber passive RFID-Tags erfasst“, erläutert Dr. Gerd Schneider die Anwendung eines Local Positioning System (LPS), das die Vorteile einer GPS-Ortung auch in geschlossenen Räumen ermöglicht.

Funkscanner-Ortung in der Logistik

Die „Funkscanner-Ortung“ genannte Lösung hat Solcon in den letzten drei Jahren in mehr als 40 Projekten, unter anderem bei den Logistikdienstleistern Rhenus, Hellmann, Kühne und Nagel sowie Fenthols realisiert. „Eine wesentliche Herausforderung in der RFID-Technik ist, aus den Unmengen von Rohdaten qualifizierte Events zu generieren. Solcon liefert in der Regel jegliche Hard- und Middleware für die RFID- und Ortungslösungen. Dabei verwenden wir sowohl eigenentwickelte Systeme, als auch zugekaufte Komponenten direkt vom Hersteller“, beschreibt Dr. Schneider die RFID-Aktivitäten von Solcon.

Ortung von Robotergreifarmen

Zunehmendes Interesse, speziell an RFID-basierten Ortungslösungen, nimmt Solcon aus der Fertigungsindustrie wahr, merkt Dr. Schneider an: „Kürzlich haben wir ein aktives Identifikations- und Ortungssystem in Betrieb genommen. Ziel war es, im Aufbau befindliche Greifer-Baugruppen für Roboter, die sich auf mobilen Arbeitsstationen in einer großen Produktionshalle befinden, jederzeit schnell und fehlerfrei zu identifizieren und zu orten. Mittels dieser Information kann beispielsweise der Produktionsleiter einzelne Aufträge priorisieren und beschleunigt durch den Rest der Fertigung schleusen. Oder aber die Mitarbeiter können Fehlteile ergänzen oder Restarbeiten an den Greifern durchführen, ohne vorher lange nach den betreffenden Objekten suchen zu müssen. Die Suchzeiten konnten so stark reduziert werden, dass der ROI trotz der höheren Kosten für die Aktiv-Transponder schnell erreicht werden konnte.“ Diese Lösung lässt sich auch auf Automobilhersteller oder deren Aufbereitungsfirmen übertragen. Dort ist die Herausforderung, aus einer unübersichtlichen Menge geparkter Fahrzeuge schnellstmöglich das Gesuchte zu finden, so Dr. Schneider.

Zukunftspotenziale im Asset-Management

„Wir erhalten aktuell Anfragen von Unternehmen, die ihr Asset- Management optimieren möchten. Da ist die Herausforderung eine automatische oder zumindest halbautomatische und damit deutlich beschleunigte Inventur mittels RFID-Technologie zu gewährleisten. Ein Umfeld, in dem wir ein großes Potenzial sehen“, schließt Dr. Gerd Schneider.

Letzte Änderung am Mittwoch, 16 April 2014 12:54