RUD Ketten

RUD Ketten zeigt RFID-basiertes Prüfsystem auf der CeMAT 2014

Pressemeldungen | von RUD Ketten | 08. Mai 2014
„Die positiven Erfahrungen aus dem Einsatz des RUD-ID-Systems bei Unternehmen wie Voith Turbo sind für uns ein deutliches Signal, dass wir eine Lösung entwickelt haben, die zahlreiche Prozesse optimiert.“ „Die positiven Erfahrungen aus dem Einsatz des RUD-ID-Systems bei Unternehmen wie Voith Turbo sind für uns ein deutliches Signal, dass wir eine Lösung entwickelt haben, die zahlreiche Prozesse optimiert.“ BILD: RUD Ketten

In Halle 27 | Stand E 38/1 zeigt RUD Ketten das innovative RUD-ID-System in der neusten Version

Auf der CeMAT 2014 präsentiert RUD Ketten die aktuellste Entwicklungsstufe des etablierten RUD-ID- System. In der neusten Version wurde der Funktionsumfang, bestehend aus Hard- und Software, erweitert und die Handhabung weiter vereinfacht. Das Unternehmen Voith Turbo, ein Bereich des in Heidenheim ansässigen Voith Konzerns, setzt bereits seit 2012 auf die von RUD Ketten entwickelte RFID-Lösung. In der Produktion von Voith Turbo müssen täglich schwere Bauteile für die Fertigung beispielsweise von Turbogetriebe für Lokomotiven sicher bewegt werden. Dabei kommen unzählige Lastanhängemittel zum Einsatz. Damit diese immer voll einsatzfähig sind, müssen sie regelmäßig geprüft werden. Dazu setzt Voith Turbo auf das RUD-ID-System.

Von Michael Smetz, Produktmanager, RUD Ketten

Unzureichende Möglichkeiten um den Überblick zu behalten

Da ohne eine eindeutige Zuordnung zu den Segmenten die Prüfung der zugehörigen Lastanhängemittel kaum möglich ist, fehlte bei Voith Turbo die Übersicht, was wann geprüft wurde und ob tatsächlich alle Teile erfasst wurden. Auch die Kennzeichnung der Teile, die bereits geprüft wurden, stellte eine Herausforderung da. Aufkleber oder angehängte Plastikplaketten halten den starken Alltagsbelastungen in der Produktion kaum stand. Selbst in einem gut organisierten Betrieb ist es nicht immer einfach, den Überblick über alle sicherheitsrelevanten und damit prüfpflichtigen Teile zu behalten. Ist eine Kette oder ein Anschlagpunkt jedoch beschädigt oder sogar ablegereif, kann dies schwerwiegende Folgen haben und die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter gefährden.

Arbeits- und Rechtssicherheit zum Ziel

Bei der Suche nach einer Lösung, mittels derer die vorgeschriebenen Prüfungen nicht nur leichter und schneller in der Praxis umzusetzen sind, sondern die auch die Dokumentation automatisiert, wurde Voith Turbo auf das von RUD Ketten entwickelte RUD-ID-System aufmerksam. Nach den Vorgesprächen konnte die technische Ausführung des Projektes im Juni 2012 gestartet werden. Alle der rund 5.000 Anschlagmittel im Voith Turbo Bereich „Schiene“ sollten mit einem RFID-Chip ausgestattet und in die eigens von RUD Ketten entwickelte Software RUD-ID-NET eingepflegt werden. Hauptziele für Voith waren dabei eine einheitliche, erleichterte und rechtssichere Prüfung aller Anschlagmittel mit dazugehöriger Dokumentation und eine anschließend zentral-gesteuerte Bestellung von Ersatzmitteln über das Werkzeugmanagement.

Zahlreiche Herausforderungen – eine Lösung

Die Herausforderungen, die das Prüfen der Lastanhängemittel mit sich bringt, sind vielschichtig. Zunächst muss eine Lösung robust sein, da Ketten und Anschlagpunkte bei Voith Turbo in einem rauen industriellen Umfeld reibungslos funktionieren müssen. Gleichzeitig muss eine Software zur Dokumentation und Verwaltung der generierten Daten zahlreichen Anforderungen genügen. So benötigte Voith Turbo eine webbasierte Datenbank ohne eine separate Datensicherung. Auch musste die Software hinreichend flexibel hinsichtlich der Verwaltung von Fremdprodukten und werksseitig vorbelegten Produktinformationen, wie beispielsweise individueller Bezeichnungen und erstellter Prüfzeugnisse, sein. Das automatische Generieren von Prüfberichten und deren Archivierung, eine übersichtliche Prüfplanung und online-Verfügbarkeit der Prüfhistorie sollte gewährleistet sein, ohne dass eine Softwareinstallation lokal nötig wird. Die hohe Flexibilität der zu verwaltenden Stammdaten gibt Voith sowohl die Möglichkeit, von RUD Ketten zur Verfügung gestellte Daten zu nutzen, als auch individuelle Daten anzulegen und mit eigens definierten Nutzungsrechten zu versehen. Da die von RUD Ketten entwickelte Softwareapplikation, für die das Unternehmen 2013 mit dem von der Zeitschrift Computerwoche ausgelobten „Best in Cloud“ Award ausgezeichnet wurde, web-basiert zu bedienen ist, konnten gleich mehrere der gestellten Anforderungen erfüllt werden.

Einmal Zeit investiert und dann 100 Mal profitiert

Die Erfassung und Kennzeichnung aller Lastanhängemittel bei Voith Turbo nahm rund 1.000 Mannstunden in Anspruch. Jedes Teil musste in Behältern nach Segment und Arbeitsplatz sortiert und bereitgestellt werden. Nach einer Prüfung und der Aussortierung nicht mehr benötigter Lastanhängemittel konnte das Bestücken mit RFID-Transpondern beginnen. Bei allen von RUD Ketten freigegebenen Teilen erfolgte die Kennzeichnung mittels einer wenige Millimeter kleinen Bohrung, in die im Anschluss ein RUD-ID- Point eingepresst wurde. Anschlagmittel, bei denen eine Bohrung nicht möglich war, wurden entweder mit einem Transponder beklebt oder der Transponder wurde angehängt. Ist die zeitaufwendige Erstkennzeichnung erfolgt, kann bei folgenden Prüfarbeiten enorm viel Zeit eingespart werden. Wichtig bei der Einführung war für Voith Turbo zusätzlich die Definition eines Standard-Prozesses zur Neubeschaffung von Lastanhängemitteln. Durch den definierten Prozess kann heute sichergestellt werden, dass kein neues Anschlagmittel ohne die entsprechende Kennzeichnung in den Arbeitseinsatz übernommen wird.

Sonderfälle: Sandstrahlen und Härterei

Eine besondere Herausforderung für RFID-Kennzeichnungen besteht bei Beaufschlagung durch Wärme sowie größerer mechanischer Belastung. Dieses Problem wurde bei Voith Turbo in der Härterei und in einer Sandstrahlanlage sichtbar. Als Lösung wurde der RFID-Chip von dem eigentlichen Anschlagmittel getrennt und anhand von „Zwillings“- Anhängern verwechslungssicher außerhalb des Einsatzbereiches an einer Art „Pinnwand“ archiviert und nach dem Arbeitsschritt wieder an das betreffende Teil angebracht.

Ausweitung des RFID-Einsatzes geplant

Da mit der RFID-Kennzeichnung der Lastanhängemittel alle von Voith Turbo anvisierten Ziele der Optimierung von Prüf- und Dokumentationsprozessen erreicht werden konnten, plant das Unternehmen die Kennzeichnung und Erfassung mittels RFID auf sämtliche Betriebsmittel, die einem vorgeschriebenen Prüfzyklus unterliegen, auszuweiten. Dazu gehören unter anderem Türen und Tore, Feuerlöscher, Krantechnik und Leitern.

Letzte Änderung am Donnerstag, 08 Mai 2014 09:34
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