• Technologie








    Schlagwortsuche
    Anwendungsbereich







    Keine Auswahl

Neosid

Auf einem Ferrit-Kern basierend produziert Neosid robuste und leistungsfähige Transponder kleinster Bauform

Artikel | von Neosid Pemetzrieder | 10. Juni 2014

Miniaturtransponder

High Performance aus vier Millimetern

Das Unternehmen Neosid, gegründet vor mehr als 80 Jahren, brachte seine Erfahrungen im Umgang mit Ferriten und Induktivitäten im Jahr 2012 in die Entwicklung von RFID-Transpondern kleinster Bauform ein. „Unser Ferrit-Know-how ist die ideale Basis für HF-Transponder, die trotz minimaler Abmessung eine hohe Leistungsfähigkeit aufweisen – auch und besonders beim Einbau in Metall“, berichtet Neosid-Geschäftsführer Joachim Lueg-Althoff im Gespräch mit „RFID im Blick“. „Seit Kurzem zeigt der Einsatz von Neosid-Transpondern im RUD-ID-System, wie alle Vorteile der Bauform und Performance zum Tragen kommen“, ergänzt Neosid- Vertriebsleiter Yilmaz Benzer.

Joachim Lueg-Althoff und Yilmaz Benzer, Neosid, im Interview mit Jan Phillip Denkers, „RFID im Blick“

Der Anschlagmittelhersteller nutzt Transponder von Neosid für ein System zur Identifikation und Prüfungsdokumentation von Ketten und Anschlagpunkten. Waren die Anforderungen von RUD Ketten „Neuland“ bei der Transponderentwicklung?

Joachim Lueg-AlthoffJoachim Lueg-AlthoffJoachim Lueg-Althoff: Der von RUD Ketten genutzte Transponder besteht aus drei Komponenten: einem Inlay – dem eigentlichen Transponder - , dem Gehäuse und dem Verguss, der das Inlay im Gehäuse fixiert. Lediglich das Gehäuse haben wir für RUD Ketten speziell entwickelt. „Neuland“ war die Entwicklung des Inlays vor circa vier Jahren an sich. Dabei nutzten wir unser Know-how in der Herstellung elektronischer Bauteile auf Basis von Ferriten. So war es möglich, einen Transponder von gerade einmal vier Millimetern Durchmesser zu bauen, der dennoch zuverlässig selbst beim bündigen Einbringen in Metall erfassbar ist.

„In die Neosid-Miniaturtransponder ist das Know-how aus unserem Kerngeschäft – elektronische Komponenten und Ferritbauteile – eingeflossen. Robuste und hoch-performante RFIDTransponder sind das Ergebnis.“

Das RUD-ID-System wird von Industrieunternehmen genutzt, die mitunter mehrere tausend prüfpflichtige Anschlagmittel einsetzen. Wie gewährleistet Neosid da eine dauerhafte Funktion der Transponder?

Yilmaz BenzerYilmaz BenzerYilmaz Benzer: Die Basis bildet unsere Erfahrung im Umgang mit Ferriten. Die Verwendung von Ferrit als Kern der Transponder ermöglicht die optimale Positionierung des Chips. Auch wirkt das Ferrit als Multiplikator der Induktivität, sodass zum einen die Antenne mit weniger Windungen auskommt und zum anderen dennoch hohe Lesereichweiten möglich sind. Ohne den Einsatz von Ferrit wäre auch keine vollautomatische Produktion der Transponder möglich. Nur so ist eine gleichbleibende Produktqualität – wir führen insgesamt drei 100-Prozent-Prüfungen während der Produktion durch – realisierbar. Transponder unserer Bauform manuell herzustellen ist nicht nur sehr aufwendig, sondern birgt immer das Risiko von nicht tolerierbaren Qualitätsschwankungen.

„Die vollautomatische Fertigung ist der Schlüssel für die Produktion von hoch-qualitativen und zuverlässigen Transpondern kleinster Bauform.“

RUD Ketten wird hohe Stückzahlen an Transpondern einsetzen. Für welche weiteren Anwendungsbereiche sind die Neosid-Transponder geeignet und wie entwickelt sich das RFID-Geschäft von Neosid?

Joachim Lueg-Althoff: Ein großes Potenzial hat der Einsatz unserer Transponder im Umfeld chirurgischer Instrumente sowie im Werkzeugbau und -management. Hier sind die Features wie Temperaturbeständigkeit und hohe Lesereichweiten trotz minimaler Bauform stark nachgefragt. Im Ausland werden die Transponder bereits in Serienfertigungen verbaut und in Deutschland stehen zahlreiche Projekte vor dem Rollout. Aktuell steuern unsere RFID-Aktivitäten rund zehn Prozent zum Gesamtumsatz bei, mit steigender Tendenz gemessen an Anfragen und der zunehmenden Projektanzahl.

Stellen vier Millimeter im Durchmesser bereits die Grenze des Machbaren dar, oder sind weitere Miniaturisierungen umsetzbar?

Yilmaz Benzer: Kleinere Bauformen sind definitiv im Bereich des Möglichen. Jedoch stellen die vier Millimeter Bauform aus heutiger Sicht den optimalen Kompromiss aus Robustheit, Zuverlässigkeit und erzielbarer Lesereichweite aus Metall dar. Zur Zeit sehen wir für noch kleinere Bauformen keinen Bedarf, auch müssten mit hoher Wahrscheinlichkeit Abstriche in der Funktionalität dafür in Kauf genommen werden. Das gilt für dann ermöglichte Lesereichweiten ebenso wie für die Temperaturfestigkeit. Bei der Verwendung des reinen Inlays reduziert sich der Durchmesser ja bereits auf drei Millimeter. Zahlreiche kurz vor dem Rollout stehende Projekte im Umfeld der Serienproduktion von Krankenhausbedarf und Instrumenten weltweit zeigen das noch bei Weitem nicht ausgereizte Potenzial der aktuellen Bauform.

Letzte Änderung am Dienstag, 10 Juni 2014 10:17
RFID & Wireless IoT tomorrow 2019
RFID and Wireless IoT tomorrow 2019Der europaweit größte Kongress für RFID & Wireless IoT
Di, 29.- Mi, 30. Oktober
Darmstadtium, Darmstadt bei Frankfurt, Deutschland
Kongress | Ausstellung | Live-Demos
Folgen Sie uns auf www.rfid-wiot-tomorrow.com/de
Wir freuen uns auf Sie!